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Beteiligungsgesellschaft Kinnevik verkauft Rocket-Internet-Anteile

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Das wars: Der Großaktionär Kinnevik aus Schweden veräußert seine kompletten Anteile an Rocket Internet. Kinnevik hat alle seine Rocket-Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Der Kurs der Aktie sank daraufhin um fast fünf Prozent ab.

Ein Paukenschlag kommt selten allein: Der schwedische Großaktionär Kinnevik steigt endgültig bei der Berliner Start-up-Schmiede Rocket Internet aus. Wie Kinnevik bekanntgab, wird die Beteiligungsgesellschaft 10,9 Millionen Rocket-Aktien bei institutionellen Investoren platzieren. Dies entspricht dem kompletten Aktienpaket von zuletzt 6,6 Prozent. Dem Kurs der Rocket-Internet-Aktie bekam die Neuigkeit nicht gut. Er rutschte zuletzt um fast fünf Prozent ab.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte der schwedische Anteilseigner 50 Prozent seiner Anteile an dem Start-up-Inkubator durch die Investmentbank Bank of America Merrill Lynch platzieren lassen und mit Gewinn versilbert. Die Geschäftsmodelle seien sich immer ähnlicher, weil Rocket nicht mehr in nur ganz junge, sondern inzwischen auch in größere Firmen investiere, hatte Kinnevik-Interimschef Joakim Andersson gesagt.

Spannungen zwischen Kinnevik und Rocket Internet

Bereits seit Anfang 2016 kamen vermehrt Gerüchte auf, dass es zwischen der schwedischen Beteiligungsgesellschaft und Rocket Internet Spannungen gibt. Konkret sollten sich die Unternehmen uneinig über die strategische Ausrichtung der Start-up-Schmiede gewesen sein. Im Juni vergangenen Jahres gab Kinnevik sogar seine beiden Plätze im Aufsichtsrat von Rocket Internet auf.

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