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Eingabe am PoS

Internet World Messe Internet World Shop: Innovation am POS

Epson
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Klug verzahnt, ist halb gewonnen: Der Internet World Shop zeigt Messebesuchern neue Lösungen für die Verbindung von stationärem Geschäft und digitalen Technologien.

Die Digitalisierung des Ladengeschäfts ist der große Trend im Handel. Wie das gehen kann und welche Lösungen es dafür gibt, erfahren die Besucher der ­Internet World Messe in München. Dort gibt es gleich zwei Ausstellungsflächen, die sich mit Technologien im Handel befassen: der Internet World Shop (Halle B5 / H422) und gleich daneben der Weshop der Agentur Serviceplan (Halle 5 / G382).

Im Internet World Shop präsentieren verschiedene Anbieter ihre Lösungen für die intelligente Verknüpfung der Kanäle. So zeigen der Hardware-Hersteller Epson und der Software-Hersteller E-Matters eine POS-Lösung (ein mobiles Kassen- und Beratungssystem), die sie gemeinsam entwickelt haben.

­E-Matters steuert die Software "E-Commerce-Suite" bei. Sie bildet den Online-Shop ab und umfasst nachgelagerte Prozesse wie Bestellabwicklung, Lager­haltung, Einkauf und Filialverkauf. Von Epson kommen die Kassenbondrucker. Eine Schnittstelle zur "TM-Intelligent Plattform", der neuen Produktserie des Druckeranbieters, ist bereits in die E-Commerce-Suite integriert.

Keine Warteschlange an der Kasse

In der Praxis könnte künftig das Verkaufspersonal, ausgestattet mit Tablets und mobilen Bondruckern, auf die Kunden zugehen, sie am Regal oder vor der Umkleidekabine beraten und die Ware gleich dort verkaufen. Die Kunden würden sich die übliche Warteschlange an der Kasse ersparen.

E-Matters bringt auch eine Service-­Lösung mit auf den Internet World Shop. Der "Spark-Aufkleber" soll Geräte im Haushalt mit Händlern verbinden, sodass per Knopfdruck Waren nachbestellt werden können. Die Idee lehnt sich an den Dash-Button von Amazon an. Auch der Versandhändler Otto hatte vor Kurzem solch einen Service-Aufkleber für Geräte vorgestellt. Der Aufkleber von E-Matters ist ein QR-Code. Wird er mit einem Smartphone abgescannt, kann der Kunde mithilfe einer App eine Bestellung auslösen. Praktisch ist das für solche Produkte, die regelmäßig nachgekauft werden, zum Beispiel Kaffeebohnen für die Espressomaschine oder Waschmittel.

Der Shop-Software-Anbieter Commercetools stellt auf dem Internet World Shop ein Shop-Template im ­Responsive Design namens "Sunrise" vor. Eine Beispiellösung soll zeigen, wie der Shop damit an die Bildschirmgröße eines iMac oder eines iPhones angepasst wird. Zudem können Commercetools-Kunden eine White-Label-App auf iOS-­Basis programmieren. Kunden können mit der App beispielsweise im Laden Barcodes an Preisschildern scannen und die Artikel in den Warenkorb des Online-Shops legen.

Commercetools arbeitet ­zudem mit dem Unternehmen Pushtec für die Analyse der Echtzeit-Traffic-Daten im Desktop-Shop und in der App zusammen. Auf Basis dieser Analyse können Händler ­ihren Kunden zielgerichtete Marketingbotschaften per Push-Mitteilung auf das Smartphone senden.

Lösung für Showrooms oder Produkte

Hybris hatte im vergangenen Jahr auf dem Internet World Shop mit dem Proto­typen eines interaktiven Weinregals Aufmerksamkeit erregt. In diesem Jahr stellt Hybris Labs einen Prototypen namens "Infinite Cart" aus. Gedacht ist die Lösung für Showrooms oder Produkte, die nicht so leicht in einen Einkaufswagen gelegt werden können. An jedem Produkt wird ein NFC-Tag angebracht, der die genauen Produktdaten aussendet. Der Showroom-Besucher erhält ein mobiles Lesegerät und kann damit Produkte, die ihm gefallen, abspeichern. Dann geht er an eine "Auslese-Station", die alle gemerkten Produkte auflistet, Varianten anzeigt oder auf Zubehörprodukte aufmerksam macht. Will der Kunde ­etwas kaufen, übergibt er das Produkt an einen digitalen Warenkorb und bestellt es.

Der Zahlungsdienstleister Wirecard präsentiert die "Connected-POS"-Plattform. Mit dieser Plattform für den stationären Handel können Informationen von vielen verschiedenen Quellen zusammengeführt werden, um die Kundenbeziehung zu vertiefen. Da die Plattform Transaktionsvorgänge, Social-Media-Daten und Daten von Kundenbindungssystemen vereint, erhält der stationäre Handel laut Wirecard Analysetools und Vermarktungstechnologien, die bislang nur vom Online-Handel eingesetzt werden. Die Lösung soll einfach in bestehende Kassensysteme integrierbar sein.

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