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Lieferdienst Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway rechnet mit operativem Jahresverlust

shutterstock.com/igor moskalenko
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Auch aufgrund der Übernahme des US-Lieferdienstes Grubhub rechnet die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway auf Jahressicht mit einem operativen Verlust. Trotzdem konnten die Bestellungen im zweiten Quartal gesteigert werden, darunter vor allem Marketplace-Bestellungen.

Trotz weiter steigender Bestellzahlen rechnet die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway auf Jahressicht mit einem operativen Verlust. Die Marge des operativen Ergebnisses (bereinigtes Ebitda) gemessen am Bruttotransaktionswert (Gross Transaction Value, GTV) solle 2021 bei minus 1 bis minus 1,5 Prozent liegen, teilte das Unternehmen in Amsterdam mit.

Das liege unter anderem an der Übernahme des US-Lieferdienstes Grubhub. Just Eat Takeaway wolle weiter in Wachstum investieren, der Gewinn von Marktanteilen sei wichtiger als das bereinigte operative Ergebnis. Den Bruttotransaktionswert des Gesamtjahres erwartet der Vorstand bei 28 bis 30 Milliarden Euro - eine Vergleichszahl für 2020 gibt es nicht.

Marketplace-Bestellungen

Aus eigener Kraft stieg die Zahl aller Bestellungen in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 212,4 Millionen.

Sogenannte Marketplace-Bestellungen machen nach wie vor den Löwenanteil aller Orders aus. Dabei vermittelt Just Eat Takeaway zwischen Kunden und Restaurant und streicht dafür eine Provision ein.

Bestellungen, die von Just Eat Takeaway selbst ausgeliefert werden, legten ohne das US-Segment dagegen im zweiten Quartal um 131 Prozent auf 79,5 Millionen zu. Rechnet man die Grubhub-Übernahme hinzu, liegt das Wachstum spürbar unter den genannten Zahlen. Und auch im Vergleich zum Vorquartal lässt das Tempo etwas nach.

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