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Hellofresh

Kochboxenversender

Hellofresh verstärkt sich mit Kauf von Fertiggerichte-Hersteller aus den USA

shutterstock.com/Casimiro PT
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Der Corona-Profiteur Hellofresh investiert massiv in den Ausbau seines Geschäfts in Übersee. In den USA hat das Start-up jetzt einen Hersteller von Fertiggerichten zugekauft und erweitert damit die Palette an verschickten Lebensmitteln.

Der Kochboxenversender Hellofresh aus Berlin verstärkt sich in den Vereinigten Staaten. Für bis zu 277 Millionen US-Dollar in bar vorbehaltlich üblicher Kaufpreisanpassungsmechanismen soll die US-Firma Factor75 gekauft werden, wie Hellofresh am Montag mitteilte. Es sei ein entsprechender Vertrag abgeschlossen worden. Von dem Kaufpreis in Höhe von 277 Millionen Dollar sollen demnach 177 Millionen US-Dollar am Tag des Vollzugs der Transaktion (Closing) fließen, der verbleibende Teil von bis zu 100 Millionen sei erfolgsabhängig. Mit dem Abschluss der Übernahme werde innerhalb der nächsten Monate gerechnet.

Factor75 ist ein Anbieter von fertig zubereiteten, frischen Mahlzeiten, die Kunden nur noch zuhause in der Mikrowelle aufwärmen müssen. Factor75 rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz in Höhe von ungefähr 100 Millionen US-Dollar.

Hellofresh in letzten Monaten stark gewachsen


Hellofresh hat im abgelaufenen Quartal dank des starken Wachstums in der Corona-Pandemie seinen Gewinn mehr als verdreifacht. Unter dem Strich erwirtschaftete das MDax-Unternehmen zwischen Juli und Ende September 74,4 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatten die Berliner 22,8 Millionen Euro verdient. Hellofresh davon, dass Kunden verstärkt zu Hause bleiben und selbst kochen oder auch davon, dass die Gastronomie wie aktuell wieder geschlossen ist.

Das Unternehmen hatte bereits Eckdaten zum abgelaufenen Quartal mitgeteilt. Die Bestellungen stiegen bei 19,49 Millionen Stück auf mehr als das Doppelte, was den Umsatz um 120 Prozent auf 970,2 Millionen Euro springen ließ, weil auch der Bestellwert etwas anstieg. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vervielfachte sich im dritten Quartal von 15,5 auf 114,7 Millionen Euro. Die Mitte Oktober erhöhte Prognose wurde jetzt vom Hellofresh-Management bestätigt.

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