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Werbeplätze auf E-Commerce-Seiten

Criteo launcht Retail Media-Plattform für Markenhersteller

shutterstock.com/Alexander Supertramp
shutterstock.com/Alexander Supertramp

Der Name Criteo wird nach wie vor in erster Linie mit Retargeting in Verbindung gebracht, obwohl sich das Unternehmen seit 2016 zusätzlich dem Hype-Thema Retail Media verschrieben hat. Eine neue Retail Media-Plattform für Markenhersteller soll den Fokus nun stärken.

Retail Media wird schon seit einigen Jahren als vielversprechendes Geschäftsfeld in der digitalen Vermarktung gesehen. Vorreiter und Vorbild ist der Handelsriese Amazon. Markenherstellern verspricht Retail Media die Möglichkeit, potenzielle Kunden im unmittelbaren Moment des Kaufinteresses ansprechen zu können. Hinter Retail Media stehen prominente Werbe-Platzierungen auf E-Commerce-Seiten mit Maßnahmen wie Rabattaktionen, Cross- und Upselling-Kampagnen, exklusiven Landingpages sowie Display-Werbung beim Händler. Ein Beispiel sind zielgruppenspezifische Sponsored Product Ads.

Wichtige Player auf diesem wachsenden Feld sind die Otto Retail Media, Amazon Advertising, Zalando Marketing Services - und Criteo. Das aus dem Retargeting bekannte Tech-Unternehmen testet schon seit 2016 das neue Spielfeld und baut nun seine Ambitionen aus. Neu vorgestellt wurde eine Self-Service Retail Media-Plattform, die sich an Markenhersteller wendet. Diese können damit Werbeplätze auf E-Commerce-Seiten einkaufen. Seit Mai 2020 ist die neue Plattform bereits in den USA und Kanada verfügbar, nun kommt sie nach Europa.

Das Prinzip

Händler erhalten Zugang zu dieser unabhängigen Plattform, mit der sie ihre Werbeflächen vermarkten und ihr Retail Media-Geschäft ausbauen können. Marken und Agenturen indes kaufen Werbeflächen händlerübergreifend mit standardisierten Abläufen und Metriken ein.

"Retail Media erschließt Händlern eine zusätzliche Einnahmequelle im hochkompetitiven Retail- und E-Commerce-Markt. Wir rechnen derzeit mit einem Marktvolumen zwischen 15 und 25 Milliarden US-Dollar für Retail Media weltweit", erklärt Geoffroy Martin, EVP und General Manager, Growth Portfolio bei Criteo. "Aber nicht nur der Handel profitiert. Marken erreichen mit Retail Media hochwertige und passgenaue Zielgruppen auf Basis von First-Party-Daten und sehen einen unmittelbaren Effekt ihrer Werbegelder auf den Sale. Darüber hinaus bietet Retail Media ihnen ein absolut markensicheres und aus Nutzersicht hochrelevantes Werbeumfeld."

Wachstumsfeld

Retail Media ist nicht zuletzt aufgrund des boomenden Online-Handels ein Wachstumsfeld. Criteo hofft, dass sich dieser Wachstumskurs mit besseren Tools für das Management von Retail Media-Kampagnen weiter fortsetzen wird.

An Formaten stellt Criteo in der Plattform klassische Sponsored Product Ads und Display Ad-Formate zur Verfügung. Die Gestaltung von Creatives, Targeting-Optionen und Inventarauswahl ist flexibel. Händler, Marken und Agenturen sollen dadurch die Transparenz und Kontrolloptionen erhalten, die sie für Aufbau und Weiterentwicklung ihres Retail Media-Geschäfts benötigen würden.

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