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Digitaler Handel 16.03.2020
Coronavirus
Digitaler Handel 16.03.2020

Die wichtigsten News im Ticker

Corona-Virus: Das müssen Händler wissen

shutterstock.com/Lebid Volodymyr
shutterstock.com/Lebid Volodymyr

Die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa hinterlässt immer tiefere Spuren in der Wirtschaft. Vor allem auf den Online- und stationären Handel kommen zum Teil gravierende Änderungen zu. Wir halten Händler mit unserem News-Ticker auf dem Laufenden.

17. April / 08:26 Uhr

  • Zalando konstatiert wieder eine steigende Nachfrage nach Modeartikeln. Der zuversichtliche Blick in die Zukunft kam an der Börse gut an.

  • Ausgerechnet EP, das sich mit seinem Online-Kurs in der Vergangenheit eher schwertat, gelingt es in der Corona-Krise, stationäre Umsatzausfälle im Internet zu kompensieren - zumindest zu mehr als einem Drittel. "ChannelPartner" sprach darüber mit Verbundgruppenchef Friedrich Sobol.

  • DHL hat alle Sonder-Abholfahrten bei Online-Händlern aufgrund der hohen Auslastung abgesagt. Der Bundesverband Online-Handel beklagt, dass DHL diesen Schritt ohne Vorwarnung vollzogen habe. So hätten die Händler den Verkauf drosseln können.

  • Doppelt so viele Bestellungen für Weine unter zehn Euro wie sonst verzeichnet der Online-Shop Weine.de in der Corona-Zeit. Auch bei Geileweine.de hat das Bestellvolumen um 70 bis 100 Prozent zugenommen. Der Großhandel verzeichnet durch die Stilllegung der Gaststätten allerdings einen Einbruch. 

16. April / 08:11 Uhr

  •  Nach einem Gerichtsurteil setzt Amazon den Betrieb seiner Verteilzentren in Frankreich vorläufig aus. "Diese Woche werden wir die Mitarbeiter unserer Verteilzentren bitten, zuhause zu bleiben", schrieb das Unternehmen. Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte dem Online-Händler zuvor auferlegt, sich auf eine Auswahl wichtiger Artikel zu beschränken. 

  • Auch wenn Autohäuser derzeit deutschlandweit ihre Ausstellungsräume aufgrund der Corona-Krise geschlossen halten, informieren Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Jeep weiterhin über aktuelle Angebote - völlig kontaktlos und sicher im Internet. Die Marken von FCA Germany bieten online sogenannte Digitale Showrooms. Hier stellen die Produktmanager in ausführlichen Videos die wichtigsten Merkmale und Ausstattungsdetails der meistverkauften Modelle der Marken vor.

  • Der Rewe Lieferservice erteilt Klinikpersonal für drei Monate Vorfahrt bei der Terminvereinbarung. Dafür müssen sich die Mitarbeiter zuerst beim Händler registrieren.

  • Die Drogeriemarktkette dm will unnötigen Körperkontakt in Corona-Zeiten vermeiden und bietet seit wenigen Tagen eine Expressabholung im Markt an. Ein Praxistest von Internetworld.de zeigt allerdings erhebliche Usability-Schwächen auf.

  • Der Spezialist für generalüberholte Elektrogeräte, Refurbed, profitiert von der Corona-Krise. Innerhalb weniger Tage stieg die Nachfrage nach Laptops um fast 100 Prozent. Weil Kunden aktuell vor großen Investitionen zurückscheuen, baut Refurbed jetzt auch das Mietgeschäft verstärkt aus. "Das wird sehr gut angenommen", so Gründer Kilian Kaminski.

  • Wer eine Empfehlung für eine Netflix-Serie braucht oder wissen will, wo man jetzt noch Hefe bestellen kann, hat zumindest in den USA eine neue Anlaufstelle. Zappos, schon immer bekannt für exzellenten Kundenservice, hat eine Hotline ins Leben gerufen, bei der Kunden auch anrufen können, wenn sie keine Schuhe bestellen wollen. In der ersten Woche gingen schon rund 1.000 Anrufe ein. 

  • Um für seine britischen Kunden in jeder Phase ihres Lebens, also auch während des Corona-Shutdowns, da zu sein, hat John Lewis einige Services digitalisiert. So können Kunden nun Beratungstermine vereinbaren und sich in modischen Fragen oder in Sachen Einrichtung beraten zu lassen. Darüber hinaus gibt es auch auf der Website einen neuen Bereich mit Tipps, Inspirationen und Aktivitäten.

  • Gute Nachrichten für Online-Modehändler. Laut aktueller Zahlen des IFH haben Kleidung und Schuhe den Spitzenplatz der beliebtesten Produktkategorien im Online-Handel zurückerobert. 40 Prozent der vom IFH befragten Konsumenten kaufen am liebsten Kleidung und Schuhe online. In den vergangenen drei Wochen waren noch Hygieneartikel und haltbare Lebensmittel die beliebtesten Artikel bei Online-Käufen.

  • Mehr als die Hälfte derjenigen, die jetzt verstärkt über den digitalen Kanal einkaufen, wollen das einer Umfrage von A.T. Kearney zufolge auch nach der Corona-Krise tun. Ein Drittel dieser digitalen E-Commerce-Fans sind Erstkäufer, die zuvor nichts im Internet erworben haben und jetzt vor allem bei Drogerieartikeln, Heimwerkerartikeln und bei Medikamenten verstärkt online zuschlagen.

  • In der aktuellen Lage beginnen deutlich mehr Händler als üblich, ihre Waren online im eigenen Webshop zu verkaufen, berichtet der Webhoster Strato: Allein zwischen dem 15. und dem 31. März 2020 habe die Zahl der Kunden, die einen Strato Webshop bestellt haben, im Vergleich zu den beiden Vorwochen (1. bis 14. März 2020) um über 240 Prozent zugenommen - das entspreche mehr als einer Verdreifachung in zwei Wochen.

15. April / 08:06 Uhr

  • Zalando will vom Bestell-Boom bei Laufschuhen und Yoga-Equipment profitieren und hat jetzt eine Sportkampagne für das Home Office gestartet. Entwickelt wurde sie ebenfalls komplett im Home Office - und das in drei Wochen statt wie sonst in drei bis vier Monaten. Auf das übliche Set mit Kameras und Visagisten wurde verzichtet.

  • Der Sportartikelkonzern Adidas hat sich von der KfW und den Großbanken drei Milliarden Euro gesichert. Ansonsten regiert der Rotstift: Zwei Drittel der Bezüge des Vorstands werden gestrichen, auch die Dividende fällt aus.

  • Amazon muss in Frankreich eine schwere Schlappe hinnehmen: Einem Gerichtsbeschluss zufolge darf der E-Commerce-Riese bis auf Weiteres in Frankreich nur noch Bestellungen von Lebensmitteln sowie Hygiene- und Medizinprodukten abwickeln und muss ansonsten bei erforderlichen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in seinen Fulfillment-Centren nachbessern. Für jeden Tag, an dem Amazon den geforderten Sicherheits- und Gesundheitsstandards nicht nachkomme, droht eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro.

  •  In den USA scheint Amazon seine FBA-Beschränkungen langsam wieder zu lockern. In einigen Sortimenten sinken die Lieferzeiten auf "nur" noch zwei Wochen. Darüber hinaus wurden handverlesene Händler angeschrieben und darum gebeten, ihre FBA-Bestände für nachfragestarke Produkte wieder aufzustocken. Die Händler allerdings kommen dieser Aufforderung nur widerwillig nach.

  • Andere Händler haben es vorgemacht, jetzt zieht der größte US-Einzelhändler nach und führt ein Pick-Up-Fenster für Corona-Risikopatienten ein. Von 7.00 bis 8.00 Uhr morgens können Walmart-Kunden über 60 Jahre, Kunden mit körperlichen und geistigen Einschränkungen und Risikopatienten ihre Bestellungen erhalten. Die Übergabe erfolgt kontaktlos in den Kofferraum.

  • Trotz des höheren Bestellaufkommens in der Corona-Krise dürfen Paketdienste an Sonn- und Feiertagen weiterhin nicht zustellen. Das Berliner Verwaltungsgericht wies am Dienstag Eilanträge von mehreren privaten Paketzustelldiensten ab. Die Dienste hatten laut Gericht eine Ausnahmeregelung für die Ostertage beim Landesamt für Arbeits- und Gesundheitsschutz beantragt. Sie argumentierten mit dem hohen Paketaufkommen und einem hohen Krankenstand.

14. April / 08:42 Uhr

  • Zalando muss aufgrund der Corona-Krise 350 Millionen Euro sparen. Dazu kürzt sich das Management selbst das Gehalt. Darüber hinaus werden geplante Gehaltserhöhungen auf das kommende Jahr geschoben und es wird am Marketing gespart.

  • Über eine neue Plattform auf seiner Homepage ermöglicht Vaude Fachhändlern und Vaude-Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen lokalen Lieferservice für die Kunden anzubieten. Die Resonanz ist groß – innerhalb weniger Tage haben sich rund 100 Fachhändler dafür angemeldet. Per Live-Chat können Kunden zudem beraten werden.

  •  Noch im April will die Otto-Tochter About You textile Behelfsmasken online verkaufen. Dazu hat der Modeversender seine Markenpartner und Lieferanten kontaktiert und darum gebeten, ihre eigene Produktion für die Herstellung von textilen Behelfsmasken zu nutzen. Diese sollen dann zum Selbstkostenpreis verkauft werden. Prominente Unterstützung bekommt die Aktion bereits von LeGer-Designerin Lena Gercke, MDLA-Designer Bill Kaulitz, GMK-Designer Guido Maria Kretschmer sowie About-You-Botschafter und Entertainer Riccardo Simonetti, die zugesagt haben für About You exklusive Masken zu designen.

  • Die Abensberger Spargelbauern merken den Umsatzrückgang aufgrund der geschlossenen Restaurants deutlich. Nun wird der Abensberger Spargel bundesweit auch online angeboten.

  • Die Kleeblatt Apotheken sagen im Zeichen von Corona nicht einfach "Bleiben Sie zuhause", sondern tun auch etwas dafür, dass ihre Kunden diesen Ratschlag beherzigen können. Kunden können ihre Medikamente nicht nur taggleich frei Haus liefern lassen, sondern auf Wunsch auch ihre Lebensmitteleinkäufe miterledigen lassen.

