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Elon Musik, CEO von Tesla

Missbrauch der Ladestationen Elon Musk: In 6 Tagen vom Tweet zum Produkt

Tesla-Geschäftsführer Elon Musk

Shutterstock.com/Helga Esteb

Tesla-Geschäftsführer Elon Musk

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Nicht jeder findet ein gutes Wort für Elon Musk und Tesla. Unbestritten ist aber, dass der Entrepreneur nie den Kontakt zu den Kunden verloren hat. Das bewies er erst kürzlich wieder.

Ob Tesla, das 2003 gegründet wurde und mehr als 30.000 Angestellte beschäftigt, noch als Start-up bezeichnet werden sollte, ist schwer zu sagen. Fest steht jedoch, dass der Elektroautobauer und sein Geschäftsführer Elon Musk trotz des Wachstums nie aufgehört haben, wie ein Start-up zu denken.

Dies bewies Musk erst kürzlich. Am 11. Dezember wurde der Tesla-CEO auf Twitter öffentlich angeschrieben. Absender war der französische Entrepreneuer und Gründerkollege Loic Le Meur. Er beschwerte sich darüber, dass die Supercharger - die Ladestationen von Tesla - im kalifornischen San Mateo nicht nur zum Aufladen, sondern auch als kostenloser Parkplatz genutzt werden.

Fünf Supercharger von Tesla

Fünf Supercharger von Tesla bei Nacht.

Shutterstock.com/Jag_Cz

Der viel beschäftigte Firmenchef Musk, dem knapp 6,5 Millionen User auf Twitter folgen, reagierte nur wenige Minuten später und antwortete, dass er das sich dem Problem annehmen wird. "Will take action", schrieb Musk auf Twitter.

Nun ist es schon beinahe überraschend, dass Musk, der neben Tesla auch noch die Raumfahrtfirma Space X und das Solarunternehmen Solar City leitet, auf einen scheinbar austauschbaren Tweet reagierte. Noch überraschender war das, was nur sechs Tage später folgte.

Elon Musk hatte bewiesen, dass er trotz aller Aufgaben seinen Gründerspirit und den Wunsch, Dinge zu verändern, nicht verloren hatte. Am 17. Dezember schrieben zahlreiche Medien darüber, dass Tesla nun eine Gebühr für Autos verlangt, die vollgetankt an Ladestationen stehen. Nach einer Karrenzzeit von fünf Minuten müssen die illegalen Parker 40 Cent für jede Minute zahlen, in der das Auto nicht abgeholt wurde.

Mit dieser kleinen, aber wirksamen Änderung ist es Elon Musk gelungen, ein nerviges Problem auf eine unkomplizierte Art und Weise zu lösen und damit auch noch Geld zu verdienen. Zudem hat er erneut bewiesen, dass er kein Unternehmenschef ist, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht.

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