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Bilanz Umsatzschub im deutschen Einzelhandel - Dämpfer im Online-Handel

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Der deutsche Einzelhandel hat im November überraschend stark abgeschnitten. Der Online-Handel musste trotz Rabatt-Aktionen wie "Black Friday" und "Cyber Monday" dagegen einen Umsatzdämpfer von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat hinnehmen.

Der deutsche Einzelhandel konnte im November überraschend ein Plus verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat legten die Umsätze real (preisbereingt) um 0,6 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Erlöse um 0,3 Prozent gerechnet.

Außerdem war die Umsatzentwicklung im Vormonat besser als bisher bekannt. Das Bundesamt revidierte die Daten für Oktober nach oben. Demnach habe es im Monatsvergleich einen Anstieg um 0,5 Prozent gegeben, nachdem zuvor ein Rückgang um 0,3 Prozent gemeldet worden war. Der Umsatz im November liegt mittlerweile um 5,9 Prozent über dem Vorkrisenmonat von Februar 2020.

Umsatzdämpfer für den Online-Handel

Allerdings verzeichnete der Online-Handel trotz Rabatt-Aktionen wie "Black Friday" und "Cyber Monday" im November einen Umsatzdämpfer von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Die Umsätze liegen im Internet- und Versandhandel mit einem Plus von 30,3 Prozent aber weiterhin deutlich über dem Niveau vom Februar 2020.

Experten des britischen Analysehauses Pantheon Macroeconomics wiesen darauf hin, dass die Umsätze im Onlinehandel seit Mai um elf Prozent gesunken seien. Zu diesem Zeitpunkt seien die Geschäfte im stationären Einzelhandel wieder geöffnet worden.

Im Gesamtjahr hat der deutsche Einzelhandel im Corona-Jahr 2021 trotz der Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie einen Rekordumsatz erzielt. Nach Schätzungen von Destatis erzielte der Einzelhandel real 0,6 Prozent bis 1,2 Prozent mehr Umsatz als im bislang umsatzstärksten Jahr 2020.

Die Ergebnisse der Monate Januar bis November 2021 deuteten allerdings darauf hin, dass Teile des stationären Einzelhandels, etwa mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, auch im zweiten Corona-Jahr Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, erläuterte die Wiesbadener Behörde.

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