  • Amazon muss neue Interessenten für seine Lebensmittel-Bestellangebote in den USA vorerst vertrösten. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde am Montag eine Warteliste für Neuanmeldungen eröffnet.

  • Airbnb digitalisiert sein Angebot "Airbnb Experiences". Statt Ausflüge, Events und Aktivitäten in der realen Welt gibt es nun digitale Zeichenstunden, Comedy-Shows und virtuelle Bike-Touren.

  • Corona lässt bei Amazon die Preise steigen. Einer Analyse des "manager magazins" lag der Preisanstieg bei Webcams gegenüber dem Vormonat bei bis zu 400 Prozent Haarschneidegeräte sind bis zu 319 Prozent teurer. Und für Puzzles müssen Kunden 117 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Monat.

08. April / 08:10 Uhr

  • Twitter-Chef Jack Dorsey will Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar (925 Millionen Euro) stiften - unter anderem für den Kampf gegen die Corona-Virus-Krise. Der 43-Jährige kündigte an, 28 Prozent seines Privatvermögens in einen entsprechenden Fonds zu stecken. Bei den Mitteln handelt es sich um Anteile an dem von Dorsey gegründeten und als Vorstandschef geführten Bezahldienst Square. Die Initiative solle sich zunächst auf die Bewältigung der Corona-Pandemie konzentrieren. Danach werde sich der Fokus des Fonds auf "Gesundheit und Bildung von Mädchen" und ein bedingungsloses Grundeinkommen verlagern, so Dorsey weiter.

  • Die Deutsche Post will 4.000 Beschäftigte in Kurzarbeit schicken. Betroffen seien Tochter-Firmen, die Logistik-Dienstleistungen unter anderem für Ford und Audi anbieten. Auch in der Express-Sparte soll Kurzarbeit eingeführt werden.

  • Airbnb bekommt eine Milliarde US-Dollar frisches Kapital von den Investoren Silver Lake und Sixth Street Partners, um für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein. Das Buchungsportal muss derzeit zahlreiche stornierte Buchungen erstatten.

07. April / 11:01 Uhr

  • eBay Kleinanzeigen stellt gewerblichen Neukunden Leistungen, die ihnen auf der Plattform mehr Sichtbarkeit verschaffen, im April und Mai kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus verlängert der Online-Kleinanzeigenmarkt für Bestandskunden die Zahlungsfrist für März- und April-Rechnungen auf 90 Tage und stellt Vorlagen sowie Informationen für Händler bereit. Damit möchte eBay Kleinanzeigen vor allem kleine Unternehmen unterstützen, die aufgrund der Corona-Krise Umsatzeinbrüche verzeichnen.

  • Die Supermarkt-Kette Albert Heijn unterhält fünf Abholzentren in Krankenhäusern. Um die Mitarbeiter zu entlasten, können diese ihre online bestellten Lebensmittel direkt an ihrer Arbeitsstelle abholen.

  • Die Drogeriekette dm rollt bundesweit ihren Express-Abholservice aus. Damit stehen online bestellte Produkte binnen sechs Stunden zur Abholung bereit. Gezahlt wird vorab online.

  • Payone und Epages kooperieren, um stationären Händlern, die ihr Geschäft vorübergehend schließen mussten, einen Online Shop kostenlos einzurichten. Bis Ende Juni zahlen die Händler keine laufenden Gebühren. Sollten die Einschränkungen länger bestehen bleiben, verlängert sich das kostenlose Angebot entsprechend. Ziel ist es, dass die Händler binnen 24 Stunden über einen neuen Shop einsetzen können.

06. April / 08:30 Uhr

  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie produziert Apple jetzt gemeinsam mit Zulieferern Gesichtsschutz für medizinisches Personal. Die erste Lieferung sei vorige Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen, und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen. Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden. Der Schutz ist durchsichtig und bedeckt große Teile des Gesichts. Apple habe außerdem weltweit mehr als 20 Millionen Atemschutzmasken über die eigenen Zulieferer besorgt, hieß es.

  • Ortovox erlaubt - kurzfristig - den Amazon-Vertrieb: Der Bergsportspezialist hat seine Produkte bislang nur bei Fachhändlern verkauft, die kompetente Beratung bieten. Marktplätze wie Amazon durften nicht bedient werden. Nach deren Shutdown befürchtet die Marke ein Ladensterben, was für Ortovox den Zusammenbruch des Vertriebsnetzes bedeuten würde. Um den Fachhandel zu unterstützten, bietet der Outdoor-Anbieter nun Online-Gutscheine an, die Händler an ihre Kunden weiterreichen können. Von jedem Einkauf fließt dann ein Viertel der Summe an den Ladeninhaber. Zudem dürfen die Fachhändler - kurzfristig - über Amazon verkaufen.

  • Puma jammert über schlechte Umsätze: Obwohl man in der Corona-Krise schnell das Gefühl bekommt, die Welt würde nur noch aus Joggern bestehen, scheint sich dies nicht positiv auf die Umsätze der Laufschuhhersteller auszuwirken. Laut Puma erreichen die Umsätze im Internet nicht einmal zehn Prozent der sonst üblichen Erlöse.

  • Otto unterstützt den Beschaffungsstab der Regierung: Bei der Beschaffung von Schutzausrüstung ist die Bundesregierung auf die internationalen Netzwerke großer Unternehmen angewiesen. Deshalb hat sie Rahmenvereinbarungen unter anderem mit Online-Händler Otto geschlossen.

  • Corona halbiert bei H&M den Umsatz: Die schwedische Modekette H&M muss wegen der Corona-Krise und der damit verbundenen Ladenschließungen in mehreren Ländern mit einem massiven Einbruch seiner Erlöse zurechtkommen. Der Umsatz im März sank währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 46 Prozent.

01. - 03. April: Google, KaDeWe, Euronics

03. April / 14:30 Uhr

  • Google will Marketingverantwortliche dabei unterstützen, "trotz neuer Konsumentenbedürfnisse hilfreich und relevant für Kunden zu bleiben". Dafür wertet der Konzern regelmäßig Google Trends-Daten in Deutschland und anderen europäischen Ländern aus. Diese Insights werden drei Schwerpunkte abdecken und fortlaufend aktualisiert, damit Marketer Zugriff auf die neuesten Trends haben. Zudem wurde eine Microsite gelauncht, die speziell dafür eingerichtet wurde, kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Corona-Krise maßgeschneiderte Hilfestellungen zu bieten. Sei es, um Kunden auf dem Laufenden zu halten, online über Produkte oder Dienstleistungen zu informieren, geschaltete Google Ads bei Bedarf anzupassen oder um in Erfahrung zu bringen, ob Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht.

03. April / 08:30 Uhr

  • Die Corona-Finanzhilfen in Berlin reichen nicht für alle Antragsteller, berichtet der "Spiegel". Bis 6. April werden keine neuen Anträge angenommen. Selbstständige und Freiberufler, die noch keinen Antrag gestellt haben, erhalten vermutlich deutlich weniger Geld.

  • KaDeWe geht mit temporärem Online Shop in die Vollen: Wegen der Covid-19-Pandemie sind die Department Stores geschlossen. Um die Umsatzverluste einzudämmen, arbeitet die KaDeWe-Gruppe mit Hochdruck an einer E-Commerce-Lösung und fordert von den Marken schon einmal Fotos an. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um eine konzertierte Aktion mit der italienischen Rinascente-Gruppe.

  • Während andere Elektronikketten ihre Aktivitäten in der Corona-Krise herunterfahren, startet Euronics wie geplant eine neue Werbekampagne. Auch in der Krise will man bei den Kunden mit Fachhandelsservices punkten.

  • Lieferando-Fahrer beschweren sich über die Arbeitsbedingungen in der Corona-Krise und fordern eine bessere Ausrüstung. Lieferando sieht das anders - und zeigt sich gut vorbereitet.

02. April / 14:16 Uhr

  • 100.000 Corona-Tests hat die britische Supermarktkette Ocado bestellt. Damit will das Unternehmen sicherstellen, dass nicht infizierte Logistik-Mitarbeiter, die sich auf Verdacht in häuslicher Quarantäne befinden, ihre Arbeit so schnell wie möglich wieder aufnehmen können.

  • Verbraucher zeigen in großen Teilen offenbar Verständnis dafür, dass in diesen Tagen nicht alles reibungslos läuft. Das ergibt eine repräsentative Verbraucherumfrage von YouGov im Auftrag der Vergleichsplattform Idealo. 62 Prozent der 2.035 Befragten haben zunächst einmal bislang keine Probleme bei der Lieferung von Paketen feststellen können. Nur 16 Prozent geben an, etwa bereits Verzögerungen erlebt zu haben.

  • Amazon verlängert Rücksendefrist: Der Online-Händler entlastet seine Lager und Mitarbeiter, indem er seinen Kunden statt der 30-tägigen Rückgabefrist nun bis zum 31. Mai Zeit gibt, um die Retouren aufzugeben.

  • Krisenzuschlag bei DHL-Paketen in die USA: Weil die meisten Flüge in die USA ausfallen, sind Luftfracht-Kapazitäten knapp und verteuern sich. DHL gibt das in Form einer Portoerhöhung (Krisenzuschlag) an Kunden weiter. Ab 1. April werden mindestens 16 Euro Aufpreis fällig. Der Zuschlag gilt für die Dauer der Corona-Krise.

02. April / 8:25 Uhr

  • Die Geschäftsführung von Galeria Karstadt Kaufhof hat vor dem Amtsgericht Essen einen Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Dies gilt auch für die Tochtergesellschaft Karstadt Sports.

  • Picnic eröffnet im Eilverfahren zweites Logistikzentrum in Herne: Der Online-Supermarkt Picnic hat heute im nordrhein-westfälischen Herne sein zweites deutsches Fulfillment-Zentrum eröffnet. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das 15.000 Quadratmeter große Lager unter Hochdruck fertiggestellt.

  • Amazon FBA kommt Marktplatzhändlern entgegen: Weil der E-Commerce-Riese für viele FBA-Produkte in der Corona-Krise die Lieferzeiten auf bis zu einen Monat ausdehnte, will das Unternehmen seine FBA-Partner jetzt entschädigen. In Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und der Tschechischen Republik erlässt Amazon den Händlern unter anderem die FBA-Gebühren für zwei Wochen.

