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Kleiner Einkaufwagen mit Paketen und Laptop

Handelsprognose Verkaufsvolumen im US-E-Commerce knackt erstmals Billion-Grenze

Shutterstock / Fevziie
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Rekordwerte - aber verlangsamtes Wachstum: Das US-Handelsministerium meldet ein E-Commerce-Verkaufsvolumen von 1,02 Billionen US-Dollar. Erstmals seit 2009 jedoch wird für das laufende Jahr ein einstelliges Wachstum vorausgesagt.

Erstmals hat das Volumen der E-Commerce-Verkäufe in den USA die Grenze von einer Billion US-Dollar überschritten. Das Handelsministerium meldete Verkaufszahlen von 1,02 Billionen US-Dollar; ein Wert, der nach Prognosen von Wirtschaftsexperten erst für 2024 erwartet wurde, wie Marketplace Pulse meldete.

Trotz aller Rekorde hat sich das Wachstum in den USA verlangsamt: Zum ersten Mal seit 2009 wird für 2022 ein einstelliges Wachstum von neun Prozent vorausgesagt. Vor allem das Wachstum in Q4 werde sich verlangsamen, auch wenn der E-Commerce in den USA in Q3 erstmals seit dem Q2 2021 mit 10,8 Prozent noch zweistellige Wachstumsraten erreichte.

Die Wachstumszahlen sind aus einem Vergleich mit dem historischen Boom der Pandemie-Jahre 2020 und 2021 entstanden und daher im Kontext zu betrachten. Die Corona-Pandemie hat eine sozio-ökonomische Ausnahmesituation geschaffen, die viele Experten in dieser Form für einmalig halten. Dennoch: Der Onlinehandel bleibt weiterhin auf Erfolgskurs und hat sich längst als fester Bestandteil des Einkaufsverhaltens der Verbraucher etabliert.

E-Commerce übertrifft Prognosen der letzten Jahre

Die Ausgaben der Verbraucher sind in den USA um 25 Prozent höher als in Prognosen der letzten Jahre angekündigt. Wäre es nicht zu einer Pandemie gekommen und hätte der Onlinehandel nicht ein Wachstum erlebt, wie es von Experten erwartet wurde (zwischen 14 und 15 Prozent jährlich), läge das Volumen heute bei 815 Milliarden US-Dollar. Das wären 200 Milliarden US-Dollar weniger als aktuell vermeldet.

Es gibt eine weitere Überraschung: Der gesamte Einzelhandel hat ein höheres Wachstum erzielt als der Online-Einzelhandel. In Q3 verbuchte der Gesamt-Einzelhandel in den USA sieben Milliarden US-Dollar Verkäufe. Der Anteil des E-Commerce ist dabei trotz Wachstum nur unwesentlich höher als vor der Pandemie. Im letzten Quartal (Q3) kamen 14,1 Prozent der Erlöse im Einzelhandel online zustande.

Verkäufe aus den Kategorien Gastronomie, Automobile und Kraftstoffe wurden dabei nicht berücksichtigt, da sie für gewöhnlich nicht mit dem Onlinehandel konkurrieren. Die Erlöse in diesen Bereichen machen insgesamt 21 Prozent des Einzelhandels aus.

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