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Weihnachts-Shopping

bevh-Erhebung Weihnachtsgeschäft im Online-Handel deutlich über Vorjahr

shutterstock.com/Shyntartanya
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Vom 1. Oktober bis 29. November 2020 haben Konsumenten für insgesamt 17,4 Milliarden Euro Waren online bestellt. Das sind 17,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019. Kunden kauften vor allem Kleidung im Web. Immer beliebter wird auch das D2C-Geschäft.

Während der stationäre Handel über ein bislang unbefriedigendes Weihnachtsgeschäft klagt, können Online-Händler laut einer aktuellen bevh-Erhebung zufrieden sein: Vom 1. Oktober bis 29. November 2020 haben Verbraucher für insgesamt 17,4 Milliarden Euro Waren im E-Commerce bestellt. Dies sind 17,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019 (148 Milliarden Euro).

Damals war nur der "Black Friday" im Erhebungszeitraum enthalten, in diesem Jahr sind auch noch Samstag und Sonntag, nicht aber der "Cyber Monday" berücksichtigt. Das durchschnittliche Wachstum in den vergangenen Jahren lag in den ersten neun Wochen des Weihnachtsquartals stets bei gut 11 Prozent.

80 Milliarden-Euro-Marke

Kumuliert hat der E-Commerce mit Waren seit Jahresbeginn damit ein Wachstum von 12,2 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro erreicht (Januar bis Ende November 2019: 65,5 Milliarden Euro). Trotz der Delle im ersten Quartal wird der E-Commerce-Umsatz allein mit Waren nach Einschätzung des bevh in 2020 die 80 Milliarden-Euro-Marke überschreiten.

"Wir sehen - aufgrund der seit April merklichen 'Katalysator-Wirkung' der Corona-Krise wenig überraschend - auch eine deutliche Verschiebung der Weihnachtseinkäufe ins Internet. Angesichts eines Weihnachtsgeschäfts, das im gesamten Einzelhandel wieder mehr als 100 Milliarden Euro erreichen dürfte, könnte der E-Commerce dabei mehr als jeden fünften Euro einbringen. Obwohl die Deutschen weiterhin den größten Teil der Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten erledigen, erfordert diese Veränderung des Kundenverhaltens völlig neue Einzelhandelskonzepte", erklärt Martin Groß-Albenhausen, Stv. Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh).

Bekleidung läuft besonders gut - ebenso wie D2C

Insbesondere Bekleidung wurde online in diesem Jahr mit einem Plus um 20,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro deutlich mehr bestellt. Auffällig war dem bevh zufolge zudem der große Zuspruch für Hersteller, die direkt an Kunden verkaufen (D2C).

Dieser Versendertypus konnte seine Umsätze um 31,6 Prozent steigern. Allerdings macht dieser Bereich mit einem Umsatz von 336 Millionen Euro (2019: 256 Millionen Euro) nur einen sehr kleinen Teil des gesamten E-Commerce-Volumens aus.

Den größten Anteil der E-Commerce-Umsätze vereinten im anlaufenden Weihnachtsgeschäft die vielen auf den Online-Marktplätzen tätigen Händler auf sich. Online-Marktplätze insgesamt erreichten mit einem Wachstum um 22 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro (2019: 6,6 Milliarden Euro) einen Marktanteil von 46,6 Prozent.

Weniger gut lief es bei elektronischen Dienstleistungen. Sie verloren vom 1. Oktober bis 29. November 2020 noch einmal 48,5 Prozent an Umsatz und erreichten 1,8 Milliarden Euro (Vergleichszeitraum 2019: 3,5 Milliarden Euro).

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