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Irischer Spielwarenhändler Smyths Toys übernimmt Toys'R'Us in der DACH-Region

shutterstock.com/r.classen
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Der irische Spielwarenhändler Smyths Toys wird alle Toys'R'Us-Filialen in der DACH-Region übernehmen. Damit baut der Einzelhändler sein Portfolio um 93 Märkte und vier Online Shops  aus und wird zum größten Spielwarenhändler in Europa.

Der Spielwarenhändler Smyths Toys aus Irland hat sich alle Filialen des insolventen Unternehmens Toys'R'Us in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und der Schweiz) geschnappt und wird damit zum größten Spielwarenhändler in Europa. Insgesamt erweitert der Einzelhändler damit sein Portfolio um 93 Märkte und vier Online Shops von Toys'R'Us in der DACH-Region. Aktuell betreibt Smyths Toys 110 Spielwarengeschäfte und Online Shops in Irland und Großbritannien.

Der Deal muss noch endgültig durch das zuständige Gericht in den USA, aller zuständigen Behörden und vertraglicher Regelungen genehmigt werden. Dann wird Smyths alle Unternehmenseinheiten der Marke Toys'R'Us in der DACH-Region sowie alle Mitarbeiter und das Management in diesen drei Ländern, einschließlich der Hauptverwaltung in Köln, übernehmen.

"Nach umfassenden Sondierungsgesprächen bin ich sehr zufrieden, dass Smyths Toys den Bieterprozess für unser Unternehmen gewonnen hat. Smyths Toys ist ein außerordentlich erfolgreiches Handelsunternehmen, das in der Vergangenheit stark gewachsen ist. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren, werden auf Kundenwünsche eingehen und zusammen das Geschäft vorantreiben", sagt der Geschäftsführer von Toys'R'Us Central Europe, Detlef Mutterer.

Durch die Übernahme können in Europa zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden. In den USA hatten die Arbeitnehmer von Toys'R'US nicht so viel Glück. Im März gab der Spielwarenhändler bekannt, dass alle 735 stationären Geschäfte in den USA geschlossen werden. Rund 33.000 Mitarbeiter verlieren somit ihre Anstellung. Aber nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien gibt der Spielwarenverkäufer seine 100 Läden auf nachdem kein Käufer gefunden wurde. Hier verlieren etwa 3.000 Angestellte ihren Job.

Gründe für das Scheitern

Im September vergangenen Jahres reichte Toys'R'Us bei Gericht einen Antrag auf Gläubigerschutz ein. Zu diesem Zeitpunkt betrieb der Spielwarenverkäufer rund 875 Filialen in den Vereinigten Staaten und über 1.600 weltweit. Bereits damals kündigte das Unternehmen die Schließungen einiger Geschäfte an.

Toys'R'Us konnte schlussendlich dem Druck von Amazon und Co nicht standhalten. Der Händler versuchte beim Preis sowohl im Online Shop als auch in den Filialen mit den Mitbewerbern mitzuhalten - und scheiterte.

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