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Online-Handel

Online-Händler Von Hawesko bis Zooplus: E-Commerce boomt über alle Branchen hinweg

shutterstock.com/William Potter
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Der Online-Handel boomt - über alle Branchen hinweg. Das zeigen einmal mehr die Quartalszahlen der E-Commerce-Player Westwing, Zooplus, Hawesko und Global Fashion Group.

Die Quartalszahlen der E-Commerce-Player Westwing, Zooplus, Hawesko und Global Fashion Group.

Westwing

Der Online-Möbelhändler Westwing will bis spätestens 2025 die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz schaffen. Zudem strebe das Unternehmen bis 2024/2025 ein bereinigtes operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro an.

Ferner erhöhte das SDax-Unternehmen sein langfristiges Ziel einer Marge gemessen am bereinigten Ebitda auf 15 Prozent. Zudem war der Start in das laufende Jahr erfolgreich. Mit 138 Millionen Euro lag der Umsatz im ersten Quartal mehr als doppelt so hoch wie noch im Vorjahresquartal. Nach einem operativen Verlust konnte das Unternehmen nun ein bereinigtes Ebitda von 20 Millionen Euro vorweisen. Der freie Barmittelzufluss betrug auf 14 Millionen Euro. Im Vorjahr war der Wert noch negativ. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Vorstand. Demnach soll der Umsatz um 18 bis 27 Prozent auf 510 Millionen Euro bis 550 Millionen Euro steigen. Beim bereinigten operativen Ergebnis wird ein Wert zwischen 42 und 55 Millionen Euro erwartet.

Zooplus

Der Online-Haustierbedarfhändler Zooplus profitiert auch im neuen Jahr weiter von einer anziehenden Nachfrage. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 509 Millionen Euro, wie das Unternehmen in München mitteilte. Damit schnitt Zooplus aber leicht schwächer ab als von Analysten mit 513 Millionen Euro erwartet.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdreifachte sich auf 24,5 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 10,3 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch ein kleiner Verlust von 0,5 Millionen Euro angefallen war. Die Prognose bestätigte das Management um Chef Cornelius Patt.

Hawesko

Der Online-Boom im Handel hat sich beim Weinhändler Hawesko zum Start 2021 ungebremst fortgesetzt. Insgesamt sprang der Umsatz im 1. Quartal wie bereits bekannt um 28 Prozent auf 159 Millionen Euro. Dabei legte das Segment E-Commerce allein um gut zwei Drittel zu.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) vervierfachte sich auf rund 16 Millionen Euro. Das Unternehmen weist allerdings darauf hin, dass der Vergleichszeitraum des Vorjahres noch kaum durch die Folgen der Corona-Pandemie beeinträchtigt war.

Eine Prognose für 2021 will der Hamburger Weinhändler weiterhin nicht geben. "Der Verlauf des weiteren Geschäftsjahrs ist sehr von der Dauer und Ausgestaltung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie abhängig, aber auch von der Reaktion der Verbraucherinnen und Verbraucher nach deren Lockerung." Hawesko sieht sich als europaweit führender Fachhändler und ist mit der Marke Hawesko im Online-Verkauf, mit mehr als 300 Läden der Kette Jacques' aber auch im stationären Handel unterwegs.

Hawesko-Vorstandschef Thorsten Hermelink hatte unlängst bei der Vorlage der Zahlen für 2020 berichtet, der E-Commerce-Anteil im Weinhandel sei "strukturell im letzten Jahr sprunghaft auf ein höheres Niveau gestiegen". Er erwartet, dass sich dieser Trend auch nach Ende der Pandemie fortsetzt. "Zugleich hören wir von Winzern, dass die Ab-Hof-Verkäufe stark zurückgegangen sind", hatte Hermelink zudem gesagt.

Global Fashion Group

Der Online-Modehändler Global Fashion Group profitiert von einem anhaltenden Trend zum Internet-Shopping. Das Unternehmen bleibt jedoch in den roten Zahlen, auch wenn die Verluste deutlich gesenkt werden konnten. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 301,3 Millionen Euro, wie der auf Online Shops in Schwellenländern spezialisierte Konzern in Luxemburg mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 26,6 Prozent. Dabei wurden 1,5 Millionen neue Kunden gewonnen.

Der bereinigte operative Verlust (Ebitda) wurde mit 11,5 Millionen Euro fast halbiert. Zahlen zum Nettoergebnis lagen zunächst nicht vor. Die Jahresprognose bekräftigte die Global Fashion Group: So will der Online-Händler 2021 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro erreichen.

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