  • Rabattgesetz für Mode gefordert: Unter den deutschen Online-Händlern herrscht gerade Ausverkauf. Online-Händler Zalando gibt bis zu 50 Prozent Rabatt, H&M gewährt seinen Kunden sogar bis zu 70 Prozent Rabatt. Stationäre Modehändler sehen das mit Unmut. Denn wenn sie wieder öffnen dürfen, ist ihre Ware nichts mehr wert. Sie fordern daher ein Rabattgesetz für Mode, das vom Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Einzelhandels den Abverkauf der Frühjahrs- und Sommerware bis mindestens Ende Juli zum Normalpreis garantiert.

01. April / 15:14 Uhr

  • Ab sofort können alle Betroffenen von Kurzarbeit, deren Arbeitsausfall 50 Prozent oder mehr beträgt, für bis zu sechs Monate kostenlos im Fernstudium der IUBH Internationalen Hochschule studieren. Zur Auswahl stehen unter www.iubh-fernstudium.de/kurzarbeit/ rund 50 Bachelor- und Masterprogramme aus nahezu allen Bereichen und Branchen: Von IT und Technik über Gesundheit und Soziales bis hin zu Wirtschaft und Management.

  • Walmart beginnt in den USA damit, die Temperatur der Mitarbeiter bei Schichtbeginn zu messen. Das gilt für alle stationären Läden, aber auch Verteilzentren und Lager.

  • Die Metro bietet Gastronomen und kleinen Unternehmern eine digitale Lösung zur Erstellung von Gutscheinen an.

  • Als erster E-Food-Anbieter in Deutschland startet Picnic die Sonntagslieferung. Das soll die angespannte Situation bei den Lieferslots entspannen. Zudem haben Ärzte und Pflegekräfte über eine "Special Care Liste" an diesem Tag Vorrang.

01. April / 10:01 Uhr

  • Corona lässt bei HelloFresh die Kassen klingeln: Um bis zu 69 Prozent über dem Vorjahreszeitraum könnten die Umsätze für das erste Quartal bei dem Versender von Lebensmittelboxen liegen. In konkreten Zahlen erwartet das Unternehmen Umsätze zwischen 685 und 710 Millionen Euro. Beim Börsenwert hat das Start-up inzwischen die Lufthansa überholt. Der starke Anstieg an Bestellungen fordert allerdings seinen Tribut. So können die typischen Liefertage der Kunden oft nicht mehr gehalten werden, zudem sind Lebensmittel, die für eine Mahlzeit gebraucht würden, manchmal nicht mehr lieferbar. Auch die Qualität beim Gemüse erleidet Einbußen.

  • Die Shopping- und Vergleichsplattform Idealo listet von der Corona-Krise betroffene Händler bis 30. Juni kostenlos, das heißt ohne Verkaufsprovision, Klickkosten oder Gebühren für die Zahlungsabwicklung. Die Reichweite von Idealo liegt bei 18 Millionen Besuchern im Monat.

  • Libri kämpft mit der Bestellflut: Der Barsortimenter und Buchgroßhändler scheint derzeit von Aufträgen überrollt zu werden. Gleichsam verlangsamen sich die Prozesse, weil die eigenen Mitarbeiter vor einer Corona-Infektion geschützt werden müssen. In der Folge verlängern sich die Lieferfristen. Ein lokaler Hamburger Buchhändler warnt, die durchschnittliche Lieferzeit läge derzeit bei drei bis fünf Tagen

  • Eine Möglichkeit, der Schließung des stationären Einzelhandels entgegenzutreten, ist das Angebot eines Liefer- und Abholservices. Viele Händlerinnen und Händler hängen momentan ihre Handynummern aus und bieten diese Möglichkeiten an. Was man aber nicht vergessen darf – in dieser Situation müssen die Vorschriften des Fernabsatzrechts beachtet werden

  • Coop nimmt per sofort ein neues Verteilzentrum in Betrieb. Damit will der Detailhändler der großen Nachfrage an Online-Bestellungen über die Plattform coop@home gerecht werden.

  • Um Start-ups unter die Arme zu greifen, hat Finanzminister Olaf Scholz ein weiteres Hilfspaket angekündigt, es soll insgesamt zwei Milliarden Euro umfassen. Das Geld soll zusätzlich zu den bestehenden Programmen der Regierung ausgeschüttet werden.

31. März: H&M, Facebook, Cewe

31. März / 16:35 Uhr

  • H&M Deutschland sieht sich aufgrund der momentanen Situation durch das COVID-19 aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, erstmalig flächendeckend in der Geschichte von H&M Deutschland Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit für den Zeitraum März bis Mai 2020 zu beantragen.

31. März / 15:15 Uhr

  • Facebook will in der Corona-Krise regionale Medien mit 100 Millionen US-Dollar unterstützen. Davon sollen 25 Millionen US-Dollar als Förderung verteilt werden, erklärte das Online-Netzwerk. Eine erste Förderrunde ging an 50 Redaktionen in den USA und Kanada. Die restlichen Mittel sollen den Medienunternehmen über Marketingausgaben zukommen. Dabei gehe es im Kern darum, dass Facebook bei ihnen Anzeigenplatz erwirbt, berichtete der US-Sender NBC. Facebook hatte bereits Anfang 2019 angekündigt, über einen Zeitraum von drei Jahren regionale Medien mit 300 Millionen US-Dollar zu unterstützen.

  • Fotodienstleister Cewe weitet seine Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie aus. Ab dem 1. April trete Kurzarbeit für alle drei Geschäftsbereiche in Kraft. Der Anteil der Kurzarbeit könne in den Geschäftsbereichen Einzelhandel, Fotofinishing und Online-Druck jedoch sehr deutlich variieren, hieß es. Umsatz und Beschäftigung schwankten wegen der Corona-Krise derzeit stark, teilte Cewe weiter mit. Eine belastbare Finanzprognose für die nächsten Monate und das Gesamtjahr sei in Anbetracht der hohen Unsicherheiten momentan nicht möglich, so das Unternehmen. Bereits vor wenigen Tagen hatte Cewe bei der Bilanzvorlage mitgeteilt, dass das Unternehmen wegen der Virus-Krise mit negativen Effekten im laufenden Geschäftsjahr rechne, die Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung aber noch nicht quantifizierbar seien.

31. März / 09:16 Uhr

  • Dass die Verbraucher derzeit lieber Toilettenpapier hamstern als Mode zu kaufen, bekommt auch Zalando zu spüren. Der Modeversender erwartet bei Umsatz und Bruttowarenvolumen ein deutlich geringeres Wachstum, als prognostiziert. Dem stationären Handel will das Unternehmen dennoch ein starker Partner sein.

  • Mitten in der Krise nimmt Chief Innovation Officer Martin Wild bei MediaMarktSaturn seinen Hut. Dort hatte er in den vergangenen Jahren eine Reihe von Innovationsprojekten angestoßen.

  • Macy's will einen Großteil seiner 130.000 Mitarbeiter entlassen. Der Konzern reagiert da,ot auf die verordnete Schließung all seiner stationären Geschäfte seit dem 18. März, in deren Folge die Umsätze auf einen Bruchteil geschrumpft seien. Einen Teil der Mitarbeiter will das Unternehmen aber noch für den Online-Handel und die Call-Center weiter beschäftigten. Details dazu nannte Macy's aber nicht.

  • Damit Airbnb-Gastgeber ihr Umsatzminus aufgrund der Corona-Krise lindern können, stellt der Hotelschreck 250 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Damit werden Stornieren zwischen dem 14. März und dem 31. Mai kompensiert. Weitere zehn Millionen gibt es für die Super-Hosts. Gäste bekommen komplette Erstattungen für Buchungen zwischen dem 14. März und dem 14. April.

31. März / 08:35 Uhr

  • Der Einkaufsverbund für Sportartikel, Sport 2000, hat seine Seite sport2000.com früher gelauncht. Damit reagiert das Unternehmen auf die Corona-Krise und die wegbrechenden Einnahmen bei seinen Mitgliedern.

  • Der Andrang auf die Corona-Hilfen der Stadt Berlin war so hoch, dass vorerst keine Anträge mehr angenommen werden. Eine Datenpanne sorgte für Ärger.

  • Wirecard startet zusammen mit Futur/io die Plattform "Innovation for Now", auf der sich Händler über Hilfsangebote von Unternehmen wie SAP und Wirecard informieren können.

30. März: Tausendkind, Amazon, Mia gehn Online

30. März / 15:20 Uhr

  • KaufDa, Angebotsprospekt-Portal der Springer-Tochter Bonial, bietet lokalen Geschäften kostenlose Platzierungen an. Damit sollen Firmen in der Corona-Krise auf neue Angebote wie Lieferservices oder Online Shops aufmerksam machen können.

  • Die Bundesregierung hat ein milliardenschweres Hilfspaket beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Damit die in unbegrenzter Höhe bereitgestellten Mittel kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige und Freiberufler so schnell wie möglich erreichen, bieten die im Verband deutscher Kreditplattformen organisierten Unternehmen ihre Unterstützung an. Die Verteilung über digitalen Plattformen sei sofort möglich und "leistet einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung einer drohenden Kreditklemme in der deutschen Wirtschaft. Voraussetzung ist, dass die Möglichkeit zur Beantragung von Förderkrediten und Liquiditätshilfen über alternative Kanäle geschaffen wird."

  • Trusted Shops stellt gemeinsam mit jimdo den "Rechtstext-Manager" ab sofort für jeden Kunden kostenfrei zur Verfügung. Damit will man allen Shopbetreibern garantierte Sicherheit gegen Abmahnungen auf Rechtstexte bieten.

30. März / 08:23 Uhr

  • Der Kindermode-Versender Tausendkind muss wegen Corona Insolvenz anmelden. Laut Capital.de hat ein Investor wegen der schlechten Wirtschaftslage seine Zusage für eine neue Finanzierungsrunde zurückgezogen. Dabei wuchs der Umsatz.

  • Der Teleshopping-Sender 1-2-3.tv denkt an seine Kernzielgruppe. Weil ältere Menschen beim Supermarkt-Einkauf besonders gefährdet sind, sich aber mit dem Online-Einkauf zuweilen schwer tun, bietet der Sender ein klassisches Supermarkt-Sortiment an, das per Telefon bestellt werden kann.

