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Viertes Quartal Shop Apotheke kehrt auf Wachstumskurs zurück

Shop Apotheke
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Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke ist im Schlussquartal dank gut laufender Geschäfte in allen Segmenten wieder gewachsen. Der Umsatz stieg zum Vorjahreszeitraum um knapp 9 Prozent auf rund 288 Millionen Euro.

Trotz der aufgeschobenen Einführung des E-Rezepts ist der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke  im vierten Quartal wieder gewachsen. Laut vorläufiger Zahlen wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent auf knapp 288 Millionen Euro, wie das SDax Unternehmen am Dienstag im niederländischen Sevenum mitteilte. Im dritten Quartal war der Umsatz noch minimal zurückgegangen. Zu Gewinn und Ausblick äußerte sich das Unternehmen zunächst nicht.

An der Börse legte die Aktie der Shop Apotheke zu Beginn des Handelstages zu, gab ihre Gewinne zwischenzeitlich wieder ab und drehte dann wieder klar zurück ins Plus. Zuletzt notierte das Papier rund 1,8 Prozent höher.

Kundenwachstum

Den Angaben zufolge erzielte Shop Apotheke einen Jahresumsatz von 1,06 Milliarden Euro, ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit traf das Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten knapp. Shop Apotheke selbst hatte im Herbst die Umsatzprognose gesenkt und für 2021 rund 10 Prozent Wachstum in Aussicht gestellt. Im Jahresverlauf gewann Shop Apotheke zudem 1,6 Millionen aktive Kundinnen und Kunden hinzu, eine halbe Million davon entfiel auf das vierte Quartal.

Das umsatzstärkste Segment DACH, das das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasst, wuchs 2021 auf 847 Millionen Euro. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Kräftiger gestiegen ist der Umsatz im kleineren Segment International, in dem die Länder Frankreich, Belgien, Italien und die Niederlande gebündelt sind. Hier stieg der Umsatz 2021 um knapp 40 Prozent auf 213 Millionen Euro.

Engpässe in der Logistik

Shop Apotheke kämpfte im vergangenen Jahr zeitweise mit Engpässen in der Logistik und musste deshalb seine Aufträge herunterfahren. Im November senkte das Unternehmen deshalb seine Jahresprognose und stellte ein negatives operatives Ergebnis in Aussicht. Wie andere Online-Arzneimittelhändler geriet Shop Apotheke Ende des Jahres unter Druck, nachdem das Bundesgesundheitsministerium die flächendeckende Einführung des E-Rezepts verschoben hatte. Ursprünglich war diese für den Jahreswechsel vorgesehen.

Seither brach der Aktienkurs von Shop Apotheke um rund ein Viertel ein. Das Problem der Aktie sei ein "Nachrichten-Vakuum" zu Deadlines und weiteren Angaben zur Einführung des E-Rezepts, schrieb Analyst Alexander Thiel vom Investmenthaus Jefferies in einer ersten Reaktion. Erste Hinweise deuteten auf ein neues Startdatum am 1. Juli hin.

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