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bevh-Studie Deutsche gehen lieber ins Internet, um nachhaltige Produkte zu finden

shutterstock.com/D-Krab
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Wer Wert auf nachhaltigen Konsum legt und entsprechende Produkte kaufen möchte, wird meistens im Internet fündig. Der stationäre Handel kann hier noch nicht punkten und fördert kleine, regionale Anbieter kaum, zeigt eine aktuelle Erhebung des bevh.

Mit dem nachhaltigen Konsum ist es so eine Sache. Viele Verbraucher sind sich der Notwendigkeit bewusst, scheuen aber den Mehraufwand und die Kosten und bemängeln die fehlende Auswahl. Immerhin wollen vier von zehn Deutschen im neuen Jahr nachhaltiger shoppen, zeigt eine aktuelle Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh).

"Die meisten Kunden wären zwar bereit, nachhaltigere Produkte einzukaufen. Eine umweltschonende Alternative zu einem konventionellen Produkt zu finden, ist aber mit einem Mehraufwand verbunden. Das gilt besonders für preissensible Kunden, die nachhaltige Produkte für teurer erachten. Diese sind oft nur dann bereit, sich für ein Angebot zu interessieren, wenn sie eine große Auswahl und Vergleichbarkeit von Preisen vorfinden - und das möglichst ohne lange suchen zu müssen," erklärt Daniela Bleimaier, Leiterin Public Affairs Deutschland & Regionales beim bevh.

Fokus auf den Onlinehandel

Erfreulich für den E-Commerce: Wenn Verbraucher entsprechende nachhaltige Produkte kaufen, tun sie das vornehmlich im Internet. Konkret kaufen mehr als ein Drittel (34,0 Prozent) der Konsumenten Waren wie Kleidung aus Bio-Baumwolle, fair hergestellte Produkte oder CO₂-neutrale Produkte im Onlinehandel. Nur 19,2 Prozent der Kunden fühlt sich bei der Auswahl im stationären Handel gut aufgehoben. Die restlichen 46,8 Prozent der Befragten zeigten keine Präferenzen.

"Die Kunden schöpfen aus der vergleichsweisen großen Vielfalt nachhaltiger Angebote im Internet. Dort ist es zudem leichter, Produkte zu finden, die abseits des Massenmarktes und bekannter Konzernmarken laufen. Gerade weniger bekannte Nischenanbieter setzen daher gezielt auf Onlinekanäle, um ihre Produkte niedrigschwellig einem größeren Publikum zugänglich zu machen," erläutert Bleimaier.

Nischenanbieter

Das Internet als Verkaufskanal eigne sich vor allem für kleine, regionale Anbieter. Denn für diese ist es oft schwer, ihre nachhaltigen Waren in die Regale der großen Handelsketten zu bringen. Der Platz dort ist physisch begrenzt und steht nicht allen Herstellern offen. "Für Nischenanbieter ist der Onlinevertrieb - sei es über einen eigenen Shop, in den sozialen Medien oder auf digitalen Marktplätzen - daher von großem Vorteil", so Bleimeier.

Zum Studiendesign:

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag des bevh jeweils 1.005 Online-Shopper im Zeitraum zwischen dem 16. und 17. Dezember befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Einwohner der BRD ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 5,5 Prozent.

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