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Widerstand in New Delhi Uber-Website soll blockiert werden

Uber-Blog
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Nicht nur in Europa laufen Taxi-Zentralen Sturm gegen den Fahrdienst Uber. Auch in den indischen Metropolen wächst der Widerstand. In New Delhi stehen jetzt drastische Methoden zur Debatte.

Das Vorzeige-Projekt der Sharing Economy steht nicht nur in Europa in der Kritik: Überall auf der Welt setzen sich Taxi-Organisatoren gegen den ungeliebten Konkurrenten Uber zur Wehr. Und sind dabei in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Nach einem Bericht der indischen Wirtschaftszeitung "The Economic Times" (einer Unter-Ausgabe von "The Times of India") verhandelt derzeit das New Delhi Transport Department mit der indischen Zentralregierung über eine Sperrung der Uber-Website und der Uber-App im Netz. Geblockt werden sollen laut dem Bericht die entsprechenden IP-Adressen - was einem Aus von Uber auf dem indischen Subkontionent gleich käme.

Anlass für die Sperr-Pläne ist ein Verbot von Uber in New Delhi, das im Dezember 2014 ausgesprochen wurde. Zuvor waren Vorwürfe gegen einen Uber-Fahrer erhoben worden, der einen weiblichen Fahrgast vergewaltigt haben soll. Nach diesem Vorfall hatten die Behörden ihre Vorschrifen für Funktaxis geändert und Uber sowie seinen Konkurrenten OlaCabs dazu aufgefordert, eine Taxilizenz zu beantragen. Während OlaCabs dieser Anordnung nachkam, hat sich das Start-Up aus Kalifornien bislang geweigert: Uber sieht sich nicht als Taxidienst, sondern als Technologieanbieter.

Uber bietet seinen Fahrvermittlungsdienst in zehn indischen Städten an, nach Angaben der "Economic Times" hat das Unternehmen mehr als 10.000 Fahrer unter Vertrag. Eine Internet-Sperre in Indien - dem wohl erst ein Gerichtsbeschluss voran gehen müsste - wäre ein schwerer Schlag für Uber: Das Start-Up sieht im indischen Subkontinent seinen wichtigsten Wachstumsmarkt außerhalb der USA.

Im Uber-Heimatland Amerika läuft es für das Unternehmen derzeit auch nicht völlig rund. Zwar hat der Bundesstaat Kalifornien vor einiger Zeit seine Gesetzgebung Sharing-Economy-freundlich gestaltet, dafür formieren sich derzeit Uber-Fahrer zu einer Sammelklage. Sie fordern eine Festanstellung.

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