  • Rewe und DHL wollen Risikogruppen in Heinsberg mit Lebensmitteln beliefern. Das Projekt ist den Betreibern zufolge auch für weitere Händler offen. 

  • Der E-Commerce-Riese Amazon gerät wegen seiner Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren immer mehr unter Druck. Verdi hat einen Maßnahmenkatalog zum Schutz der Mitarbeiter vor einer Corona-Infektion vorgelegt, in New York fordern die Mitarbeiter eines Logistikzentrums eine gründliche Desinfektion und eine vorübergehende Schließung für zwei Wochen und auch die US-Gesetzgeber schauen genauer hin, wie Amazon die Sicherheit seiner Mitarbeiter gewährleistet.

  • Der Anlieferstopp für nicht lebensnotwendige Waren in Amazons Logistikzentren wurde gelockert. FBA-Händler können im Bericht "Lagerbestand auffüllen" prüfen, ob ihre Produkte wieder angenommen werden oder nicht.

  • Der Werkzeug-Online-Shop Contorion spendet rund 8.000 kostenlose Atemschutzmasken (FFP3) an Berliner Wohlfahrtsverbände und Krankenhäuser, um sie im Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen.

  • Am 1. April geht unter dem Motto "Mia gehn online" eine gemeinsame Initiative der Stadt München, der TU München und der School of Digital Integration online. Angebote von Einzelhändlern und Gastronomen sollen kostenlos innerhalb von 24 Stunden online gestellt werden.

  • Die Corona-Krise bekehrt den E-Commerce-Verweigerer Patek Philippe. Die Schweizer Uhrenmarke erlaubt ihren Händlern, die eigenen Produkte jetzt auch online zu verkaufen.

  • Die britischen Modehändler Next und River Island schließen ihre Webshops temporär. Als Grund wird der Schutz der Logistikmitarbeiter vor einer Corona-Infektion genannt.

  • Der Online-Marktplatz der Österreichischen Post, Shöpping.at, gewinnt während der Corona-Krise an Fahrt. Zugriffe und Umsatz haben sich seit dem Ausbruch Unternehmensangaben zufolge vervierfacht. 

  • Airbnb will beim Marketing und den Gehältern sparen. Sämtliche Marketingaktivitäten würden eingestellt, um dieses Jahr umgerechnet rund 730 Millionen Euro zu sparen, zitiert derStandart.at eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

  • 62 Prozent der deutschen Online-Kunden haben bislang noch keine Probleme bei der Lieferung von Paketen festgestellt, die auf die Verbreitung von Corona zurückzuführen sind, zeigt eine Befragung von Idealo. Nur 16 Prozent meldeten Probleme. Befragt zu ihrem künftigen Online-Kaufverhalten gab mehr als jeder Vierte an, mehr online bestellen zu wollen als bisher.

  • Online-Werbung ist so günstig wie lange nicht. Das zeigen Daten aus Italien, die dem Handelsblatt vorliegen. Demnach fiel der Mindest-TKP in Italien während der Ausgangssperre bei Facebook von ehemals 2,40 auf 1,35 Euro. Werbungtreibende können also trotz geringerer Budgets unter Umständen ihre Reichweite erhalten oder steigern, schlussfolgert das "Handelsblatt".

  • Das Hamburger Stilwerk will dabei helfen, kleinere stationäre Händler aus der Home und Living Branche vor dem Aus zu bewahren. Solidarisch stellt die Design-Plattform ihren reichweitenstarken Online-Shop kostenlos als alternativen Vertriebsweg zur Verfügung.

  • Mit einem vorkonfigurierten Online-Shop inklusive Zahlungsfunktion will Concardis kleinen und mittelständischen Händlern dabei helfen, schnell von Offline- auf Online-Verkauf umzustellen. Der Start soll in 24 bis 48 Stunden und ohne IT-Kenntnisse möglich sein. Drei Monate lang verzichtet Concardis auf Fixkosten für Shop und Zahlungslink.

  • Arvato Financial Services, die für Kunden aus dem E-Commerce die Sicherung von Zahlungsverpflichtungen übernimmt, hat ihre Maßnahmen zur Einforderung von Zahlungsrückständen laut eines Berichts der "Westfalen Post" der gegenwärtigen Krisensituation angepasst. Dazu gehöre, dass Zahlungen im Fall von nachgewiesenem Arbeitsverlust und Verdienstausfall "großzügig" gestundet werden. Die Voraussetzungen für Kleinst-Raten seien angepasst worden.

29. März: Deutsche Post, Coca-Cola, Esprit

29. März / 15:03 Uhr

  • Sollte es wegen Corona zu flächendeckenden Quarantänen kommen, will die Deutsche Post einen Großteil der Sendungen einlagern. "Postbevorrechtige Kunden", darunter Behörden, Justiz und Bundeswehr, müssen laut Gesetz selbst in Extremsituationen beliefert werden. Die Post zählt zur Daseinsvorsorge und ist nicht von den Corona-Schließungen betroffen.

  • Bis zum Wochenende sind bereits 401.500 Anträge von Selbstständigen und Kleinunternehmer*innen eingereicht worden.

  • Das Bundesfinanzministerium will Boni bis 1.500 Euro für systemrelevante Berufe in der Corona-Krise steuerfrei machen. Von der Regelung profitieren zum Beispiel Pflegekräfte, Krankenhauspersonal und Supermarktkassierer.

  • Coca-Cola stellt ab April für all seine Marken kommerzielle Werbung komplett ein.

  • Esprit will sich mit mehreren seiner deutschen Gesellschaften in ein Schutzschirmverfahren nach deutschem Insolvenzrecht begeben. So will sich das Unternehmen vor Liquiditätsanforderungen schützen und weitgehend in Eigenverwaltung bleiben. Auch Galeria Karstadt Kaufhof will unter den Rettungsschirm der Bundesregierung schlüpfen, ebenso wie Ceconomy

  • Adidas, Deichmann, H&M und Puma indes wollen wegen geschlossener Läden aufgrund der Corona-Krise Mietzahlungen einbehalten.

26. - 27. März: Douglas, Zalando, Hermes, Concardis

27. März / 11:05 Uhr

  • Gucci spendet zwei Millionen Euro an Gesundheitsbehörden für Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Außerdem hat das Unternehmen seine Community zu weiteren Spenden aufgerufen, damit schneller Medikamente und Impfstoffe entwickelt werden können. Guccis Mutterkonzern Kering hatten bereits drei Millionen Euro gespendet.

27. März / 08:17 Uhr

  • Concardis will Händlern schnell und einfach helfen, auf den Online-Verkauf umzustellen und verstärkt digitale Vertriebskanäle und Zahlungsmöglichkeiten zu nutzen. Um möglichst viele kleine und mittelgroße Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen, ihre Geschäfte weiterführen zu können, wird der Anbieter digitaler Bezahllösungen auf die hier normalerweise anfallenden Fixkosten für drei Monate verzichten. Auch in den nordischen Ländern gibt es für Händler ein ähnliches Unterstützungsangebot.

  • Bis zu 100.000 Kreditanträge im Rahmen der Corona-Soforthilfe erwartet die staatliche Förderbank KfW, sagt Vorstandschef Günther Bräunig dem "Handelsblatt". "Die Corona-Pandemie stellt alles in den Schatten, was wir bislang erlebt haben", so Bräunig.

26. März / 12:17 Uhr

  • Nachdem Hermes Germany vor wenigen Tagen bereits die kontaktlose Haustürzustellung eingeführt hat, erweitert das Unternehmen dieses Angebot auf die Abholung in den PaketShops. Für Kunden, die ihre Sendung in einem PaketShop abholen, entfällt ab heute die Unterschrift auf dem Scanner. Der Sendungserhalt wird nun anhand des Personalausweises dokumentiert. Da der Großteil der bundesweit rund 16.000 PaketShops in Einrichtungen zur Grundversorgung integriert ist, sind zwischen 70 und 80 Prozent der Shops weiterhin geöffnet.

  • Das Hamburger Unternehmen ePages, Hersteller von Webshop-Software in der Cloud, will Ladenbesitzer in der Coronavirus-Krise mit kostenlosen Online Shops unterstützen, so dass sie ihr Geschäft in der Krise fortführen können. Damit kleine Ladenbesitzer die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Situation abfedern können, haben sie die Möglichkeit, ihren kostenlosen Online Shop zu erstellen. Der Service bleibt mindestens bis Ende Juni kostenlos und auch darüber hinaus, sofern die Verordnungen über Ladenschließungen anhalten oder weiterhin Risikogruppen geschützt werden müssen.

26. März / 10:10 Uhr

  • Die Shopping- und Vergleichsplattform idealo bietet Händlern, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, ab sofort die Möglichkeit einer provisionsfreien Teilnahme am Preisvergleich an. Das Hilfsprogramm "idealo Starthilfe" richtet sich an alle Händler, die mindestens einen stationären Verkaufsladen haben und deren Handelsgeschäft aufgrund des Corona-Virus derzeit geschlossen bleiben muss. Betroffene Händler können ihre Angebote bis einschließlich 30. Juni kostenlos auf idealo.de listen.

  • Amazon kämpft in der Corona-Krise weiter gegen Preistreiber und sperrt in den USA 4.000 Seller-Konten.

  • Der Warenkreditversicherer Euler Hermes verschafft dem Handel mehr finanziellen Spielraum, meldet die "Lebensmittel Zeitung". Bis Ende Mai könnten Kunden mit ihren Abnehmern für kumulierte Forderungen bis zu einem Rahmen in Höhe von 500.000 Euro ohne vorherige Rücksprache die Zahlungsziele um maximal 60 Tage verlängern. Auch die Frist zur Einreichung von Forderungen zum Inkasso werde um 30 Tage verlängert.

26. März / 08:30 Uhr

  • Modeindustrie fordert einen Liquiditätsfonds in Höhe von 850 Mio Euro. Damit könne die Zahlungsfähigkeit der 30 größten Textilfirmen für sechs Monate gesichert werden. Der Online-Handel könne die wegbrechenden Umsätze im stationären Handel nicht ausgleichen.

  • Gut 17 Prozent der Marketing-Unternehmen halten wegen Umsatzeinbußen in der Corona-Krise nur noch bis Ostern durch, so der Deutsche Marketing Verband. 74 Prozent verzeichnen aufgrund der Corona-Krise bereits Umsatzeinbußen.

