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Online-Apotheke DocMorris-Mutter Zur Rose weitet Verlust aus

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Unter dem Strich stand bei dem Versandhändler und Apothekenlogistiker Zur Rose ein Nettoverlust von 123 Millionen Euro. In diesem Jahr will sich das Unternehmen vor allem auf die Einführung des elektronischen Rezepts in Deutschland ab Anfang 2022 vorbereiten.

Die schweizerische DocMorris-Konzernmutter Zur Rose ist im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand bei dem Versandhändler und Apothekenlogistiker ein Nettoverlust von 135,6 Millionen Schweizer Franken (123 Millionen Euro), mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Freudenfeld mitteilte.

Analysten hatten zwar mit einem Verlust gerechnet, aber nicht in dieser Höhe. Belastend wirkten Umbaumaßnahmen, Sonderkosten für die Einkaufstour des Konzerns sowie Abschreibungen infolge eines Preisrückgangs bei Produkten zur Pandemiebewältigung, wie es hieß. Zudem steckt das Unternehmen viel Geld ins künftige Wachstum.

Einführung des elektronischen Rezepts

Inklusive der übernommenen Versand- und Diabetes-Geschäfte der deutschen Apothekenfirma Apotal und der ebenfalls zugekauften deutschen Versandapotheke Medpex kletterte der Umsatz wie bereits bekannt um 14 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken.

In diesem Jahr will sich das Unternehmen vor allem auf die flächendeckende Einführung des elektronischen Rezepts in Deutschland ab Anfang 2022 vorbereiten. Schon ab Mitte des Jahres geht das Unternehmen von ersten Erlösen aus. Mit dem E-Rezept entfällt die Hürde für Kunden, ein Papierrezept einzusenden, um in den Online-Apotheken des Konzerns rezeptpflichtige Arzneien zu bekommen. Die Gruppe zählt rund 9 Millionen Kunden auf dem deutschen Markt.

Mittelfristig rechnet der Konkurrent des SDax-Konzerns Shop Apotheke innerhalb von drei bis fünf Jahren damit, dass mit dem E-Rezept in Deutschland der Anteil des Online-Handels bei verschreibungspflichtigen Medikamenten auf 10 Prozent steigen kann. Schon in drei Jahren will Zur Rose den Umsatz ohne Zukäufe gerechnet auf 4 Milliarden Franken steigern. In diesem Jahr soll der Erlös um 20 Prozent zulegen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen rechnet Zur Rose aber erst 12 bis 18 Monate nach 2021 mit einem operativen Gewinn.

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