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Studie

Social Commerce wird immer beliebter

shutterstock.com/insta photos
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Eine aktuelle Studie von Greven Medien zeigt die steigende Attraktivität von Social Commerce. So könnten auf Social-Media-Plattformen auch Händler mit kleinem Budget kostengünstig einen eigenen Shop einrichten und dort ihre Produkte präsentieren und vertreiben.

Laut einer Umfrage von Greven Medien, einer auf lokales Marketing spezialisierten Agentur, hat knapp ein Drittel der Deutschen schon einmal über Social-Media-Kanäle eingekauft. Während der Corona-Krise wurde Social Commerce sogar von jedem zehnten Befragten genutzt. Dies könnte ein Anlass für kleine und mittelständische Unternehmen sein, die bisher noch nicht auf sozialen Medien aktiv sind, sich intensiver mit der Materie auseinanderzusetzen.

Corona macht Menschen zu Social Shoppern

Fast jeder zehnte Befragte, das heißt 9 Prozent, geben an, während der Corona-Krise das erste Mal oder verstärkt über Social Media geshoppt zu haben. Dabei fällt auf, dass besonders Männer in der Corona-Zeit geneigter waren, diesen Shopping-Kanal einmal auszuprobieren. 5 Prozent der Männer bezeichneten sich selbst als Erstkäufer, während es bei den Frauen nur 2 Prozent waren. "Der Trend, dass lokale Unternehmen Social Media-Kanäle als direkten Verkaufskanal nutzen, hat sich seit dem Corona-Jahr 2020 deutlich verstärkt", sagt Patrick Hünemohr, Geschäftsführer von Greven Medien.

"Sie müssen neue Verkaufsmöglichkeiten schaffen, um ihre Existenz zu sichern. Und Social Commerce über Instagram oder Facebook ist deutlich kostengünstiger als klassische Commerce-Kampagnen wie beispielsweise Google Shopping. Daher nutzen auch viele kleine und mittelständische Unternehmen diese Möglichkeit", erklärt er.

Facebook weiterhin an der Spitze

In Führung bei den beliebtesten Shopping-Plattformen liegt nach wie vor Facebook. Es erreicht einen Anteil von 16 Prozent der Deutschen, gefolgt von WhatsApp und Instagram (jeweils 12 Prozent), die beide auch zum Zuckerberg-Konzern gehören. Das Google-Videoportal YouTube wurde bereits von jedem zehnten Deutschen fürs Shopping genutzt, während Pinterest (3 Prozent) und Tiktok (2 Prozent) noch keine Präsenz auf dem E-Commerce-Markt aufbauen konnten.

Zwei Drittel der Deutschen haben indes noch nie Einkaufsangebote über Social Media genutzt (66 Prozent).

Beim Einkauf über Social Media sind die Geschmäcker der Geschlechter unterschiedlich: Während Frauen am meisten über Facebook (18 Prozent) und Instagram (13 Prozent) einkaufen, shoppen Männer überdurchschnittlich häufig über WhatsApp (14 Prozent) und YouTube (12  Prozent). Twitter und Snapchat sind noch ausbaufähig, was ihre Benutzung fürs Shoppen angeht. Nur 4 Prozent der Männer nutzt Twitter und nur 3 Prozent Snapchat. Für Frauen kommen beide Kanäle noch weniger in Frage. Bei beiden lag ihr Anteil bei einem Prozent.

Die repräsentative Online-Umfrage wurde von YouGov Deutschland für Greven Medien durchgeführt. Die Zahl der Befragten lag bei 2015 Personen, alle ab 18 Jahren. Die Umfrage wurde zwischen dem 6. und 9. November 2020 durchgeführt.

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