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Chinesischer E-Commerce-Konzern JD.com launcht erste stationäre Roboter-Stores in Europa

Shutterstock/Michael Vi
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Roboter suchen, verpacken und liefern: Der Amazon-Rivale JD.com hat zwei vollautomatisierte Shops in den Niederlanden eröffnet. Das Omnichannel-Konzept "Ochama" soll Kunden einen kassenlosen und stressfreien Einkauf bieten.

In den niederländischen Städten Rotterdam und Leiden können JD.com-Kunden schon bald ihre Einkäufe per App oder Website bestellen und zwischen Abholung und Lieferung wählen. Hört sich nicht spektakulär an? Ist es aber: Denn der ganze Prozess wird vollautomatisch abgewickelt - von Robotern.

"Ochama": Mix aus "Omnichannel" und "amazing"

Für das innovative Konzept "Ochama" - ein Wortspiel aus "Omnichannel" und "amazing" - setzt der chinesische E-Commerce-Riese eine ganze Roboter-Flotte ein. Durch die Automatisierung der Logistik und dem verbesserten Fulfillment sollen, laut einer Mitteilung des Unternehmens, die Preise von Food- and Non-Food-Produkten um zehn Prozent unter dem marktüblichen Wert liegen können. 

Teil des futuristischen Shops ist auch das automatisierte Lager, wo die Roboter die Waren kommissionieren, sortieren und transportieren. Zur Abholung müssen Kunden lediglich einen QR-Code scannen. Im Ausstellungsraum können sie sich zudem vom Produktsortiment von Ochama inspirieren lassen. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen bald auch zwei weitere Shops in Amsterdam (Diemen) und Utrecht eröffnet werden.

"Mit der Erfahrung im Einzelhandel und den modernsten Logistiktechnologien, die das Unternehmen im Laufe der Jahre gesammelt hat, wollen wir für die Kunden in Europa ein noch nie dagewesenes Einkaufsformat mit besseren Preisen und besserem Service schaffen", sagt Pass Lei, General Manager von ochama, JD Worldwide.

Wie es aussieht, will JD.com Amazon in Europa ordentlich Druck machen. Das E-Commerce-Schwergewicht gehört neben Alibaba und dem US-Konzern schon jetzt zu den weltweit größten Online-Händlern und erwirtschaftet im Jahr 2020 online rund 83 Milliarden US-Dollar.

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