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Orderchamp

Digitalisierung des Großhandels Digitale Großhandelsplattform Orderchamp kommt nach Deutschland

orderchamp.com/de
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Orderchamp will den deutschen Markt erobern. Das niederländische Start-up verbindet Einzelhändler und Marken auf einer gemeinsamen Plattform. Ziel ist es, den Großhandel zu digitalisieren.

Auch der Großhandel gerät im digitalen Plattformzeitalter zunehmend unter Druck. Der Markt, Kunden und Wettbewerber haben sich geändert. Diesen Trend will sich Orderchamp zunutze machen. Das Start-up wurde 2019 in den Niederlanden gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, den Großhandel zu digitalisieren. Jetzt wagt das Unternehmen von Joost Brugmans (CEO), Max Verduyn (CFO/COO) und Menno Wolvers (Head of Engineering) den Eintritt in den deutschen Markt. Bislang ist Orderchamp in den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Luxemburg aktiv.

Das Konzept

Bisher müssen Einzelhändler - egal ob ihr Vertrieb online, offline oder über mehrere Kanäle hinweg erfolgt -meist den direkten Kontakt zu vielen verschiedenen einzelnen Marken suchen und physische Messen besuchen, um sich ihr Produktportfolio zusammenzustellen.

Hier kommt Orderchamp ins Spiel. Einzelhändler können auf der Online-Plattform bei mehr als 1.200 verschiedenen europäischen Markenherstellern Produkte für ihre eigenen Shops erstehen. Marken wiederum erhalten durch die Plattform Zugang zu 25.000 Händlern aus ganz Europa.

Einzelhändler haben mit der Plattform Zugriff auf das Sortiment der Marken und können ihren Einkauf von einem Ort aus verwalten. Maschinelles Lernen soll sicherstellen, dass Händler individuell zugeschnittene Empfehlungen erhalten und sie auf diese Weise mit den passenden Marken und Produkten zusammengebracht werden.

In den vergangenen drei Monaten habe man in Deutschland den Umsatz vervierfacht. Bereits 2.000 deutsche Einzelhändler würden bei Orderchamp einkaufen.

Sorgfältige Auswahl

Nach eigenen Angaben gibt es auf der digitalen Großhandelsplattform über 125.000 Produkte, etwa aus den Bereichen Haus & Wohnen, Küche & Essen, Schmuck sowie Kinder & Babys.

Dabei wählt Orderchamp die entsprechenden Marken selbst aus und arbeitet "nur mit solchen zusammen, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen wie handmade, bio, umweltfreundlich, nachhaltig oder sozial verantwortlich." Die Produktpalette wird fortlaufend ergänzt und umfasst auch 150 deutsche Marken wie Blomus, Kerbholz, G. Wurm, Meyco Baby und Hoff Interieur.

"Uns ist es wichtig, nur Marken auf der Plattform zu haben, die zu unserer Vision passen. Händler können sich durch unser kuratiertes Produktangebot von der Masse abheben. Damit stärken wir auch den lokalen Einzelhandel, der durch die Corona-Krise besonders gelitten hat. Deutschland ist der größte Markt Europas - keine zwei Jahre nach Gründung ist für uns die Zeit gekommen, in unser Nachbarland zu expandieren“, so Gründer und CEO Joost Brugmans.

Die Vorteile

Locken will man die Händler zum einen mit einer kostenfreien Anmeldung. Zum anderen sei die Mindestbestellmenge für Produkte geringer als bei anderen Anbietern und die Margen sehr gut verhandelt, was ein geringeres Bestellrisiko und höhere Gewinne bedeute.

Darüber hinaus ermögliche Orderchamp eine flexible Bezahlung bis zu 30 oder 60 Tage nach der Bestellung. Ab Bestellungen über 250 Euro übernimmt die Plattform die Versandkosten - selbst wenn die Bestellung verschiedener Marken erfolgt. Daneben bietet Orderchamp Händlern die Integration in ihre eigenen POS- und Webshop-Systeme an.

Marken wiederum können ihren Webshop mit Orderchamp synchronisieren, so dass Bestellungen und Lagerbestände aufeinander abgestimmt sind. Dies ermögliche ein schnelles Onboarding und eine einfache Auftragsverwaltung. Das Start-up garantiert ihnen außerdem die Zahlung bei erfolgreicher Lieferung, was das Debitorenrisiko begrenzen soll. Dahinter steckt eine spezielle Technologie sowie ein Algorithmus, der Händlern auf Basis von Daten und Kaufverhalten Produkte empfiehlt, die sich in ihrem Shop gut verkaufen.

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