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One Stop Shop

EU-Mehrwertsteuerreform OSS: Was Online-Händler beim Versand innerhalb der EU ab 1. Juli beachten müssen

Shutterstock/Marco Rullkoetter
Shutterstock/Marco Rullkoetter

Wer innerhalb der EU Waren und Dienstleistungen für mehr als 10.000 Euro im Jahr in ein anderes Land liefert, auf den kommen ab Juli 2021 wichtige Änderungen zu. Worauf Online-Händler jetzt achten müssen, erklärt Steuerberater Dirk Wendl in diesem Beitrag.

von Dirk Wendl, Steuerberater Wendl & Köhler

Eigentlich hätte das OSS-Prinzip - One-Stop-Shop - längst in Kraft treten sollen, denn OSS ist der Kern der lange geplanten EU-Mehrwertsteuerreform. Doch nach Corona-bedingten Verzögerungen steht jetzt der 1. Juli 2021 fest.

Das Ziel von OSS: Der Handel innerhalb der EU soll weiter vereinfacht werden, die Besteuerung soll einheitlich ab einem Wert von 10.000 Euro im Bestimmungsland erfolgen. Die bisherigen unterschiedlichen Lieferschwellen sollen damit entfallen. Angemeldet werden muss die Besteuerung dann lediglich noch bei einer zentralen Registrierungsstelle pro Land. Die Umsatzsteueranmeldungen in einzelnen Ländern könnten damit theoretisch überflüssig werden. Allerdings zeigt sich, dass OSS wohl nicht alle Transaktionen im Online-Handel abdecken wird. Damit wäre das neue System schon veraltet, bevor es in Kraft tritt.

OSS - die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • One-Stop-Shop (OSS) soll ab 1. Juli 2021 starten.
  • Dieses System stellt die Basis für die Umsetzung der EU-Mehrwertsteuerreform dar.
  • Mit OSS wäre dann nur noch eine zentrale Registrierung im Heimatland des Unternehmens notwendig, einzelne Umsatzsteuermeldungen in einzelnen Ländern würden damit weitgehend entfallen.
  • Es gibt jedoch Transaktionen, die voraussichtlich nicht über OSS abzuwickeln sind, dies betrifft vor allem einige der Aspekte bei der Nutzung von Fulfillment-Centern im EU-Ausland. OSS zeigt damit bereits Schwachstellen vor dem Start der Reform.
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