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FMCG-Studie Nach Corona: Nur ein Viertel der Deutschen will vermehrt Online-Shopping nutzen

Shutterstock/RossHelen
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Viele Menschen ändern ihre Kaufgewohnheiten aufgrund von Corona - auch im Bezug auf Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Der FMCG Report 2021 von YouGov zeigt jedoch, dass nur 26 Prozent der Deutschen nach der Pandemie vermehrt Online-Shopping nutzen wollen. 

Im Zuge des FMCG Reports 2021 "Consumer goods in a crisis" von YouGov gaben 47 Prozent der Deutschen an, dass sich ihre Kaufgewohnheiten aufgrund der Pandemie verändert haben. Nur Franzosen (46 Prozent) und Dänen (44 Prozent) treffen diese Aussage noch seltener als Deutsche.

Was das Thema Online-Shopping angeht, äußern sich die Deutschen eher zurückhaltend: Nur 26 Prozent wollen nach der Pandemie vermehrt Online-Shopping nutzen. Der internationale Durchschnittswert liegt bei 42 Prozent. Inder (67 Prozent) und Chinesen (64 Prozent) sind in Bezug auf Online-Lieferungen am aufgeschlossensten.

Der deutsche Lebensmittel-Online-Shopper: jünger und männlich

18 Prozent der Deutschen kaufen ihre Lebensmittel online - dabei setzt vor allem die jüngere Zielgruppe auf den bequemen Einkauf im Netz: 13 Prozent jener Lebensmittel-Online-Shopper sind 18-24 Jahre alt, in der Gesamtbevölkerung sind es 9 Prozent.

Der deutsche Lebensmittel-Online-Shopper ist mehrheitlich männlich (57 Prozent). Auch interessant: Deutsche, die Lebensmittel online einkaufen, setzen vor allem auf biologisches Essen. Zudem bevorzugt die Mehrheit dieser Zielgruppe (71 Prozent) vor allem hochwertige Produkte.

"Die Covid-19-Pandemie hat sowohl Herausforderungen als auch Chancen innerhalb des FMCG-Sektors geschaffen. Dabei sind aber die Auswirkungen der Krise mit Blick auf die verschiedenen Märkte nicht einheitlich", sagt  Frieder Schmid, Head of Research Team DACH bei YouGov Deutschland. "Es bleibt abzuwarten, ob diese weltweiten Veränderungen von langer oder kurzer Dauer sein werden. Da wir uns aber bereits im zweiten Corona-Jahr befinden, sind Kenntnisse über das Verbraucherverhalten und dessen Veränderungen essenziell, um neue Strategien für Kundenansprachen und Erschließungen von Zielgruppen, wie die Lebensmittel-Online-Shopper, während und nach der Krise zu entwickeln."

Für den Report wurden ca. 19.000 Personen in 17 Märkten weltweit befragt.

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