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Flutkatastrophe So hilft die Branche den vom Hochwasser betroffenen Online-Händlern

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Die Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen Deutschlands hat nicht nur Menschenleben gekostet und Infrastruktur vernichtet. Auch Händler stehen vor den Trümmern ihrer Firmengebäude. Doch die Branche steht zusammen. Es gibt bereits diverse Hilfsaktionen.

Der Bundesverband Online-Handel (BVOH) hat zusammen mit Wortfilter die Hilfsaktion "Online-Handel hält zusammen" ins Leben gerufen. Dabei sammelt der Verband auf dem Spendenkonto "Onlinehandel hält zusammen" bei der Bank für Kirche und Diakonie (IBAN DE30 3506 0190 1627 0600 05) Spenden ein, mit denen der Wiederaufbau unterstützt werden soll.

Händler, die von der Flut zerstörtes Firmeneigentum ersetzt haben, können die Rechnungen über die neuen Güter beim BVOH einreichen. Nach einer kurzen Prüfung durch BVOH, Wortfilter und eine Steuerberatungskanzlei wird der Rechnungsbetrag angewiesen. 

"Die Betroffenheit über diese Krise ist in unserer familiären Branche ebenso groß wie die Solidarität zwischen den Online-Händlern", sagt Oliver Prothmann, Präsident des BVOH. "Mit unserer Spendenaktion 'Onlinehandel hält zusammen' bündeln wir die große Hilfsbereitschaft unserer Branche und leiten das Geld dorthin, wo es am dringendsten benötigt wird. Wir rufen alle Marktplatz-Betreiber, Dienstleister und Händler dazu auf, großzügig zu spenden. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender, die mit ihrem finanziellen Einsatz dazu beitragen, diese Katastrophe zu überwinden!"

Hilfe durch Taten

Bevor aber an den Wiederaufbau gedacht werden kann, brauchen betroffene Händler zunächst konkrete Hilfe: Lastwagen für den Warentransport, Büromöbel oder IT-Ausstattung, Ausweichräume für Not-Büros oder Unterstützung beim Aufsetzen neuer Server und Netzwerke. Hilfsanfragen und konkrete Hilfangebote werden in der größten Facebook-Händlergruppe Wortfilter direkt und unkompliziert miteinander vernetzt. "Auch in dieser Krise, in der einige unserer Mitglieder ihre gesamte Existenzgrundlage verloren haben, hält die Community zusammen", sagt Wortfilter-Betreiber Mark Steier. "Schon wenige Stunden nach der Katastrophe gingen die ersten Hilfsangebote ein. Danke an alle Helfer - und an alle diejenigen, die Hilfe brauchen: Unterstützung ist nur einen Post entfernt!"

Auch bei den "Multichannel Rockstars" ist der Austausch zwischen Hilfesuchenden und Helfern bereits in vollem Gange. 

Hilfe durch Unternehmen

Verschiedene Unternehmen haben schnell reagiert und Hilfsaktionen gestartet. Obi hilft beispielsweise mit Sachspenden und Rabatten aus: Wer Schaufeln, Besen, Pumpen oder anderes Equipment brauche, solle sich an den nächstgelegenen Obi-Markt wenden, hieß es auf der Facebook-Seite des Baumarkts. "Wir werden versuchen, euch bestmöglich kostenlos mit allem auszustatten, was ihr für euren Einsatz vor Ort benötigt."

Opel rief die Aktion "Ein kostenloses Ersatzfahrzeug für Flutgeschädigte" ins Leben. Wer sein Auto in den Fluten verloren hat, kann sich für bis zu drei Wochen kostenlos einen Opel ausleihen. 

eBay und Amazon haben jeweils angekündigt, ihre Händler bei der Bewältigung der Flutkatastrophe unterstützen zu wollen. Konkrete Programme wurden aber noch nicht aufgelegt. Reagiert hat dagegen bereits die Nummer 3 der deutschen Online-Marktplätze: Kaufland.de will betroffenen Händlern vorerst die monatliche Grundgebühr erlassen, außerdem werden keine Stornierungsgebühren berechnet. Weitere Unterstützung können betroffene Händler mit dem Marktplatzsupport besprechen. 

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