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Rewe-Fahne

Vollautomatisierter Shop "Rewe ready": Retailer testet Smart Store in einem Schnellladepark für E-Autos

Shutterstock / nitpicker
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Rewe testet in einem Schnellladepark für E-Autos sein erstes vollautomatisches Store-Konzept. Über 200 Produkten sind verfügbar, Käufer*innen bezahlen bargeldlos und erhalten die Ware über ein Förderband. Das Feedback der Kund*innen entscheidet nun, wie es weitergeht.

Der Lebensmittelhändler Rewe hat gemeinsam mit dem Energieversorger EnBW ("Energie Baden-Württemberg") einen vollautomatisierten Shop in einem Schnellladepark des Energieunternehmens an der A7 im niedersächsischen Bispingen eröffnet. Das Angebot richtet sich somit an E-Autofahrer*innen und ist rund um die Uhr verfügbar. Das Projekt ist derzeit in der Testphase; ob weitere Standorte hinzukommen, wird nun das Feedback der Verbraucher*innen entscheiden.

Über das sogenannten "Hypernetz" der EnBW werden E‐Autos - je nach technischer Ausstattung - in zwanzig Minuten für die nächste Fahrt von bis zu 400 Kilometer Reichweite geladen. Zeit genug, um einen schnellen Einkauf zu tätigen. Um ein besonders schnelles und kontaktloses Shoppingerlebnis zu bieten, ist "Rewe ready" vollautomatisch.

So funktioniert der Smart Store

Die Verbraucher*innen wählen aus derzeit 230 verfügbaren Produkten an einem Terminal aus. Dabei bedienen sie ein Touch-Display. Der Einkauf wird bargeldlos bezahlt und über ein Förderband zu den Käufer*innen transportiert. Der Container ist etwa 36 qm groß; der Shop-Aufbau würde eine noch größere Produktpalette von etwa 500 verschiedenen Artikeln ermöglichen.

Die Produkte sind größtenteils für den Sofortverzehr gedacht. Getreu dem "To Go"-Konzept werden Joghurt, Eis und gekühlten Getränke im Smart Store angeboten; als Snacks für zwischendurch. Weitere Produkte sind für den täglichen Bedarf bestimmt, wie etwa Brotaufstrich, Nudeln und Tiefkühlpizza.

Rewe ready

Rewe

Die technische Abwicklung

Das Pilotprojekt wird durch Rewes Tochterfirma Lekkerland verantwortet und gesteuert. Die eingesetzte Shop‐Technologie stammt von dem Automationsunternehmen Latebird aus Paderborn.

Wie Stores and Shops berichtet, liegt die Vereinfachung und Beschleunigung von Einkäufen im Trend: "Die Nachfrage der Konsument*innen nach einfachen, schnellen, digitalen Möglichkeiten, sich unterwegs mit Snacks, Getränken und anderen Produkten zu versorgen, ist in jüngster Zeit deutlich gewachsen", erklärt Michael Mayer-Sonnenburg, Director Franchise & Convenience Stores bei Lekkerland. "Vor diesem Hintergrund sehen wir spannende Wachstumschancen im Bereich voll- und teilautomatisierter Shoplösungen."

Rewe digitalisiert sein Angebot immer weiter. Zuletzt hatte der Lebensmittelhändler die gedruckten Werbe-Handzettel abgeschafft. Ab sofort sind die Angebotszettel nur noch digital per WhatsApp verfügbar.

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