26. März / 08:10 Uhr

  • 250 bis 300 Bartschneider pro Tag (statt 30 wie normal), ein Plus von 240 Prozent bei Wandfarbe, doppelt so viele Gesellschaftsspiele, Drucker und Drehstühle, 50 Prozent mehr Fernseher und sechs Mal soviel Nachfrage bei Sportartikeln wie normal - bei Otto.de brummt das Geschäft, wie Vorstand Marc Opelt gegenüber der Bild-Zeitung verriet. Bei Kleidern und Bademode hingegen ist die Nachfrage rückläufig.

  • Europas größter Online-Modehändler Zalando kämpft seit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern mit einer geringeren Nachfrage. Dies teilte das Berliner Unternehmen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters mit. Details nannte Zalando nicht.

  • Amazon-Angebote finden sich offenbar aktuell nicht mehr auf den Plattformen der Preisvergleichsseiten, meldet Wortfilter.de. Zunächst wurde kolportiert, dass ursächlich eine Umstellung der API sei. Allerdings haben Nachfragen bei verschiedenen Plattformanbietern ergeben, dass Amazon die Ausspielung wegen der aktuellen Covid-19 Lager gestoppt hat.

  • Die deutschen Amazon-Logistikzentren halten sich an die Corona-Regelungen über den Mindestabstand zwischen Mitarbeitern. Weil der aber beim zwei-Mann-Handling nicht einzuhalten ist, können Händler viele ihrer eingelagerten Produkte nicht zurückbeordern. 

  • Die Drogeriemarktkette Douglas erleichtert während der Corona-Krise neuen Händlern und Markenshops den Zugang zu seinem im vergangenen Herbst gestarteten neuen Online-Marktplatz für Kosmetikprodukte.

  • Die Initiative "Buy local" will in der Corona-Krise mit einer Social-Media-Kampagne die Stärken des stationären Buchhandels hervorheben. Die Idee: Buchhandlungen im Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen kommunizieren, was sie zu leisten vermögen. Start ist heute.

  • Wer sich bei Amazon über das Programm "Amazon Lending" in den USA Geld geliehen hat, muss dieses aufgrund der aktuellen Corona-Krise kurzfristig nicht zurückzahlen. Fälligkeiten bis zum 30. April werden zinsfrei ausgesetzt, so das Unternehmen.

  • Neiman Marcus könnte das erste Retail-Opfer des Handels werden. Das US-Luxuskaufhaus sondiert vor dem Hintergrund der Corona-Krise alle Optionen, um seine finanzielle Stärke zu bewahren. Eine Option dabei ist der Insolvenzantrag.

  • Ganz uneigennützig sind die meisten Hilfsangebote von E-Commerce-Profis nicht. Wenn Rakuten neuen Handelspartnern für ein Jahr die Einstiegs- und Grundgebühr erlässt, hofft der Marktplatz-Betreiber natürlich, dass die Händler auch nach einem Jahr noch an Bord sind. Trotzdem hat das Angebot ein Benefit: Rakuten berät die Händler nämlich auch beim Online-Einstieg. Und das kann gerade für kleine Händler ohne E-Commerce-Erfahrung derzeit wirklich hilfreich sein.

25. März: Zooplus, Amazon, Media Markt und Saturn

25. März / 21:21

  • Nach Media Markt und Saturn melden auch die Drogeriemarktkette Müller und Douglas Kurzarbeit an. 

25. März / 15:03

  • Die Elektronikfachmärkte Media Markt und Saturn schicken 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Der Antrag wurde bereits gestellt. Das Unternehmen will die staatlichen Leistungen um zehn Prozent aufstocken. 

25. März / 12:34 Uhr

  • Im Rahmen des von der Bundesregierung initiierten Hackathons "#wirvsvirushack hat das WirvonHier-Team unter Wirvonhier.net eine Plattform für den Einzelhandel gestartet. Jetzt ist die Landing-Page online. Ab heute können sich Online-Händler anmelden. 

25. März / 11:15 Uhr

  • Die Avantgarde-Tochter addBots hat eine Plattform entwickelt, die eines der - neben den Gefahren für die Gesundheit - größten Probleme der aktuellen Corona-Krise lindern will: Arbeitgeber finden mit WorkNow neue Mitarbeiter - durch die Epidemie arbeitslos gewordene Arbeitnehmer finden umgekehrt eine neue Beschäftigung. 

  • Coca-Cola streicht in Großbritannien als Folge der Corona-Krise die geplanten Ausgaben für Brand Marketing zusammen. Die Entscheidung soll in regelmäßigen Abständen überprüft werden. 

  • eBay Kleinanzeigen reagiert auf die Corona-Krise und hat eine neue Kategorie eingerichtet, die alle Hilfsangebote der Nutzer bündelt. In der Kategorie "Nachbarschaftshilfe" können ab morgen kleinere Dienstleistungen wie etwa Einkaufshilfen kostenlos angeboten werden.

25. März / 09:15 Uhr

  • Die deutschen Amazon-Logistikzentren halten sich an die Corona-Regelungen über den Mindestabstand zwischen Mitarbeitern. Weil der aber beim zwei-Mann-Handling nicht einzuhalten ist, können Händler viele ihrer eingelagerten Produkte nicht zurückbeordern.

  • Der Tierbedarfshändler Zooplus erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Rückgang beim operativen Ergebnis. Ein Grund für den erwarteten Rückgang sei eine schwierigere Logistik im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Corona-Virus.

  • Um extremen Preiserhöhungen bei stark nachgefragten Produkten während der Corona-Krise den Riegel vorzuschieben, hat Amazon 4.000 Seller-Konten geschlossen. Ein eigenes Team wurde installiert, um derartige Angebote auf der Plattform ausfindig zu machen.

  • Ebay schränkt den Verkauf von Mundschutzen, Händedesinfektionsmittel sowie Desinfektionstüchern  und Pads ein. Ausschließlich Händler, die per E-Mail informiert wurden, dass sie die Produkte weiter verkaufen dürfen, können derartige Artikel noch über das Online-Portal anbieten. Allen anderen ist es verboten. So will der Marktplatz absurd überteuerten Produkten den Riegel vorschieben.

  • Der Lebensmittellieferdienst Amazon Fresh führt vorübergehend Mengenbeschränkungen ein. Kunden dürfen nur noch "haushaltsübliche" Mengen bestellen. Damit soll Hamsterkäufen und dem schnellen Ausverkauf von dringend benötigten Waren der Riegel vorgeschoben werden.

  • Die Reisebranche ist die erste, die die Coronakrise erwischt hat. Doch der Gründer der Buchungsplattform FromAtoB macht verhalten Hoffnungen. Die Reiselust der Deutschen sei ungebrochen. Und die ersten buchen schon wieder.

  • Der Paketdienstleister DPD verzeichnet in der Corona-Krise weniger Paketsendungen. Die durch Online Shopping zunehmenden Sendungen an Privatkunden können die Verluste im gewerblichen Bereich nicht vollständig kompensieren.

  • Der britische Online-Speisen-Lieferservice Deliveroo wird zum Versorger in der Not. Wer in Cambridge zuhause bleiben muss, bekommt Konserven, Nudeln oder Haushaltsgegenstände künftig geliefert. Weitere Städte und Länder sollen folgen. 

  • Google MyBusiness erlaubt jetzt Namenszusätze wie "Lieferservice", meldet t3n.de. Das ist für lokale Unternehmen, die auf derartige Angebote hinweisen wollen, sehr hilfreich. Normalerweise sind in Google My Business Namenszusätze verboten.

  • Viele Einzelhändler wollen die große Belastung ihrer Mitarbeiter in der Coronavirus-Krise nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) mit Sonderzahlungen honorieren. Der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser pochte in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf, dass diese Prämien nicht versteuert werden müssen.

  • Hinter unserem "Mutmacher des Tages" stecken Firmen und Händler, die zeigen: Eine Krise birgt auch das Potenzial für Neues und Kreatives - kurzum: für Ideen, die Mut machen. Unser Beispiel heute ist eine Personalpartnerschaft von McDonald’s Deutschland und Aldi.

23. - 24. März: Hellofresh, Amorana, Ricardo

24. März / 14:40 Uhr

  • Die Einkaufs-App Bring! hat sich das Einkaufsverhalten der Deutschen in den letzten Wochen angeschaut und festgestellt: Es wird tatsächlich mehr gekauft, in fast allen Produktkategorien. Dabei sind die Steigerungsraten beim Toilettenpapier eher moderat, klarer "Gewinner" sind Konserven, gefolgt - überraschenderweise - von Blumenerde. Damit die Abende zuhause nicht ganz so langweilig werden, landen aber auch Bier, Wein und Süßes viel häufiger im Einkaufswagen.

  • Der Online-Prospekte- und Cashback-Anbieter marktguru hat das Service-Spektrum seiner App und seines Web-Angebots erweitert: In der Funktion "Öffnungs­zeiten" werden Nutzern ab sofort nicht nur die aktuel­len Ladenöffnungszeiten angezeigt, sondern vor allem auch kurz­fristig in Kraft tretende Sonderöffnungszeiten und Schließungen.

24. März / 08:08 Uhr

  • Das Hamburger Start-up Sternglas bietet Uhrenhändlern in der Corona-Krise an, für sie innerhalb von 48 Stunden einen Online Shop zu programmieren. Damit könnten die oft mittelständischen Juweliere ihre Kunden trotz geschlossenem Ladengeschäft weiter bedienen.

  • Angesichts der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen im stationären Einzelhandel hat Stihl entschieden, den Start seines Online Shops vorzuziehen. Seit 23. März können nahezu alle Produkte des Gartengeräteherstellers online bestellt und nach Hause geliefert werden.

  • Auch der Haushaltswarenhersteller Wesco setzt als Reaktion auf den Corona-bedingten Shutdown nun auf den Online-Handel. Neben dem eigenen Online Shop in Deutschland will das Unternehmen mit einem relaunchten Wesco-Online-Shop in den Niederlanden das Geschäft ankurbeln.

