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Inkubator Schwacher Börsenstart für Rocket Internet

Sieht großes Potenzial jenseits der USA und China: Oliver Samwer

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Sieht großes Potenzial jenseits der USA und China: Oliver Samwer

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Eine Woche früher als ursprünglich geplant wird der Inkubator Rocket Internet an der Frankfurter Börse gehandelt. Die Aktie startete mit dem Ausgabepreis von 42,50 Euro - und sackte anschließend ab.

Gestern war Zalando der größte deutsche Börsengang des Jahres, heute ist es Rocket Internet. Die Aktie wurde mit einem Preis von 42,50 Euro ausgegeben, also am oberen Ende der Preisspanne von 35,50 Euro bis 42,50 Euro. Der IPO brachte dem weltweit agierenden Inkubator 1,6 Milliarden Euro ein. Ursprünglich hatte Rocket Internet mit 750 Millionen Euro gerechnet.

Der Inkubator wird somit mit rund 6,7 Milliarden Euro bewertet, knapp 15 Prozent des Unternehmens sind damit börsennotiert.

Die Alteigentümer - die Samwer Brüder Alexander, Marc und Oliver mit ihrem Global Founders Fund, ebenfalls beteiligt sind Investment AB Kinnevik, Philippine Long Distance Telephone Company, Access Industries, United Internet und Holtzbrinck Ventures (siehe Grafik) - halten ihre Anteile.

Die Eigentümerstruktur vor dem Börsengang

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"Wir sind überzeugt, dass Rocket eine einmalige Chance hat, am Wachstum des Internethandels in Schwellenländern teilzuhaben", hatte Gründer und Vorstandsvorsitzender Oliver Samwer im Vorfeld des Börsengangs gesagt. "Mit unserer operativen Plattform entwickeln und skalieren wir die Marktführer von morgen. Dabei machen wir bewährte E-Commerce-Geschäftsmodelle für mehr als 75 Prozent der Weltbevölkerung und circa 75 Prozent aller mobilen Endgerätnutzer zugänglich, die außerhalb der USA und Chinas leben."

Die Holding, die sich selbst als größten Inkubator der Welt bezeichnet, betreibt derzeit 66 Konsumgütermarken und ist mit mehr als 20.000 Angestellten in mehr als hundert Ländern aktiv. Rocket Internet hat unter anderem Zalando gegründet, das gestern an die Börse ging.

Zalando wurde im Rahmen des IPO mit rund 5,35 Milliarden Euro bewertet, der Börsengang brachte dem Unternehmen 605 Millionen Euro ein. Rund 11,3 Prozent der Anteile werden damit an der Börse gehandelt. Das Angebot war mehr als zehnfach überzeichnet, der Ausgabepreis lang bei 21,50 Euro.

Alle Rekorde hat der Börsengang von Alibaba am 19. September 2014 gebrochen - mit einem Volumen von 25 Milliarden US-Dollar war es der größte IPO aller Zeiten.

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