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Philip Rooke von Spreadshirt

Internet World 2015 Spreadshirt: "Travel can kill your business"

Philip Rooke, CEO von Spreadshirt auf der Internet World Bühne

Philip Rooke, CEO von Spreadshirt auf der Internet World Bühne

Wie kann man als Online-Shop global expandieren und dennoch lokal bleiben? Antworten darauf gab Spreadshirt-CEO Philip Rooke auf der Internet World 2015.

Philip Rooke ist seit 2011 CEO bei Spreadshirt und konnte in diesem Zeitraum den Umsatz um stolze 300 Prozent steigern. Inzwischen ist die Merchandising-Plattform mit ihrem Marktplatz in 19 Ländern vertreten. Genug Erfahrung für Rooke also, um auf dem Internet World Kongress allen Online-Shops fünf goldene Regeln an die Hand zu geben, die es bei einer Expansion zu beachten gilt.

Regel Nummer Eins:

Eine Globalisierung ist nicht automatisch mit einem guten Return on Investment verbunden. Daher rät Rooke: "Ein Online-Shop muss zuallererst erfolgreich im heimischen Markt sein, ehe er expaniert." Denn wenn das eigene Business schon zu Hause nicht wettbewerbsfähig ist, wird es dies im globalen Markt erst recht nicht sein.

Regel Nummer Zwei:

Ehe man in einem anderen Land an den Start geht, sollte man sich vor Ort informieren, örtliche Händler besuchen und die Konsumenten beobachten. Denn oft weichen das Verhalten oder die Kultur stark von denen im heimischen Markt ab - das gil es in der Strategie zu beachten.

Regel Nummer Drei:

Wie Spreadshirt beobachtet, sind die US-Nutzer echte "Mobile Buyer", Smartphone und Tablet liegen hier gleichauf, während in der EU Tablet vor Smartphone liegt. Das gilt es auch im Marketing-Mix zu beachten. Örtliche Vorlieben sollten in Werbekampagnen ebenfalls Beachtung finden, so sind die Deutschen etwa große Freunde von Empfehlungen.

Regel Nummer Vier:

Rooke rät, ständig zu analysieren und Zahlen zu vergleichen, um Schwächen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. In Australien etwa gibt es nach Spreadshirt-Erfahrung große Schwächen beim Checkout-Prozess, den User frühzeitg abbrechen.

Regel Nummer Fünf:

Zuletzt sollten Unternehmen bei globaler Expansion darauf achten, auch Einheimische zu engagieren, damit es beispielsweise keine Pannen im Wording gibt. So kann auf örtliche Eigenheiten geachten werden - und der User fühlt sich auch lokal angesprochen. Rookes Fazit: "You don`t have to be perfect, just be better than the competitors."

Westliche Unternehmen unterschätzen die Komplexität des chinesischen Markts, warnt hingegen der chinesische E-Commerce-Experte und Internet World-Speaker Lac Tran.

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