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Drei Gründer bei der Planung

Jungunternehmen Die 8 häufigsten Fehler von Start-ups

shutterstock.com/Goodluz
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Rückschläge gehören zum Business dazu. Auch Start-ups im Digitalbereich können in den meisten Fällen ein Lied davon singen. Was sind die acht häufigsten Fehler bei Firmengründungen und wie lassen sie sich vermeiden?

Gerade im digitalen Sektor sprießen Start-ups derzeit wie die Pilze aus dem Boden. Am Anfang stehen dabei ein Plan sowie die Disziplin und der Wille, diesen umzusetzen. Richtig glamourös sind die wenigsten Firmengründungen. Im Gegenteil. Misserfolg, Rückschläge und Fehler sind an der Tagesordnung. Es ist längst nicht damit getan, nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Natürlich gehört auch viel Glück zu einer Firmengründung dazu. Viel wichtiger ist es aber, die vermeintlich offensichtlichen Gefahren zu kennen und diese zu vermeiden. Die neun häufigsten Fehler von Start-ups, erklärt Jayson DeMers, Gründer und CEO von AudienceBloom.

1.) Nicht genug Geld oder zu viel Geld investieren
It's all about the money: Natürlich ist Geld das beherrschende Themen bei Jungunternehmern. Grundsätzlich müssen auch Start-ups erst lernen, wie sich Geld verdienen lässt und dieses dabei gleichzeitig gespart werden kann. Zu den größten Fehlern gehören allerdings folgende Denkweisen: "Ich muss erst einmal viel Geld investieren, um Geld zu verdienen" und: "Ich investiere nur ganz wenig, so lange, bis ich ordentlich Gewinn mache." Beide Denkweisen können gefährlich werden. Das Geld, das Start-up zu Beginn zur Verfügung haben, sollte klug eingeteilt werden. Nicht gespart werden darf an qualifizierten Mitarbeitern und qualitativ hochwertigen Produkten. Das wird sich auch langfristig auszahlen.

2.) Glauben, es gäbe keine direkten Wettbewerber
In ganzen Trubel und in der Aufregung, die eine Firmengründung mit sich bringt, übersieht man leicht, dass keine Idee wirklich einzigartig ist. Wettbewerber gibt es immer, wenn auch in unterschiedlichen Feldern und Stärken. Es gilt, stets den Markt im Blick zu haben und sich von Anfang über seine USPs bewusst zu sein. Denn diese gilt es entsprechend zu verkaufen.

3.) Keine realistische Ziele setzen
Oftmals sind Gründer so von ihrer vermeintlich großartigen Idee überzeugt, dass sie keinen soliden Plan aufstellen. Es ist wichtig, stets realistisch zu denken und sich zwar ambitionierte, aber erreichbare Ziele zu setzen.

4.) Sich keine Gedanken übers Marketing machen
"If you build it, they will come.” Ein verbreiteter Gedanke bei Start-ups, der sich in der Realität leider oftmals als falsch herausstellt. Sie denken, ihre Idee sei so revolutionär, dass die Verbreitung von ganz alleine stattfindet, alleine durch kostenlose PR und Word-of-Mouth. Es sei nicht nötig, groß in Marketing zu investieren. Ein Irrglaube. SEO, Content Marketing und bezahlte Anzeigen sind heutzutage unverzichtbar .

5.) Zu geringe Margen haben
Eine gesunde Marge ist unerlässlich für den Erfolg. Fällt diese von Anfang an zu gering aus, kann sich das langfristig negativ auswirken. Kunden werden später nicht sonderlich erfreut sein, wenn das Unternehmen plötzlich die Preise enorm anziehen muss. Produktionskosten, Betriebskosten müssen von Anfang an im Blick sein, es muss klar sein, wie flexibel das Unternehmen agieren kann. Firmen müssen sich fragen, wie man diese Kosten künftig reduzieren kann. Falls das nicht der Fall ist, gilt es eine höhere Gewinnspanne festzusetzen, um die Kosten auszugleichen.

6.) Glauben, man kann alles alleine machen
Niemand kann bei einer Firmengründung alles alleine schaffen. So ist ein Burnout schnell vorprogrammiert und der Erfolg lässt ebenfalls auf sich warten. Es ist wichtig jemanden an seiner Seite zu haben, der Erfahrung und Know-how hat und einem hin und wieder zu einer objektiven Perspektive auf den Markt und das eigene Geschäftsmodell verhilft.

7.) Sich zu viele Gedanken machen
“Only those who dare to fail greatly can ever achieve greatly.”  Robert F. Kennedys Worte sollen klar machen: Auch wenn eine Neugründung viele Risiken birgt: Angst zu haben, bringt niemanden weiter. "Was wäre wenn?": Die Frage muss sich ein Start-up zwar stellen, sie darf aber auf keinen Fall beherrschend werden.

8.) Erst an das Produkt, dann an den Kunden denken
Beim Erstellen des Business-Models ist es essentiell, zuerst an den Kunden zu denken und dann erst an das eigentliche Produkt. Dieses muss aus User-Sicht gedacht sein, die Usability steht an erster Stelle. Viele Jungunternehmen sind so darauf fokussiert, Geld zu verdienen, dass sie den eigentlichen Schlüssel zum Erfolg leicht aus den Augen verlieren: Nämlich Kunden zu haben, die zufrieden und treu sind.

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