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Karthik Harith

Franchise-Konzept Warum Getir stationäre Tante-Emma-Läden zu Partnern machen will

Karthik Harith, General Manager von Getir

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Karthik Harith, General Manager von Getir

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Getir trotzt der Branchenkrise und setzt auf Expansion: Über ein Franchise-Konzept will der Lebensmittellieferdienst stationäre Tante-Emma-Läden zu Partnern machen und so den "Lebensmittelladen fürs digitale Zeitalter" schaffen. Das Projekt startet in Berlin.

Wie so viele E-Commerce-Player müssen auch die Online-Lebensmittellieferdienste momentan eine unsanfte Landung auf dem Boden der Tatsachen verkraften. Die derzeitige Lage - Inflation, steigende Preise, knappe Budgets - sorgt dafür, dass sich der Hype um Gorillas, Flink oder Getir seit einigen Monaten abkühlt. Die Anbieter geraten ins Straucheln, keiner der aggressiv wachsenden Firmen ist bislang profitabel. Gorillas musste zuletzt Stellen abbauen. Einige Anbieter versuchen es dennoch mit Expansion. So ist erst jüngst in Berlin der Online-Asia-Supermarkt Gotiger gestartet, der in der Nische sein Glück sucht. Getir indes will nun mit einem Franchise-Konzept stationäre Tante-Emma-Läden zu Partnern machen.

Auch hier ist Berlin der Ort der Wahl, im Herbst soll es losgehen. Geitr will Nahversorgung neu denken und "den Lebensmittelladen fürs digitale Zeitalter" bauen. "Der Laden um die Ecke wird bei der Versorgung der Bevölkerung in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle spielen. Genau das werden unsere Franchise-Stores bieten: attraktive Produkte, eine exzellente App, kurze Lieferzeiten, und am Counter steht der Eigentümer des Ladens, der selbst im Viertel wohnt", erklärt dazu Karthik Harith, General Manager von Getir.

Türkei, Großbritannien und Frankreich

Das Modell selbst ist erprobt und in einigen Märkten bereits getestet worden. 2016 eröffnete in Istanbul der erste Franchise-Store von Getir. Heute wird der Großteil der Stores von Getir in der Türkei im Franchise-Modell betrieben. Im September 2021 öffnete in Großbritannien der erste Franchise-Store von Getir, heute sind es auf der Insel bereits die Hälfte aller Stores. Zuletzt hatte Getir angekündigt, auch in Frankreich das Modell auszurollen.

Harith ist die lokale Verwurzelung der Stores sehr wichtig. Man will daher jedem Franchisee erlauben, nur eine Handvoll Läden zu betreiben. "Wir wollen, dass er oder sie selbst am Counter steht und sich um die Kundenbestellungen kümmert."

Um die Franchisees zu locken, gibt es zusätzlich zur Grundvergütung pro Auftrag Leistungen für gutes Management. Die wichtigsten Kriterien seien: Kundenzufriedenheit, kurze Lieferzeiten und nachbarschaftsfreundliches Management wie beispielsweise leise und sichere Anlieferung und Müllentsorgung.

Neben Berlin bietet Getir auch in Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, Köln, München und Nürnberg seinen Service an. Auch in diesen Städten sollen Franchise-Stores folgen.

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