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IT-Budgets steigen IT-Trends im Handel: Multichannel und Mobile

Shutterstock.com/Scandinavien Stock
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Die bedeutendsten technologischen Trends im Handel sind die Ausrichtung auf Multichannel und mobile Anwendungen. Entsprechend sollen die IT-Budgets 2015 steigen, ergab eine aktuelle EHI-Studie.

Die große Mehrheit der Händler - nämlich 63 Prozent - sehen im Multichannel die wichtigste Entwicklung dieses Jahres. Als größte Herausforderung betrachten 51 Prozent die organisatorische Optimierung der Kanalintegration, gefolgt von der technischen Systemverknüpfung, der Realtime-Anbindung sowie dem Stammdatenmanagement.

Das ergab die Studie "IT-Trends im  Handel 2015" im Auftrag des EHI, für die IT-Verantwortliche von 95 Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Lediglich zwölf Prozent der Studienteilnehmer halten die Integration der Kanäle in ihrem Unternehmen bereits für gut gelungen. Rund 40 Prozent sehen sich in Sachen Multichannel immerhin auf einem guten Weg.

Interesse an Mobile Payment legt zu

Ebenfalls ganz oben auf der Liste der Trends stehen bei den IT-Verantwortlichen mobile Anwendungen: 57 Prozent richten ihr Augenmerk in diesem Jahr auf das Thema Mobile. Fast ein Viertel will mobile Systeme für die Mitarbeiter in den stationären Filialen einführen. 17 Prozent arbeiten an mobilen Lösungen für ihre Kunden. Ein gutes Viertel hält auch das Thema Mobile Payment für relevant: Besonders interessant finden die Unternehmen die Möglichkeit, das mobile Bezahlen mit Kundenbindungsprogrammen zu verbinden sowie die Kassendurchlaufzeiten zu beschleunigen.

IT-Budgets-2015-EHI

Die Entwicklung der IT-Budgets 2011 bis 2015

EHI IT-Trends im Handel 2015

 Um diese Projekte realisieren zu können, sollen auch die IT-Budgets steigen. 40 Prozent der Studienteilnehmer rechnen mit mehr Mitteln für Investitionen in die Technik. Im Vergleich zu 2013, als die Budgets im Schnitt 1,14 Prozent des Netto-Umsatzes betrugen, sind die Etats nun auf durchschnittlich 1,24 Prozent des Netto-Umsatzes gestiegen. Damit haben sich die Erwartungen der IT-Verantwortlichen von vor zwei Jahren erfüllt: Damals waren 52 Prozent der IT-Leiter von steigenden Budgets ausgegangen.

Wachsende Bedeutung der IT

Entsprechend der wachsenden Bedeutung der IT für nahezu alle Unternehmensbereiche gehen die IT-Verantwortlichen auch von einer wachsenden Bedeutung ihrer Abteilung aus. 62 Prozent verstehen sich als Enabler, die eng in die Organisation der Prozesse eingebunden sein sollten. 38 Prozent halten die IT-Abteilung für einen zentralen Innovationstreiber im Unternehmen. Die Mitarbeiter dieses Bereichs müssen künftig vermehrt über Fähigkeiten wie Business- und Prozessorientierung verfügen. Spezialisten  mit solchem Anforderungsprofil sind allerdings schwer zu finden.

Dass der Handel auf das geänderte Nutzerverhalten eingehen muss, belegen unter anderem Studien zu den Kundenwünschen: Ein Viertel der Smartphone-Nutzer möchte im Supermarkt Zusatzinformationen zu Produkten via Handy einholen.

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