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Die Wummelkiste

Wummelkiste findet Käufer Weltbild-Tochter Kidoh übernimmt Bastel-Box "Wummelkiste"

Wummelkiste
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Die Spiel- und Bastelkiste Wummelkiste, die im Oktober 2015 Insolvenz anmelden musste, ist gerettet. Die Weltbild-Tochter Kidoh hat die Rechte an der Abo-Box erworben, teilte der Insolvenzverwalter mit.

Ein halbes Jahr nach dem Insolvenzantrag dürfte das Aufatmen bei den verbliebenen Mitarbeitern des Berliner Start-ups "Wummelkiste" groß sein: Endlich ist ein neuer Partner für die Spiel- und Bastelkiste gefunden. Der Spielzeugversender Kidoh übernimmt die Marken- und Kundenrechte an der Abo-Box, teilte Insolvenzverwalter Torsten Martini dem bestehenden Kundenstamm gestern per Mail mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Zusammenstellung der Boxen und deren Versand wird künftig über die Weltbild-Tochter abgewickelt werden.„Die sympathische Marke Wummelkiste mit ihren kreativen Basteleien ist für unsere Marken Kidoh und Weltbild die perfekte Ergänzung als Nischenmarke im Bereich Basteln", äußerte sich Sikko Böhm, Geschäftsführer der Weltbild Gruppe, zum Erwerb von Wummelkiste. "Weltbild hat ein starkes Kundenpotenzial im Bereich Familien.“ Die Kundenreichweite von Kidoh in der Zielgruppe der jungen Familien soll jetzt der Wummelkiste zugute kommen. „Wir sind überzeugt, dass die Idee hinter der Wummelkiste bei jungen Familien sehr gut ankommt und das Produkt im Markt Erfolg hat“, so Böhm weiter. Umgekehrt will sich Weltbild mit dem Bastel-Abo weitere Neukundenpotenziale erschließen.

Erweiterung der Bastel-Marke "Wummel"

Auch vor der Involvenz hatte Wummelkiste sich immer sehr begeisterter Kunden erfreut, die das Produkt über den grünen Klee lobten - aber das Abo letztlich doch zu früh kündigten, um das Geschäftsmodell aufgehen zu lassen. Diesem Problem will Weltbild mit einigen Änderungen begegnen: Die Marke „Wummel“ soll um das Thema Kreativ und Basteln für Kinder anderer Altersgruppen sowie Kinderbücher erweitert werden. Die Integration in die Vertriebskanäle der Weltbild Gruppe laufe bereits, Neuauflagen der Wummelkisten seien für den Sommer/Herbst geplant, teilte der Versender mit.

Schon vor der Insolvenz im Oktober letzten Jahres hatte das Management-Team der Wummelkiste versucht, Marke und Geschäftsmodell zu verkaufen. Die Gespräche mit einem interessierten "renommierten Unternehmen, das über Marketing-Erfahrung und die Kundenbasis verfügt, die nötig ist, um die Produktidee der Wummelkiste zu skalieren", so Geschäftsführer Gordon C. Thompson damals gegenüber INTERNET WORLD Business, zogen sich aber zu lange hin, dem Unternehmen ging das Geld aus.

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