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Nach Börsengang: Rocket Internet kämpft mit Problemen

Vor einem halben Jahr ging Rocket Internet an die Börse. Nun scheint es einige Probleme zu geben, das Unternehmen hat offenbar seine Beteiligungen an den Plattformen Lendico und Zencap reduziert.

Im Oktober 2014 ging Rocket Internet an die Börse. Ein halbes Jahr später scheint der Inkubator an mehreren Fronten mit Schwierigkeiten zu kämpfen, berichtet der "Spiegel". Mehrere Investments haben sich demnach als wenig erfolgreich erwiesen. Das Unternehmen hat seine Beteiligungen an den Kreditplattformen Lendico und Zencap beispielsweise laut Spiegel-Informationen reduziert.

Ein weiteres Sorgenkind ist Delivery-Hero: Trotz millionenschwerem Investment hat Rocket Internet keinen strategischen Einfluss bei der Lieferservice-Plattform erlangt. Niemand aus der Unternehmensspitze sitzt im Aufsichtsrat von Delivery Hero, obwohl der Konzern 39 Prozent der Firmenanteile hält. Delivery-Hero-Gründer Niklas Östberg spricht laut "Spiegel" von "Interessenkonflikten".

Finanzierungsrunden für Lendico und foodpanda

Allen Spekulationen zum Trotz konnte Lendico zuletzt eine Finanzierungsrunde über 20 Millionen Euro abschließen. Mit dem Kapital will der Kreditmarktplatz sein internationales Angebot für Privat- und Unternehmenskredite vorantreiben sowie in Technologie und die Entwicklung des Teams investieren. Neben einem neuen Investor beteiligen sich mit Rocket Internet, Access Industries und HV Holtzbrinck Ventures auch bestehende Investoren an der Runde.

Neues Geld gab es auch für foodpanda. Die Lieferdienst-Plattform hat in einer von Goldman Sachs geleiteten Finanzierungsrunde 100 Millionen US-Dollar erhalten.

Außer an HelloFresh und Foodpanda ist Rocket Internet auch an dem regionalen Lebensmittelmarktplatz Bonativo.de, an dem Lebensmittellieferservice Shopwings und dem Essenslieferanten Eatfirst beteiligt.

Zuletzt hat Rocket Internet die Wellness-Plattform Somuchmore übernommen. Im Monatsabo können User sich dort in Sachen Yoga, Pilates und Co weiterbilden.

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