INTERNET WORLD Business Logo Abo
Model

Online-Fashion-Unternehmen

Global Fashion Group: Finanzierungsrunde über 300 Millionen Euro

shutterstock.com/Nadya Korobkova
shutterstock.com/Nadya Korobkova

Rocket Internet und andere Gesellschafter haben der Global Fashion Group eine Finanzierung von mindestens 300 Millionen Euro zugesagt. Das Geld ist nötig, um das schwächelnde Geschäft weiter auf Kurs halten zu können.

Geldregen für die Global Fashion Group (GFG): Das Online-Fashion-Unternehmen hat eine Finanzierungszusage von mindestens 300 Millionen Euro erhalten. Das Kapital kommt von Rocket Internet und anderen bestehenden Gesellschaftern, darunter Kinnevik. Im Rahmen der Transaktion will Rocket Internet eine Finanzierungszusage über bis zu 100 Millionen Euro abgegeben.

Was nach viel klingt, ist tatsächlich nicht ganz so euphorisch zu bewerten: Beide Investoren - Kinnevik und Rocket - schraubten bei der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen die Bewertung ihrer GFG-Anteile deutlich nach unten. So schwächte der schwedische Investor den Wert seines Anteil um 38 Prozent oder etwa 163 Millionen Euro auf 275 Millionen Euro ab. Rocket bewertet das Unternehmen nun nur noch mit einer Milliarde Euro - statt mit rund drei Milliarden Euro.

Die GFG selbst lässt sich davon nichts anmerken: "Die Finanzierungsrunde sichert GFG das notwendige Kapital, um unsere Strategie, den führenden Online-Modehändler in wesentlichen Schwellenländern aufzubauen, weiter zu verfolgen", so Romain Voog, Vorstandsvorsitzender der GFG weiter optimistisch.

Das neue Geld soll die GFG also nun weiter auf Kurs halten. Das ist auch nötig: 2015 erwirtschaftete die Fashion-Gruppe bei 930 Millionen Euro Umsatz einen operativen Verlust (Ebitda) von 275 Millionen Euro.

Aus fünf mach eins

Die Global Fashion Group wurde 2014 als Zusammenschluss der fünf größten Zalando-Varianten in Wachstumsländern vom Berliner Company Builder Rocket Internet und seinem Haus- und Hoffinanzierer Investment AB Kinnevik gegründet. GFG ist mit sechs regionalen Marken präsent, Dafiti in Lateinamerika, Lamoda in Russland und GUS, Namshi im Nahen Osten, The Iconic in Australien, Jabong in Indien und Zalora in Südostasien. Chef ist der Ex-Amazon-Manager Romain Voog.

Im April 2015 gab es bereits in einer Finanzierungsrunde 28 Millionen Euro von den schon bisher engagierten Investoren Tengelmann Ventures und Verlinvest. Im Juli folgte die nächste Finanzspritze: Rocket Internet und Kinnevik beteiligten sich mit insgesamt 150 Millionen Euro an der GFG. Damals hielten die Samwer-Brüder 24,2 Prozent an GFG (21,9 Prozent direkt, 2,3 Prozent indirekt durch Dafiti).

Das könnte Sie auch interessieren