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Zebrochene Eierschalen mit EU- und Großbritannien-Flagge

Brexit 94 Prozent der britischen Online-Marken haben EU-Kunden verloren

shutterstock / comnito
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Der Brexit hat den britischen E-Commerce hart getroffen: Über 90 Prozent der Online-Brands in UK haben seit dem EU-Ausstieg Großbritanniens Kunden aus dem europäischen Ausland verloren. Die Verluste wurden aber durch den inländischen Corona-Boom mehr als kompensiert.

Seit 1. Januar 2021 ist der Brexit gelebte Handelsrealität: Seit Großbritannien kein Teil der EU mehr ist, wird der grenzüberschreitende Handel auf die britische Insel durch Grenzkontrollen, Steuern und Zölle erschwert. Das hat gravierende Folgen für den britischen E-Commerce, wie eine Umfrage von CensusWide und ChannelAdvisor unter 304 Marketing-Leitern britischer Marken jetzt feststellte: Demnach verloren 94 Prozent der befragten Marken Kunden aus dem europäischen Festland. 

Kundenverlust bringt Umsatzverlust

Bei über zwei Drittel der Marken schlägt sich der Kundenverlust auch in einem Umsatzverlust im internationalen Geschäft nieder, ein Fünftel bezeichnet diesen Verlust als "signifikant". Als größter Hemmschuh für den grenzüberschreitenden Post-Brexit-Handel gelten der Umfrage zufolge Verzögerungen beim Versand.

Die internationalen Verluste dürften allerdings zu verschmerzen sein: Wie in Deutschland auch hat der britische E-Commerce einen Corona-Boom hingelegt; die verlorenen internationalen Kunden wurden daher durch neue einheimische Shopper mehr als kompensiert. 82 Prozent der britischen Online-Brands verzeichnen deshalb in diesem Jahr höhere Absatzzahlen.

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