  • Catrin Markhoff betreibt im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel einen Spielwarenladen. Als sie vom Shutdown erfuhr, wurde sie sofort aktiv, druckte Flyer, postete auf Instagram und startete unter dem Hashtag #wirliefernkontaktlos einen Lieferservice, bei dem Kunden über diverse digitale Kanäle, Instagram, WhatsApp, Facetime, SMS, Telefon oder per Mail bestellen können. Ganz können die Einnahmen die eingebüßten Umsätze natürlich nicht abfangen, sondern nur zu vielleicht 40 bis 50 Prozent. Aber die Händlerin hofft, so die Krise zu überleben.

23. März / 16:30 Uhr

  • Die durch den Bundesrat verordnete Schliessung trifft auch viele kleine Läden in der Schweiz in ihrer Existenz. Der Schweizer Online-Marktplatz Ricardo bietet allen vom Lockdown betroffenen Verkaufsgeschäften, die ihren einzigen Absatzkanal für unbestimmte Zeit verlieren, direkte Starthilfe zum Online-Handel. Die Ricardo AG greift den Betrieben dabei unter die Arme, indem sie aktive Unterstützung beim Aufsetzen eines Online-Angebots und ein Gebühren-Guthaben von je 1000.- Franken bietet.

23. März / 14:00 Uhr

  • Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Rettungspaket beschlossen. Unter anderem sollen kleine Firmen und Selbständige vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro erhalten.

  • Der schwedische Modehändler H&M will in Anbetracht der Corona-Virus-Pandemie die Dividendenzahlung für 2019 aussetzen. Mit der Maßnahme werde die Finanzkraft des Unternehmens gestärkt und der künftige Handlungsspielraum in einer von Unsicherheit geprägten Lage erhöht, hieß es. H&M teilte zudem mit, dass aufgrund der Coronakrise momentan 3.441 der konzernweit 5.062 Läden vorübergehend geschlossen seien, darunter alle Geschäfte in den größten Märkten wie Deutschland und den USA. Am vergangenen Wochenende wurden zudem alle Filialen in Großbritannien zugemacht. H&M verwies zwar darauf, dass der Online Shop weiterhin geöffnet habe. Doch hätten die Schließungen einen deutlich negativen Effekt auf den Umsatz im März.

23. März / 13:10 Uhr

  • Auch TikTok, Plattform für mobile Kurzvideos, hat bekannt gegeben, das Abspielen von High Definition(HD)-Inhalten in der App für die nächsten 30 Tage einzuschränken, um die Infrastruktur in Europa zu entlasten. Die Maßnahme ist ab sofort in Kraft.

23. März / 10:10 Uhr

  • Im Zuge der Corona-Krise kooperieren die Mode-Plattform Outfits24 und das Netzwerk Modehaus.de, um stationäre Modehändler bundesweit zu unterstützen. Ziel der Kooperation sei es, als Sofort-Maßnahme für Händler neue Umsatzkanäle zu erschließen. Dies sei in der aktuellen Situation von POS Schließungen unverzichtbar, sagt Holger Wellner von Modehaus.de.

  • Walmart beabsichtigt, 150.000 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, um die gestiegene Nachfrage der Käufer infolge der Coronavirus-Pandemie zu befriedigen. Das Unternehmen plant außerdem, seinen derzeitigen Mitarbeitern Prämien in Höhe von 550 Millionen US-Dollar zu zahlen.

  • In der Coronakrise kaufen Deutsche Toilettenpapier, Franzosen Kondome und Rotwein und die Schweizer offenbar Sexspielzeug. Der Schweizer Online-Erotikhändler Amorana jedenfalls meldet ein Umsatzplus von 53 Prozent, seit die Eidgenossen zuhause bleiben müssen.

  • Nachdem immer mehr Länder aufgrund der Corona-Pandemie ihre Grenzen schließen und immer weniger Menschen reisen, funktioniert das Geschäftsmodell von Airbnb nicht mehr. Laut eines Medienberichts erwägt das Unternehmen nun, neues Kapital von privaten Investoren zu beschaffen.

23. März / 08:13 Uhr

  • Nach dem Anlieferstopp nicht lebensnotwendiger Produkte in Amazons Logistikzentren folgt jetzt der nächste radikale Schritt. In Frankreich und Italien liefert Amazon selbst nur noch lebensnotwendige Produkte aus.

  • Der Versender von Lebensmittelboxen Hellofresh kämpft mit dem gestiegenen Bestellvolumen. Um das handeln zu können, verlegt der Händler seine Bestellfrist um einen Tag nach vorne. Konnte bislang bis Mittwoch um 23.59 Uhr für die darauffolgende Woche bestellt werden, muss dies nun bis Dienstag geschehen.

20. - 22. März: eBay, Apple, Hermes

22. März / 12:25 Uhr

  • eBay hat ein umfassendes Soforthilfeprogramm ins Leben gerufen, um deutsche Händler in der Corona-Krise zu unterstützen. Das Programm zielt einerseits darauf ab, die Händler zu entlasten und zu unterstützen, die bereits heute bei eBay in Deutschland verkaufen. Andererseits haben in der aktuellen Situation zahlreiche lokale Händler mit sinkenden Umsätzen und Geschäftsschließungen zu kämpfen. Diese sollen schnell und einfach Zugang zum Online-Handel über eBay erhalten, um so zusätzliche Umsätze erzielen und Einbrüche im lokalen Geschäft auffangen zu können.

  • Hermes-Kunden können ihre Pakete kontaktlos entgegennehmen. Dafür hat das Unternehmen eine Lösung entwickelt, bei der die Unterschrift auf dem Scanner entfällt. Stattdessen wird der Sendungserhalt per Fotonachweis belegt. Wer eine Zustellung ohne jeden Personenkontakt bevorzugt, kann sich seine Sendung weiterhin an einen vorab definierten Wunsch-Ablageort liefern lassen.

21. März / 13:11 Uhr

  • In einem offenen Brief wendet sich mybudapester.com, Retailer für Designermarken, an den Handel und ruft stationäre Händler dazu auf, ihre Waren online auf mybudapester.com zu verkaufen - ohne Mehraufwand und zusätzliche Kosten. Ziel dieser Aktion ist es, aktiv dem Umsatzverlust entgegenzuwirken und sich in diesen turbulenten Zeiten gegenseitig zu unterstützen.

  • Der Freelancer-Marktplatz Fiverr hat eine Anlaufstelle in Form einer extra Website (www.smbhelp.com) für KMU und Freelancer erstellt. Die Seite bietet Leitfäden und Tipps für digitales Arbeiten und unterstützt traditionelle Unternehmen dabei, ihre Online-Präsenz schnell aufzubauen und Tools effektiv einzusetzen. Zudem gibt es einen 24/7 Hilfeservice. Unternehmen können sich über ein Kontaktformular mit einem Spezialisten in Verbindung setzen, der sie individuell berät.

  • Bayern verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen Corona und verhängt landesweit eine Ausgangsbeschränkung für zwei Wochen. Die Gastronomie wird fast geschlossen, nur Takeaway- und Liefer-Angebote bleiben offen.

  • YouTube, Amazon Prime Video und Netflix drosseln die Streaming-Qualität, um das Netz zu entlasten.
20. März / 12:18 Uhr
  • Um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen, hat sich das Bundeskartellamt angesichts der Corona-Krise offen für Lockerungen des Kartellrechts gezeigt. "Das Kartellrecht erlaubt weitgehende Kooperationen zwischen Unternehmen, wenn es dafür - wie in der aktuellen Situation - gute Gründe gibt", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. "Wir stehen selbstverständlich für jedes Gespräch mit den Unternehmen, Verbänden und der Politik zur Verfügung." Mehrere Seiten hätten bereits Gesprächsbedarf angemeldet und man sei bemüht, passende Regelungen zu finden.

  • Die deutsche Getränkewirtschaft sieht trotz der Einschränkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus keine Lieferengpässe. Zwar gebe es stellenweise eine erhöhte Nachfrage, dennoch sei die Versorgung weiterhin gewährleistet.

  • Apple lässt nach wochenlangen Produktionsengpässen in China nur noch zwei iPhones eines Modells pro Bestellung in seinem Online Store kaufen. Das heißt, Kunden bekommen seit Freitag eine Warnmeldung, wenn sie zum Beispiel drei Geräte des iPhone 11 Pro zu ihrem Warenkorb hinzufügen - bei zwei iPhone 11 Pro und einem iPhone 11 gibt es dagegen keine Probleme. Apple hatte bereits im Februar gewarnt, dass es wegen der Coronavirus-Krise zeitweise Engpässe bei den iPhone-Beständen geben könnte. Die Fabriken der Apple-Fertiger wie Foxconn wurden nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wegen Reisebeschränkungen deutlich langsamer hochgefahren als geplant.
    Die Apple-Stores außerhalb Chinas sind bis auf weiteres geschlossen und Kunden müssen auf den Online Shop ausweichen. Die gut 40 Läden in China sind inzwischen wieder normal geöffnet.

  • Die Corona-Krise macht nach Einschätzung von Albrecht Hornbach das gute vergangene Geschäftsjahr der Baumarktkette wieder zunichte. In einer Mitteilung zur Umsatzentwicklung vom Freitag bezeichnet es der Aufsichtsratschef als "bitter", dass "der Erfolg des zurückliegenden Geschäftsjahres in der sich stündlich ändernden Nachrichtenlage zur Coronakrise verpufft".

20. März / 08:05 Uhr

  • eBay kommt Händlern in der Corona-Krise entgegen: Während Amazon in der Corona-Pandemie vor allem an sich selbst denkt und mir nichts dir nichts FBA-Anlieferungen stoppt, will eBay seinen Händlern aktiv helfen. "Wir sind überzeugt, dass eine hohe Flexibilität im täglichen Geschäft nun entscheidend ist. So wissen wir, dass es derzeit nicht immer möglich ist, Ihre Artikel in der angegebenen Bearbeitungszeit zu verschicken oder eine Bestellung überhaupt zu bearbeiten. Deshalb wird Ihr Servicestatus in diesem Zeitraum nicht herabgestuft", lässt der Online-Marktplatz seine Händler-Community wissen. Von 20. März bis 20. Juni ist der Servicestatus vor Herabstufung geschützt.

