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Internet World Kongress "Mobile verändert alles"

Mit Shopkick können Händler die Kaufentscheidung von Kunden gezielt beeinflussen

Shopkick

Mit Shopkick können Händler die Kaufentscheidung von Kunden gezielt beeinflussen

Shopkick

Zum Auftakt des "Internet World Kongress" skizzierte Peter Thulson, VP International Partnerships & Managing Director Germany bei Shopkick, wie mobile Endgeräte den stationären Handel retten können.

"Footfall ist das größte Problem des stationären Handels im Jahr 2015". In seiner Keynote zur Eröffnung des "Internet World Kongress" legte Peter Thulson, VP International Partnerships & Managing Director Germany bei Shopkick, gleich zu Beginn den Finger in die wunde Flanke des Handels. Die Frequenz auf der Fläche lässt spürbar nach. Immer weniger Kunden sind bereit, sich von ihren Sofas zu erheben und in die Innenstadt zu fahren, weil sie bequem und häufig auch noch günstiger von zuhause aus online einkaufen können.

Doch gleich danach machte Thulson Mut: Die Schlacht für den stationären Handel ist noch nicht ganz verloren. Und seine mächtigste Waffe ist das Mobiltelefon. Darüber können Händler Kunden wieder einen Grund liefern, in die Stadt zu fahren, sie können sie, wenn sie in der Stadt unterwegs sind, in ihre eigenen Läden dirigieren und im Laden die Kaufentscheidung steuern und beeinflussen.

Kunden sind Studien zufolge mehr als bereit, ihr mobiles Endgerät als Shopping-Hilfe zu nutzen. Thulson präsentierte Zahlen, wonach 73 Prozent der mobilen Nutzer über ihr Smartphone oder ihr Tablet recherchieren, bevor sie einen Einkauf tätigen. 84 Prozent nutzen ihr Smartphone im Laden. Und 65 Prozent schließen einen Einkauf innerhalb von 24 Stunden, nachdem sie im Laden gewesen sind, mobil ab.

Grund genug also für Händler, sich Strategien zu überlegen, wie sie die mobilen Endgeräte der Nutzer für ihre Zwecke nutzen können. Allerdings, so warnt Thulson nicht ohne Eigennutz: "Marken und Händler können dies nicht allein schaffen." Stattdessen seien sie gut beraten, sich Plattformen anzuschließen, die mobile Angebote bündeln und über eine ausreichend große Reichweite verfügen.

Shopkick ist eine solche Plattform. Eine Million Downloads registrierte die App allein in Deutschland seit dem Launch vor rund vier Monaten. Seit Jahresbeginn wurden über die Anwendung 500.000 Besuche in Partnershops registriert. Neuester Handelspartner ist Reno. Darüber hinaus nutzen Douglas, Media Markt und Saturn, Penny und Karstadt die Bonus-App.

Die gute Nachricht für Händler: Kunden lassen sich schon für verhältnismäßig wenig Geld zum Kick-Sammeln motivieren: Am 21. März veranstaltete Shopkick seinen ersten "Schnapptag" in Deutschland. Wer die App an diesem Tag nutzte, konnte vier Mal mehr Kicks sammeln - wobei 250 Kicks dem Gegenwert von einem Euro entsprechen. Dennoch verzeichnete Shopkick an diesem Tag bei seinen Handelspartnern 2,5 Mal mehr Walk-Ins als an einem durchschnittlichen anderen Samstag. "Unsere Kunden sind nicht nur Schnäppchenjäger", so Thulson. Stattdessen würden sie generell das Gefühl schätzen, von Händlern belohnt zu werden. Zwei Drittel ihrer Zeit verbringen Shopkick-Nutzer laut Thulson übrigens damit, durch die Angebote zu browsen.

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