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Virtuelles Einkaufen Neues Feature: Klarna verbindet Online-Shopping mit Live-Beratung

Shutterstock / Rawpixel.com
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Der Zahlungsanbieter Klarna erweitert mit einem Virtual-Shopping-Angebot sein Portfolio. Dieses verbindet Livechats mit Kundenberatern und Online-Shopping und soll so ein personalisiertes Einkaufserlebnis schaffen.

Ein neues Klarna-Feature soll es Kunden ermöglichen, während des Online-Shoppings eine fachkundige Beratung durch Kundenberater in Geschäften zu erhalten. Mehr als 400.000 Einzelhändler und 300 Marken gehen mit diesem Angebot noch im Mai live. Mit dabei sind unter anderem namhafte Hersteller wie Hugo Boss oder Levis. Das Programm soll die Kundenbindung erhöhen, Retouren reduzieren und Kunden ein Omnichannel-Erlebnis bieten.

Käufer haben beim Online-Shopping künftig die Möglichkeit, mithilfe von Livechats und Video-Anrufen mit Kundenberatern zu sprechen. Die Klarna-Store-App für Händler ermöglicht es Mitarbeitern in Geschäften, Fotos und Videos von Artikeln zu veröffentlichen. So können die angebotenen Waren virtuell betrachtet werden. Auch Live-Produktvorführungen direkt aus dem Geschäft sind möglich.

Virtual Shopping - so funktioniert es

Kunden werden durch einen Klick auf das Virtual-Shopping-Symbol in einem Online-Shop auf Klarna direkt mit Experten im Geschäft verbunden und können Fragen stellen beziehungsweise sich beraten lassen.
Händler, die bereits auf Klarna aktiv sind, können Virtual Shopping einfach in ihre Online-Shops integrieren. Sie erhalten Informationen über die Interaktionen mit Kunden und Verkaufszahlen und können ihr Angebot dementsprechend anpassen.

Über die Klarna-App haben Berater vor Ort die Möglichkeit, Kunden per Textnachricht, Chat oder Video zu beraten. Das Angebot ist für Partnerhändler weltweit verfügbar. Bislang ist das Feature in 18 Märkten in Europa, Kanada und den USA verfügbar. Es soll im Laufe des Jahres auf weitere Märkte ausgeweitet werden.

Neues Shopping-Modell als Ergänzung zum stationären Handel

Ganz wird Online-Shopping den Einkauf im Laden wohl vorerst nicht verdrängen. Eine Analyse von Klarna ergab, dass die meisten Käufe noch immer im stationären Handel getätigt werden. Dies sind fast 80 Prozent des weltweiten Einzelhandelsumsatzes. Verbraucher bevorzugen den physischen Einkauf aufgrund von sozialen Interaktionen und angebotenem Kundenservice vor Ort. 74 Prozent der befragten Verbraucher finden, Einzelhändler sollten in neue Technologien investieren. Mehr als ein Drittel sprechen sich für personalisierte Dienstleistungen (35 Prozent) und Produktempfehlungen (40 Prozent) aus.

David Sandström, Chief Marketing Officer bei Klarna betont: "Mit Virtual Shopping übertragen wir das Erlebnis einer persönlichen Beratung durch Experten im stationären Handel in den Online-Bereich. So könnten langfristige Kundenbeziehungen aufgebaut werde."

Klarna investiert schon seit längerer Zeit in ähnliche Technologien: Die Markteinführung baut auf der Übernahme der Social-Shopping-Plattform "Hero" im vergangenen Jahr auf. Diese verbindet Käufer mit Produktexperten via Text, Chat und Video direkt im E-Commerce-Shop der Marke.


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