  • Lebensmittelhändler reagieren wegen der Corona-Krise auf das veränderte Einkaufsverhalten von Verbrauchern. Seit dem letzten Februarwochenende verzeichnet Edeka Südwest eine erhöhte Nachfrage im Bereich Grundnahrungsmittel. Für die Mitarbeiter in den Märkten und im Großhandel bedeute dies einen erheblichen Mehraufwand. Waren müssten rasch geliefert und die Regale in den Märkten aufgefüllt werden. Dies gelinge, ein Lebensmittelnotstand sei nicht zu befürchten. Verbraucher seien jedoch aufgerufen, mitzuwirken.

Definition: Corona-Virus, Covid-19, Sars-CoV-2

Was die Bezeichnungen bedeuten:

  • Corona-Virus: Corona-Viren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Corona-Virus".
  • Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Corona-Virus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.
  • Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Corona-Virus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

19. März: Hootsuite, Händler helfen Händlern, Beiersdorf

19. März / 16:05 Uhr

  • Hootsuite, Anbieter von Social-Media-Management, ermöglicht Non-Profit-Organisationen und kleineren Unternehmen, die am meisten von der Corona-Krise betroffen sind, den kostenlosen Zugang zu seinem Professional Tarif.

19. März / 13:55 Uhr

  • Bis zum 30. April erlässt SumUp für bestehende und entsprechend qualifizierte Händler die Gebühren für Mobiles Bezahlen (Distanzzahlung). SumUp empfiehlt die Verwendung von kontaktlosen Zahlungen sowie Distanzzahlungen. Distanzzahlungen ermöglichen Transaktionen über das Smartphone durch Freigabe per E-Mail-Link, Whatsapp, SMS oder über soziale Netzwerke - physische Anwesenheit des Kunden ist hier nicht erforderlich.

19. März / 13:43 Uhr

  • Beiersdorf startet ab sofort mit der Produktion von medizinischen Desinfektionsmitteln innerhalb seines europäischen Produktionsnetzwerks. In einem ersten Schritt stellt das Unternehmen 500 Tonnen der für zentrale öffentliche Einrichtungen und Einsatzkräfte zur Verfügung. Die medizinischen Handdesinfektionsmittel werden in den Produktionsstätten des Unternehmens in Hamburg, Waldheim (Sachsen) sowie dem spanischen Tres Cantos in der Nähe von Madrid hergestellt. Beiersdorf hatte bereits in der vergangenen Woche die technischen Voraussetzungen für die Produktion von Desinfektionsmitteln an den Produktionsstandorten geschaffen und startet jetzt mit der Serienproduktion. 

  • Liefery verstärkt seine Zustelloption "Safe-Place-Delivery". Liefery ist eine Technologie- und Serviceplattform für Same Day sowie Next Day Zeitfenster-Zustellungen. Mit "Safe-Place-Delivery" kann der Kunde einen sicheren Ablageort auswählen, an dem die Bestellung in einem bestimmten Zeitfenster abgestellt wird.

  • Bis auf weiteres werden auch die Shops von Tchibo geschlossen. Damit wird es auch kein Click & Collect mehr geben. Über die Depots in Supermärkten und über den Online-Shop will man den Verkauf aufrecht erhalten.

  • Auch C&A informiert die Kunden über die Schließung der Filialen, verweist dabei auf den Online Shop, genauso wie Poco.
19. März / 11:42 Uhr

  • Mit dem Projekt "Gemeinsam gegen Corona" und dem Willen, einen eigenen Beitrag zu leisten, hat schuhplus - Schuhe in Übergrößen - eine Aktion ins Leben gerufen, um die Corona-Forschung zu unterstützen. Von jeder Bestellung im Webshop fließen fortan fünf Euro ans Robert-Koch-Institut (RKI).

19. März / 10:28 Uhr

  • Sellers.Tax hat sich in einer Umfrage unter Händlern mit Fragen beschäftigt wie: "Was passiert eigentlich mit Online-Händlern, wenn diese keine Ware mehr nachordern und produzieren können?" und "Wie viele Monate halten Online-Unternehmen ohne wesentliche Umsätze und Einnahmen durch?" Zwei Ergebnisse hier: Nach drei Monaten gehen bei über 70 Prozent aller Online-Händler in Deutschland die Lichter aus. Fast jeder 2. Online-Händler läuft bereits nach lediglich zwei Monaten Gefahr, den Betrieb einstellen zu müssen.

  • Marcus Diekmann (ROSE Bikes) hat gemeinsam mit Anna Weber (BabyOne), Vera Vaubel (changelog.blog), Tim Böker (ROSE Bikes), Sebastian Bomm (Rose Bikes) und Jan Weischer (BabyOne) die Gruppe "Corona-Krise: Händler helfen Händlern" ins Leben rufen, um den Handel in den schweren Corona-Zeiten zu vernetzen. Gemeinsam sollen viele Händler aus dem Mittelstand und größeren Unternehmen als weitere Mitstreiter gewonnen werden.

19. März / 08:28 Uhr

  • Media Markt und Saturn zielen auf Zuhausearbeitende: Die Elektronikhändler müssen ihre Läden schließen. Doch sie entdecken die Home-Office-Arbeitenden für sich und verkaufen unter einer eigenen, extra promoteten Kategorie das Equipment dafür.

  • Bergzeit setzt auf die Vernunft der Sportler: Sport-Spezialist Bergzeit appelliert an die Bergsport-Community, lieber daheim zu bleiben und nicht ihrem Hobby nachzugehen. Das Unternehmen bietet Tipps dazu an, wie den Kunden nicht langweilig wird.

  • Galeria Kaufhof stoppt Warenannahme: Der Warenhauskonzern zieht die Konsequenzen aus den behördlich angewiesenen Schließungen von Geschäften. Das Unternehmen nimmt keine Waren mehr von Lieferanten der Nonfood-Branche für Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports an.

  • Hornbach macht sonntags auf: Viele Hornbach-Märkte sollen in der Corona-Krise auch sonntags verkaufen. Beratungsgespräche soll es aber nur noch aus zwei Metern Entfernung geben.

  • Target führt gesonderte Öffnungszeiten für Corona-Risikogruppen ein: Ältere Menschen und solche mit gefährlichen Vorerkrankungen dürfen künftig bei Target am Mittwochmorgen eine Stunde lang unter sich shoppen. Um mehr Zeit für die tägliche Reinigung zu haben, schließt die US-Kette zudem ab sofort auch jeden Abend um 21.00 Uhr.

19. März / 07:33 Uhr

  • Obwohl 90 Prozent der Händler der Corona-Krise weder ängstlich noch panisch gegenüberstehen, rechnen nur zwölf Prozent der Befragten mit einer baldigen Verbesserung der Lage. Im Gegenteil: 82 Prozent der Befragten erwarten eine Verschlimmerung der aktuellen Situation. Insgesamt sind rund 70 Prozent direkt von der Krise betroffen. 55 Prozent der Händler verzeichnen bereits jetzt Einbußen in ihrem Geschäft. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse des Händlerbundes.

  • Die Corona-Epidemie hat nach einer Analyse des Bonussystems Payback starke Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten in Deutschland - und nicht nur beim rasant gestiegenen Absatz von Nudeln oder Klopapier. Einen sehr starken Anstieg beobachtet das Münchner Unternehmen bei Online Shops aus den Kategorien Kinderspielzeug, Tierbedarf, Sportkleidung, Büroartikel und Mode. Einen "wahren Ansturm" gibt es bei der Nachfrage nach dem "Disney"-Streaming-Angebot, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage sagte.

  • Facebook will seinen Nutzern direkteren Zugang zu verifizierten Informationen über das neuartige Corona-Virus geben. Ein "Corona-Virus-Informationszentrum" solle in den kommenden 24 Stunden Nutzern unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien und den USA prominent angezeigt werden, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg.

Definition: Corona-Virus, Covid-19, Sars-CoV-2

Was die Bezeichnungen bedeuten:

  • Corona-Virus: Corona-Viren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Corona-Virus".
  • Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Corona-Virus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.
  • Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Corona-Virus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

18. März: Adidas, Insolvenzen und Hilfsmaßnahmen

18. März / 13:40 Uhr

  • Vielen Unternehmen droht angesichts der Corona-Krise die Insolvenz. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz will die Insolvenzantragspflicht für diese Firmen aussetzen, um ein größeres Zeitfenster für Hilfsmaßnahmen zu eröffnen.

  • Laut "Süddeutsche Zeitung" schließt Adidas alle seine Geschäfte in Europa, USA und Kanada, auch für die Tochter Reebok. Die betroffenen Mitarbeiter in "mehreren Hundert" Stores werden weiterhin vergütet. Allein in China würden laut Zentrale in den ersten drei Monaten dieses Jahres eine Milliarde Euro Umsatz eingebüßt. Adidas selbst betreibt in China 500 Shops, weitere 11.500 Verkaufsstellen werden von Dritten betrieben. Nach Angaben von CEO Kasper Rorsted seien 70 Prozent der Geschäfte in China zwischenzeitlich wieder geöffnet.

18. März / 09:40 Uhr

  • Die Zara-Mutter Inditex schließt im Zuge der Coronavirus-Pandemie vorerst tausende Läden. Der Online-Handel laufe weiter, die Lieferketten funktionierten normal, teilte der Eigner von Modeketten wie Zara am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz für 2019 mit. Ingesamt sind seit Dienstag 3.785 Läden in 39 Ländern geschlossen. Der spanische Konzern folgt damit den Vorgaben vieler Länder die im Zuge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Schließung von Läden, die nicht den täglichen Bedarf der Menschen decken, angeordnet hatten.

  • H&M gibt die vorübergehende Schließung aller 460 Geschäfte in Deutschland im Zuge der globalen Verbreitung von COVID-19 bekannt. Der Online Shop ist davon unberührt, der Zeitraum für Retouren wurde auf 100 Tage verlängert. Darüber hinaus spendet die gemeinnützige H&M Foundation zur Bekämpfung der Pandemie 500.000 US-Dollar an den COVID-19 Solidarity Response Fond.

  • Der Parfümerie-Händler Douglas setzt ebenfalls seinen Filialhandel aufgrund von COVID-19 in den meisten europäischen Märkten aus. Die Dauer dieser Maßnahmen ist abhängig von den jeweiligen nationalen und regionalen Vorgaben. Der Versand- und Online-Handel im Douglas Omnichannel-Angebot ist aktuell nicht betroffen und kann von Kunden wie gewohnt genutzt werden.

