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EHI und Statista

Das sind Österreichs umsatzstärkste Online Shops

shutterstock.com/H.studio
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EHI und Statista präsentieren die umsatzstärksten Online Shops in Österreich. Nach wie vor wird das Ranking von amazon.de (834,3 Millionen Euro), zalando.at (346,8 Millionen Euro) und universal.at (111,9 Millionen Euro) angeführt.

EHI und Statista haben die umsatzstärksten Online Shops in Österreich erfasst. Die 250 Top-Shops aus dem Nachbarland können sich auch 2019 über ein zweistelliges Wachstum freuen.

"Die Player auf den zehn vordersten Plätzen des Rankings verbuchen fast die Hälfte des Gesamtumsatzes der Top-250-Online Shops", erklärt Nina Langer, Autorin und Projektleiterin E-Commerce. "Die Studie zeigt, dass der österreichische Handel einen fundamentalen strukturellen Veränderungsprozess durchläuft, der von einer exponentiellen technologischen Entwicklung angetrieben wird", ergänzt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverband Österreich. "Die Covid-Krise wirkt als Urknall der Digitalisierung und als Turboboost für den E-Commerce. Am Ende des Jahres wird unser Land erstmals einen E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von mehr als 11 Prozent erreichen."

Mit einem Umsatzplus von 13,5 Prozent gegenüber 2018 wächst der E-Commerce Markt in Österreich von einem Gesamtumsatz der Top-250-Online Shops von 3,17 Milliarden Euro auf 3,60 Milliarden Euro in 2019. Die Marktkonzentration ist weiterhin hoch, die Top 10 machen mit 49,7 Prozent in diesem Jahr knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

Die Top-10-Online Shops in Österreich

Bei den vorderen Plätzen gab es gegenüber den Vorjahreserhebungen keine Änderungen. Nach wie vor wird das Ranking von amazon.de (834,3 Millionen Euro), zalando.at (346,8 Millionen Euro) und universal.at (111,9 Millionen Euro) angeführt.

Shops-Austria

EHI und Statista

Im Unterschied zum deutschen Markt schafft es neben den Generalisten, Bekleidungs- und Unterhaltungselektronikanbietern auch ein Unternehmen mit dem Hauptproduktsegment Drogerie und Gesundheit unter die Top 10: shop-apotheke.at konnte seinen Platz im Ranking von vormals sechs nun auf Platz vier verbessern.

Die Shops auf den Plätzen 11 bis 100 liegen bei 37,4 Prozent des Gesamtumsatzes und den kleinsten Anteil haben auch in diesem Jahr wieder die Shops auf den Plätzen 101 bis 250 mit 12,9 Prozent.

Inlandspotenzial

Die Studie erscheint bereits im zehnten Jahr. In diesem Zeitraum hat sich das Marktvolumen mehr als verdoppelt. 2010 lagen die Umsätze bei 1,64 Milliarden Euro.

Hon. Prof.(FH) Prof. Dr. Anton Salesny vom Institut für Handel und Marketing an der Wirtschaftsuniversität Wien und Kooperationspartner der Studie kommentiert: "Ein Großteil der österreichischen Internetausgaben fließt nach wie vor in den internationalen Online-Handel. Auch Versuche, durch Einrichtung österreichischer und regionaler Plattformen diese Abflüsse in das Ausland wesentlich zu reduzieren, zeigten in den letzten Jahren noch nicht den gewünschten Erfolg."

Beliebte Touchpoints

Dem EHI zufolge nutzen immer mehr Handelsunternehmen im E-Commerce neben dem Online Shop weitere Vertriebskanäle. Die Verbreitung der stationären Ladengeschäfte im deutschsprachigen Raum als zusätzlicher Vertriebskanal zum Online Shop bleibt annähernd konstant (2020: 69,2 Prozent, 2019: 68,0 Prozent).

Bei den digitalen Touchpoints stellen sich die Handelsunternehmen breiter auf als im Vorjahr. Insbesondere im Corona-Jahr 2020 waren zeitweise digitale Touchpoints die ersten Anlaufstellen für Shopper. Dass neben dem Online Shop Marktplätze wie eBay und Amazon als zusätzliche Vertriebskanäle vermehrt genutzt werden, zeigt insbesondere der Anstieg bei Amazon von 30,4 Prozent im Vorjahr auf 35,2 Prozent in diesem Jahr.

Bei eBay war der Anstieg etwas moderater: Von 27,2 Prozent der Top-250-Online Shops 2019 ist der Anteil 2020 auf 29,6 Prozent gestiegen. Spannend bleibt auch die Entwicklung bei Instagram und wie sich das Thema Social Commerce und die Möglichkeiten des Check-Out direkt auf der sozialen Plattform durchsetzen werden. Die Studie konnte zeigen, dass noch mehr Shops als im Vorjahr ein Profil auf Instagram haben: Der Anteil stieg von 68,0 Prozent auf 74,0 Prozent.

Zur Methodik:

Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen sowie Unternehmenswebsites und ergänzt um Sekundärdaten.

Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Online Shops mit Ausnahme von Marktplätzen. Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern. Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Diensten von Shops, etwa Apple iTunes und Spotify, wurde nicht berücksichtigt. Durch die permanente Anpassung der Umsatzmodellierung kommt es teilweise zu Veränderungen bei den Umsatzzahlen der modellierten Shops.
Betreibt ein Unternehmen mehrere Online Shops, so wurde jeder Shop separat betrachtet.

Definition E-Commerce-Umsatz: Nettoumsatz des jeweiligen Online Shops in Österreich im Jahr 2019, bereinigt von Retouren, exklusive Umsatzsteuer und nur aus der reinen Geschäftstätigkeit des Online Shops (ohne sonstige betriebliche Erträge des Unternehmens).

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