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Start-up-Fabrik Rocket Internet verkauft indische Mode-Webseite Jabong

shutterstock.com/Gapchuk Lesia
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Rocket Internet verkauft sein indisches Mode-Geschäft an den lokalen Amazon-Rivalen Flipkart. Die Firma Jabong gehörte bisher zur Global Fashion Group.

Das indische Mode-Geschäft der Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet wird für 70 Millionen US-Dollar (rund 64 Millionen Euro) an den lokalen Amazon-Rivalen Flipkart verkauft. Die Firma Jabong gehörte bisher zur Global Fashion Group, bei der der schwedische Rocket-Großaktionär Kinnevik die Mehrheit hält.

In den zwölf Monaten bis Ende März dieses Jahres machte Jabong einen bereinigten operativen Verlust von 56 Millionen Euro bei einem Umsatz von 126 Millionen Euro, hieß es am Dienstag. Das war gut ein Fünftel der operativen Verluste der gesamten Global Fashion Group in diesem Zeitraum bei 13 Prozent der Erlöse. Zur Gruppe gehören damit noch fünf Firmen: Lamoda in Russland, Dafiti in Lateinamerika, Namshi im Mittleren Osten, The Iconic in Australien und Neuseeland sowie Zalora in Südostasien.

Rocket und Kinnevik hatten die Bewertung der Global Fashion Group in Finanzierungsrunden von drei auf eine Milliarde Euro gekappt. Rocket hielt an ihr zuletzt noch 20,4 Prozent.

Flipkart steht in Indien in scharfem Wettbewerb mit dem weltgrößten Online-Händler Amazon, der Milliarden in den Ausbau des Geschäfts in dem Land investiert.

So richtig gut läuft es derzeit nicht für Rocket Internet. Der Aktienkurs der Start-up-Fabrik ist seit dem Börsengang im Oktober 2014 um mehr als die Hälfte gesunken - vom Ausgabepreis 42,50 Euro auf aktuell etwa  19 Euro. Das vergangene Jahr hatte das Samwer-Unternehmen mit einem Verlust von fast 200 Millionen Euro abgeschlossen.

Zuletzt hatte sich Rocket Internet im Juli 2015 über eine Wandelanleihe 550 Millionen Euro frisches Kapital besorgt. Im Januar 2016 sammelte das Unternehmen mit der Beteiligung an einem Wachstumskapitalfonds mehr als 420 Millionen US-Dollar ein.

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