Definition: Corona-Virus, Covid-19, Sars-CoV-2

Was die Bezeichnungen bedeuten:

  • Corona-Virus: Corona-Viren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Corona-Virus".
  • Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Corona-Virus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.
  • Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Corona-Virus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

17. März: Amazon, Facebook, Alibaba

17. März / 15:57 Uhr

  • Amazon schränkt in den USA Anlieferung von Produkten ein: Weil Amazon in den US-Fulfillment-Centren aufgrund der Corona-Pandemie Platz schaffen muss für stark nachgefragte, lebensnotwendige Produkte, gelten in den USA ab sofort bis zunächst 5. April für andere Produkte Anlieferungsbeschränkungen. Angeliefert werden dürfen Produkte im Bereich Baby, Haushalt, Gesundheit, Kosmetik, Lebensmittel, Haustier sowie Industrie. Nicht essenzielle Produkte von Verkäufern, aber auch direkten Zulieferern, können nicht bei Amazon zwischengelagert werden. In Deutschland und Europa zieht der E-Commerce-Riese nach.

17. März / 15:57 Uhr

  • Facebook will kleinere Unternehmen angesichts ihrer Geschäftseinbußen in der Corona-Virus-Krise mit 100 Millionen US-Dollar unterstützen. Dabei gehe es um Gutscheine für Werbeanzeigen, aber auch Geld, wie das Online-Netzwerk am Dienstag ankündigte. Von dem Angebot sollen bis zu 30.000 Firmen in 30 Ländern profitieren. In den kommenden Wochen sollen sie sich bewerben können.

  • Alibaba-Gründer Jack Ma spendet Millionen Schutzmasken für Europa: Bereits am vergangenen Freitag war eine erste Maschine mit medizinischen Hilfsgütern, die die Alibaba Foundation und die Jack Ma Foundation spenden, im belgischen Lüttich gelandet. Heute erreicht die erste große Lieferung das vom Corona-Virus besonders hart getroffene Italien. Das italienische Rote Kreuz erhält insgesamt eine Million medizinische Gesichtsmasken und 100.000 Testkits.

17. März / 12:39 Uhr

  • Events für Händler: Adobe Summit EMEA verschoben, Meet Magento DE 2020 abgesagt

17. März / 12:01 Uhr

  • Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man will damit die Ausbreitung des Corona-Virus hemmen und die Mitarbeiter schützen. So komme man der Verantwortung als großer Einzelhändler nach. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online Shop soll ebenso wie das Kunden-Service-Center weitergeführt werden.

  • Amazon sucht in den USA rund 100.000 neue Mitarbeiter im Lager und in der Zustellung, um den wachsenden Online-Bestellungen aufgrund des Corona-Virus Herr werden. Dafür will der Konzern über 350 Millionen US-Dollar aufwenden. Amazon kündigt zudem Lohnerhöhungen an - auch in Europa.

17. März / 11:16 Uhr

  • Vor falschen Informationen über das Corona-Virus hat die Europäische Kommission am Dienstag gewarnt. Es sei wichtig, über die neuesten Entwicklungen in der Viruskrise auf dem Laufenden zu bleiben. Allgemeine Ratschläge gebe die Generaldirektion Gesundheit der Kommission, teilte die Brüsseler Behörde via Twitter mit. Über Einzelheiten informierten die lokalen Gesundheitsbehörden. "Nehmen Sie sich vor arglistigen und irreführenden Fake News und Desinformationen in Acht - überprüfen Sie es anhand verlässlicher Quellen", riet die Kommission.

17. März / 10:32 Uhr

  • Die Telekommunikationsprovider in Deutschland sehen sich für eine deutlich höhere Auslastung der Kommunikations- und Datennetze in der Corona-Virus-Krise gut gerüstet. "Aus jetziger Sicht wird die Zunahme von Homeoffice und Streamingdiensten zu keiner Situation führen, in der die Netzkapazitäten an ihre Grenzen geraten", sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom.

  • Eine Branche, die vom Corona-Virus profitiert, ist der Lebensmittel-Online-Handel. Bisher scheuten sich viele Kunden, frische Lebensmittel im Netz zu ordern. Doch immer mehr Konsumenten kaufen diese nun online, um den stationären Einkauf zu vermeiden.

17. März / 08:45 Uhr

  • Die Online-Handelsplattform Sportmarken24 bietet angebundenen Einzelhändlern in Zeiten des Corona-Virus pragmatische Liquiditätssoforthilfe: Für zwei Monate verspricht das Unternehmen ein zinsloses Darlehen in Höhe des Auszahlungsbetrags des letzten Monats.

  • Bofrost profitiert von Corona: Neben höheren Bestellvolumina bei bestehenden Kunden verzeichnet der Tiefkühlprodukte-Lieferdienst derzeit auch einen "hohen Anstieg neuer Kunden".

  • Tarek Müller von About You geht davon aus, dass die Krise den Offline- zu Online-Effekt beschleunigt und About You und Zalando mit mehr Marktanteilen aus der Situation herausgehen werden.

Definition: Corona-Virus, Covid-19, Sars-CoV-2

Was die Bezeichnungen bedeuten:

  • Corona-Virus: Corona-Viren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Corona-Virus".
  • Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Corona-Virus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.
  • Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Corona-Virus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

16. März: Ladenschließungen, Lebensmittelhändler, Starbucks

16. März / 15:32 Uhr

  • Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Corona-Krise aus Regierungskreisen erfuhr.

16.März / 14:44 Uhr

  • Der Außenhandelsverband BGA sieht in der Corona-Virus-Krise eine flächendeckende Versorgung mit Waren in Deutschland sichergestellt. BGA-Sprecher André Schwarz sagte am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, zwar sei die Versorgung schwieriger geworden, auch weil Produkte passgenau geliefert werden müssten. "Es besteht aber kein Grund zur Panik. Die flächendeckende Versorgung mit Waren ist sichergestellt. Die Politik hat bereits gegengesteuert mit der Lockerung des Sonntags-Fahrverbots für Lkw", sagte Schwarz.

16. März / 14:13 Uhr

  • Wegen der hohen Nachfrage infolge der Corona-Virus-Krise suchen die großen deutschen Supermarktketten händeringend neue Mitarbeiter. "Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben", sagte Rewe-Chef Lionel Souque am Montag. Auch Edeka und Netto forderten Interessenten auf, sich direkt in der nächsten Filialen zu melden.

16. März / 11.56 Uhr

  • In den USA bietet Starbucks in seinen Filialen nur noch "To-go"-Produkte an.

  • Dilemma: Aktuell profitieren E-Food-Anbieter zwar von einer erhöhten Nachfrage. Diese können sie aber zum Teil nicht bedienen. Zudem gibt es verstärkt Höchstabgabemengen.

  • Lieferdienste wie Lieferando bieten die "kontaktlose Belieferung" an - die Ware wird vor die Tür gestellt.

16. März / 11.20 Uhr

  • Härtefall für Lebensmittelhändler: Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern die Ladenöffnungszeiten für bestimmte Geschäfte aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte dürfen unter der Woche nun bis 22.00 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben.

  • Beim Modehändler H&M ist der Umsatz im März aufgrund des Corona-Virus vor allem in Europa bislang negativ beeinträchtigt. Seit einigen Tagen seien alle Läden von Hennes & Mauritz in Italien geschlossen. Am Wochenende seien zudem alle Geschäfte in Polen, Spanien, der Tschechischen Republik, Bulgarien, Belgien und Frankreich komplett sowie in Griechenland teilweise geschlossen worden, hieß es. Am Montag schließen laut Mitteilung alle Läden in Österreich, Luxemburg, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Kasachstan. Die Online Shops blieben aber geöffnet. In China erholten sich die Umsätze allmählich, da sich die Lage dort wieder verbessert habe, hieß es.

  • Die Corona-Virus-Pandemie hat auch zu sinkenden Besucherfrequenzen in den 21 Shopping-Centern der Deutsche EuroShop (DES) geführt, wobei es regional und im Zeitverlauf deutliche Unterschiede gibt. Durchschnittlich sank die Frequenz für das Portfolio bis zum 13. März um ca. 15 Prozent.

16. März / 11:14 Uhr

  • Zum Schutz der Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Virus-Krise stellt Bayern ein Hilfspaket in Höhe von zehn Milliarden Euro bereit. Dies teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit. Um die Geldmittel bereitstellen zu können, werde die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zeitlich begrenzt für zunächst ein Jahr außer Kraft gesetzt.

  • Mit dem Zehn-Milliarden-Euro-Schutzschirm solle die Wirtschaft geschützt werden, unter anderem gebe es spezielle Bürgschaftsrahmen und finanzielle Soforthilfen zwischen 5.000 und 30.000 Euro.


16. März / 11.10 Uhr

  • Nicht nur deutsche Händler, die Waren aus China erwarten, stehen vor einem Problem. Der Kampf gegen das Corona-Virus hat auch der chinesischen Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Das Pekinger Statistikamt veröffentlichte eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten, die teilweise einen nie dagewesenen Einbruch verzeichneten.

  • So ging die Industrieproduktion im Januar und Februar im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Vorjahres um 13,5 Prozent zurück - der stärkste bislang gemessene Einbruch. Mit einem Minus von 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sackte auch der Umsatz im Einzelhandel deutlich ab. Die Anlageinvestitionen brachen um 24,5 Prozent ein, wie das Statistikamt weiter berichtete.

  • Da Peking vergangene Woche erklärte, dass der Höhepunkt der Epidemie in China überschritten sei, rechnen Analysten damit, dass die Produktion nun langsam wieder anläuft und sich die Wirtschaftsdaten in den kommenden Wochen bessern könnten. Allerdings verweisen Beobachter darauf, dass die Rückkehr zur Arbeit vielerorts langsamer vorangeht als erhofft.

16. März / 09.10 Uhr

  • Als Folge der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise ist der deutsche Aktienindex Dax am Montag unter die Marke von 9.000 Punkten gefallen.
Einige Beispiele, die zeigen, wie Unternehmen und Händler reagieren, haben wir in einer Bildergalerie zusammengefasst:

Definition: Corona-Virus, Covid-19, Sars-CoV-2

Was die Bezeichnungen bedeuten:

  • Corona-Virus: Corona-Viren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Corona-Virus".
  • Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Corona-Virus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.
  • Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Corona-Virus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

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