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Sportgreen

Mit großen und kleinen Marken Online-Plattform für nachhaltige Sportbekleidung gestartet

Über Sportgreen soll nur nachhaltig und fair produzierte Sportmode verkauft werden.

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Über Sportgreen soll nur nachhaltig und fair produzierte Sportmode verkauft werden.

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Am Earth Day ging mit Sportgreen.de der erste Webshop live, der sich ausschließlich auf nachhaltig produzierte Sportbekleidung fokussiert. Einer der Gründer der Plattform ist Intersport-Händler Joachim Kiegele, der bereits an der Plattform Sportmarken24 beteiligt war.

"Wir sind nicht der Robin Hood der Sportbekleidung - unser Ziel ist es, dass am Ende alle profitieren: Unsere Umwelt, die Menschen, die in die Herstellung eingebunden sind, der Handel - und nicht zuletzt die Konsumenten, die wieder mit einem guten Gefühl einkaufen können", erklärt Joachim Kiegele, Co-Founder von Sportgreen, zum Launch des neuen Online Shops. Dieser ging zum Earth Day offiziell an den Start und fokussiert sich auf Bekleidung, die zu mindestens 50 Prozent nachhaltig produziert wurde oder aus recyceltem Material besteht. Neben etablierten Marken wie Asics, Puma und Vaude sollen auch Pioniere der umweltbewussten Bekleidung, wie die Brands Ecoalf, Saola und Torstai, im neuen Shop ein Zuhause finden.

Mit Joachim Kiegele steht hinter Sportgreen kein Unbekannter. Der Sporthändler, der im Rhein-Main-Gebiet insgesamt vier Sportgeschäfte führt und Mitglied von Intersport ist, hat vor ein paar Jahren gemeinsam mit Valeska Benner die Plattform Sportmarken24 ins Leben gerufen. Nun bringt er zusammen mit Ralf Kauffmann und Volker Ostermann, die von Brainartist kommen, einer Agentur für Handelsmarketing aus Eltville, den nachhaltigen Sport-Online-Shop an den Start.

Nachhaltigkeit als großer Trend

Nachhaltigkeit nimmt im Bereich der Sport- und Outdoor-Mode mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert ein. Durch die Corona-Pandemie ist der Trend zur Nachhaltigkeit sogar noch verstärkt worden: Konsumenten kaufen bewusster ein und suchen auch nach Kleidung, die ressourcenschonend und fair produziert und gehandelt wird. Sportgreen will nun nicht nur diesem Bedarf in Form eines Online Shops entgegenkommen. Vielmehr soll das Unternehmen zu einer Plattform entwickelt werden, die als Kultur- und Style-Fenster auch zum Treffpunkt für eine Community wird, die sich gemeinschaftlich für das Thema Sustainability engagiert.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Sportgreen ist nicht ausschließlich als Online Shop geplant. Vielmehr sollen künftig auch stationäre Sportgreen-Geschäfte eröffnet werden. Dieser kombinierte Ansatz aus E-Commerce und stationärem Handel und der Markenauftritt von Sportgreen stammen von Ralf Kauffmann und Volker Ostermann von Brainartist. So soll Sportgreen dazu beitragen, Ladenfläche zu erhalten, den Einzelhandel zu stärken - und nicht zuletzt die Innenstädte zu beleben.

In die Kreislaufwirtschaft eintreten

Im dritten Schritt will Sportgreen in die Kreislaufwirtschaft eintreten. Das bedeutet: Konsumenten können ihre gebrauchten und abgetragenen Sportsachen bei Sportgreen abgeben. Die Plattform kümmert sich um das Recycling und die Weiterverwendung der Ressourcen für die Herstellung neuer Produkte. "Wir wollen die ganze Kette zu beeinflussen. Wir alle sind Teil eines einzigen Kreislaufs. Auf lange Sicht können wir nicht mehr nehmen, als wir dem Planeten zurückgeben. Sportgreen möchte mit seinem neuartigen Handelskonzept einen Beitrag zur Erhaltung unserer Welt leisten", erklärt Sportgreen-Geschäftsfüher Kiegele dazu.

Sportgreen wird aktuell von den Standorten von Intersport Kiegele in Ingelheim, Geisenheim, Eltville und Wiesbaden aus betrieben, wo 30 Mitarbeiter in die Abwicklung der Bestellungen involviert sind. Seinen Sitz hat neu gegründete Unternehmen in Geisenheim, am Firmensitz von Intersport Kiegele.

Von der kreativen Earth-Day-Kampagne bis zum aufwendig gestalteten CSR-Report - viele Marken werben ganz bewusst mit ihren Nachhaltigkeitsaktivitäten. Das wirft die Frage auf: Ist Sustainability inzwischen mehr Marketing-Tool als Purpose-Thema?

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