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Skoda Pay to Park
Digitaler PoS 14.11.2022
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In-Car-Commerce Skoda integriert Parkgebühr-App ins Auto

Skoda
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Bei Elektroautos ist In-Car-Commerce bereits Teil des Alltags. Jetzt präsentiert der tschechische Autohersteller Skoda eine neue App, die auch Kunden von Verbrenner-Autos das Leben etwas leichter machen soll. Die neue Park-App ist ins Auto integriert.

In-Car-Commerce bedeutet, dass das Auto zum Point of Sale wird. Besonders weit ist in diesem Bereich der US-amerikanische Autobauer Tesla. Er hat die Abrechnung für die Nutzung der Tesla-Ladesäulen in seine Fahrzeuge integriert. Steckt der Nutzer das Ladekabel der Säule in sein Auto, handeln das Fahrzeug und die Säule die Kosten für den Strom miteinander aus, abgebucht wird anschließend über die im Auto-Bordcomputer hinterlegte Kreditkarte. Inzwischen ist Tesla nicht mehr allein mit dieser Technik, auch Wettbewerber wie Mercedes-Benz bieten diesen Service an.

Für die meisten Skodas verfügbar

Dass man mit diesem Prinzip auch noch andere Dinge des Alltags bezahlen kann, beweist jetzt Skoda mit "Pay to Park". Diese Anwendung erlaubt das Bezahlen von Parkgebühren über den Bordrechner des Wagens. Der muss dazu mit einem Skoda-Infotainmentsystem der Baureihe "Amundsen" oder "Columbus" ausgestattet sein. Skoda bietet diese Systeme für die meisten seiner Modelle an.

Nach der Pilotphase in der Schweiz ist der Dienst nun auch in Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland und Norwegen verfügbar. Acht weitere Länder sollen in Kürze folgen.

Die Park-App verwendet das GPS-Positionssignal des Wagens für eine Standortbestimmung und zeigt die Lage des Parkplatzes sowie die Kosten auf dem Display im Auto-Armaturenbrett an. Gestartet wird der Parkvorgang mit einem Fingertipp aufs Display, der Betrag wird nach Ende des Parkvorganges abgebucht. 

Kunden, die keinen entsprechend ausgestatten Skoda fahren, können "Pay to Park" auch als App auf ihrem Smartphone verwenden - was die Idee gleich weniger revolutionär erscheinen lässt. Denn Park-Apps auf dem Smartphone sind nichts Neues. Auch für die Skoda-Mutter VW nicht, die allerdings die hauseigene Park-App WEpark vor einiger Zeit sang- und klanglos eingestellt hatte.

Noch kein echtes Seamless Pay

Von einer Seamless-Payment-Experience ist die Skoda-Lösung noch weit entfernt, auch wenn man jetzt nicht mehr das Smartphone aus der Tasche nesteln muss, um seinen Parkschein zu kaufen. Denkbar wäre, dass das Auto automatisch ein Parkticket kauft, sobald man es auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abstellt, aussteigt und sich beispielsweise soweit vom Fahrzeug entfernt, dass die Keyless-Zentralverriegelung den Wagen abschließt. Der Wagen beendet auch nicht automatisch den Parkvorgang, sobald er wieder gestartet wird. Immerhin: Da "Pay to Park" sowohl im Auto als auch auf dem Smartphone laufen kann, können angemeldete Nutzer ihr Parkticket verlängern - auch wenn sie dabei nicht im Auto sitzen.   

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