INTERNET WORLD Business Logo Abo
Rocket Internet Logo

Geschäftsjahr 2015 Rocket Internet macht 2015 fast 200 Millionen Euro Verlust

Shutterstock.com/360b
Shutterstock.com/360b

Rocket Internet hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegt. Für dieses Jahr verzeichnet die Start-up-Schmiede rund 200 Millionen Euro Verlust. Allerdings soll der Höhepunkt der Verluste überschritten sein.

Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von fast 200 Millionen Euro abgeschlossen. Grund für das Minus von 197,8 Millionen Euro seien vor allem die anteiligen Verluste der Beteiligungen gewesen, erklärte Rocket Internet am Donnerstag. Außerdem sei weniger Geld durch Verkäufe oder Börsengänge hereingekommen.

Im Jahr davor hatte die Holding noch 428,8 Millionen Euro verdient. Der Umsatz blieb praktisch unverändert bei gut 128 Millionen Euro - bei der Dachgesellschaft werden aber nur die Beteiligungen an zahlreichen Internet-Firmen verwaltet.

Allerdings setzt die Start-up-Schmiede sein starkes Umsatzwachstum der wesentlichen Unternehmen mit durchschnittlich 69,4 Prozent in 2015 fort. Insbesondere bei Foodpanda und HelloFresh war das Netto-Umsatzwachstum mit jeweils 373 Prozent und 338 Prozent verhältnismäßig hoch. Laut Oliver Samwer bleibe es das Ziel, im Jahr 2017 drei Rocket-Beteiligungen aus der Verlustzone zu bringen.

Derzeit machen aber alle Jungfirmen, an denen Rocket Internet beteiligt ist, wie der Kochbox-Anbieter HelloFresh, der Essenslieferdienst Delivery Hero und die Möbelhändler Westwing und Home24, Verluste. Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer sagte am Donnerstag aber, im vergangenen Jahr sei der Höhepunkt der Verluste überschritten worden und die Ertragslage werde sich in diesem Jahr deutlich verbessern.

Hierzu könnte auch die kürzlich getätigte Veräußerung der Lazada Anteile in Höhe von 9,1 Prozent an Alibaba für 137 Millionen US-Dollar beitragen.

Für 2016 kündigte, wie Gründerszene berichtet, Rocket-CFO Peter Kimpel "acht bis zehn neue Unternehmen" an. Die Mittel dafür sind vorhanden: Der Start-up-Inkubator verfügte Ende 2015 über eine Cash-Position von 1,8 Milliarden Euro.

Zwei der Neugründungen wurden in den letzten Tagen bereits bekannt: das Campingplatz-Portal Campday und der Musikinstrumenten-Marktplatz Bandist.

Im Januar dieses Jahres sammelte Rocket Internet mit der Beteiligung an einem Wachstumskapitalfonds mehr als 420 Millionen US-Dollar ein. Die Beteiligung sollte mehr Spielraum für Investitionen verschaffen.

Das könnte Sie auch interessieren