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Finanzdiagramme

Internationale Studie Diese Prioritäten setzen Händler bei E-Commerce-Investitionen

Shutterstock/Freedomz
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Die vergangenen zwei Jahre haben den Handel für immer verändert - und Retail-Unternehmen sind gezwungen, neue Investitionen zu tätigen. Welche Bereiche hier aktuell besonders im Fokus stehen, zeigt eine Studie von Salesforce und Publicis Sapient.

Einzelhändler mussten in den vergangenen zwei Jahren ihre digitale Performance ausbauen und stehen nun vor der Herausforderung, diese zu optimieren und zu skalieren. Welche Prioritäten sie dabei setzen, hat Publicis Sapient und Salesforce zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Ipsos im Zuge der "Global Retail Decision Makers Survey" untersucht.

Reine E-Commerce-Händler seltener profitabel

Die internationale Studie zeigt, dass im Vergleich zu Einzelhändlern mit Ladengeschäften reine E-Commerce-Händler mehr als doppelt so oft angeben, dass sie derzeit nicht profitabel seien (44 Prozent versus 20 Prozent). Die große Mehrheit der Befragten (96 Prozent) sind dennoch der Meinung, dass das Onlinegeschäft unabhängig von Covid künftig weiter wachsen werde.

Die Mehrheit der Retail-Entscheider wisse, was nötig sei, um das E-Commerce-Geschäft anzukurbeln: 90 Prozent sagen aus, über ein gutes Gespür für die erforderlichen Verbesserungen im Onlinehandel zu verfügen. 40 Prozent gaben jedoch zu, Schwierigkeiten zu haben, Investitionen in die entsprechenden Maßnahmen zu tätigen.

Fokus auf digitale Customer Experience und Omnichannel

Auf die Frage, welche Investitionsbereiche für die Steigerung der Profitabilität am wichtigsten seien, nannten die Studien-Teilnehmer die digitale Customer Experience (53 Prozent) und den Omnichannel-Handel (50 Prozent). Danach folgen die Modernisierung der Lieferkette (43 Prozent), Marketingtechnologie und Daten-Monetarisierung (38 Prozent). Die Themen Kundenservice (33 Prozent), digitaler Store (28 Prozent) und Strategie (27 Prozent) belegen dagegen die hinteren Plätze.

Retail Studie

Salesforce/Publicis Sapient

Und was bringt aktuell die größten Schwierigkeiten mit sich? Die größte Herausforderung für den Omnichannel-Handel stellt laut der Studie für die meisten das Thema Re-Plattforming (28 Prozent) dar, gefolgt von der Expansion über Marktplätze (24 Prozent). Darüber hinaus stehen auch Microservices & Headless E-Commerce (18 Prozent) sowie der Shift in die Cloud (11 Prozent) auf der Liste der aktuellen Challenges.

Für die Studie wurden vom 18. März bis zum 12. April 2022 B2B-Online-Panels durchgeführt. Es wurden insgesamt 294 Einzelhandelsunternehmen in sieben Märkten (USA, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden und Australien) befragt. Um sich für die Studie zu qualifizieren, mussten die Befragten in der Einzelhandels- oder Lebensmittelbranche tätig sein, eine Stellenbezeichnung als Director oder höher haben und bei einem Einzelhandelsunternehmen beschäftigt sein, das einen Jahresumsatz zwischen weniger als 20 Millionen US-Dollar und mehr als 5 Milliarden US-Dollar erzielt und im E-Commerce aktiv ist.

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