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E-Commerce-Trends 05.09.14 Twitpic stellt seinen Dienst ein

Twitpic macht wegen eines Streits mit Twitter dicht, Rocket Internet bündelt fünf seiner Mode-Händler und Amazon ist vom Ansturm in Deutschland überfordert.


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- NEWS -

Rocket Internet will gemeinsam mit Kinnevik fünf ihrer Online-Händler in einer neuen globalen E-Commerce-Gruppe zusammenfassen, die auf Mode in Schwellenländern spezialisiert ist. Dafiti (Lateinamerika), Jabong (Indien), Lamoda (Russland), Namshi (Naher Osten) und Zalora (Südostasien und Australien) sollen künftig in der Global Fashion Group (GFG) gebündelt werden. Die Start-ups operieren in insgesamt 23 Ländern. Im ersten Halbjahr kamen die Webseiten der Gruppe auf 353 Millionen einzelne Besucher, 8,4 Millionen Bestellungen und einen Handelsumsatz von 436 Millionen Euro. >>>Internetworld


Amazon vom Ansturm in Deutschland überrascht: Das Startkontingent seiner Streaming-Box Fire-TV war in weniger als einem Tag ausverkauft. Auf der Website heißt es: "Wir sind von der hohen Nachfrage nach dem Fire TV in Deutschland überwältigt. In weniger als einem Tag haben wir unser Vorbestellungskontingent erschöpft. Mehr ist unterwegs." Möglicherweise können die bestellten Geräte aber erst im November geliefert werden. >>> Golem

Die Self-Publish-Plattform Books on Demand (BoD) kooperiert mit Readfy. Autoren von BoD können ihre Bücher künftig auf der Leseplattform zum Verleih anbieten. Readfy stellt sein Angebot - wie Spotify - kostenlos zur Verfügung und finanziert sich über Werbung. Anfang 2015 will das Start-up außerdem ein werbefreies, kostenpflichtiges Abo anbieten. BoD-Autoren erhalten pro gelesenem Buch 70 Prozent der Netto-Werbeerlöse, die Readfy an BoD ausschüttet. >>>Buchreport

Die Kaufhauskette Galeria Kaufhof will seinen Online-Shop überarbeiten. Der Relaunch soll Mitte 2015 abgeschlossen sein, an technischen Neuerungen wird bereits gearbeitet. Was genau verändert wird, ist aber nicht bekannt. >>>TextilWirtschaft, Onlinehändler News

Das Münchner Start-up Holidu hat seine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen: Die Suchmaschine für Ferienhäuser bekommt von mehreren Business Angels Kapital im hohen sechsstelligen Euro-Bereich. Mit dem Geld wollen die Münchner "auf allen Ebenen" wachsen: Das Angebot von derzeit rund 700.000 Immobilien soll auf über eine Million erweitert werden, die Marketing-Maßnahmen sollen verstärkt werden und die Internationalisierung vorangetrieben. >>>Gründerszene

Die Deutsche Telekom wird zum Content-Marketing-Dienstleister. Am 1. Oktober startet das Unternehmen The Digital, eine Full-Service-Agentur, die für Kunden journalistische Inhalte erstellt und sich um Seeding, SEO-Optimierung, Webdesign, App-Entwicklung, Tracking und Hosting kümmert. Erster Kunde ist kein geringerer als eBay.  >>>W&V

- INTERNATIONAL -

Der Twitter-Fotodienst Twitpic stellt seinen Dienst Ende September ein. Grund ist nach Angaben von Gründer Noah Everett ein Streit mit Twitter: Der Kurznachrichtendienst habe gefordert, dass Twitpic einen Antrag auf den Schutz seines Markennamens zurückziehe und gedroht, Twitpic ansonsten den Zugang zum Twitter-Dienst zu sperren. >>>Spiegel Online


Spotcap, das dritte FinTech-Start-up von Rocket Internet, ist in Spanien gestartet. Die Finanzplattform gewährt kleinen Unternehmen Kredite zwischen 500 und 50.000 Euro - und das innerhalb weniger Stunden. Die aus Deutschland stammenden Gründer, Toby Triebel und Jens Woloszczak, haben sich für Spanien entschieden, weil dort vor allem kleinere Unternehmen wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise Schwierigkeiten hätten, an Kredite zu gelangen. >>>Handelsblatt, Deutsche Start-ups

Wohin nur mit all dem Geld? 50 Millionen US-Dollar erhält xAd, die US-amerikanische Plattform für standortbezogene mobile Werbung, von verschiedenen Investoren - und das obwohl das Unternehmen das Geld nach eigenem Bekunden gar nicht benötigt, weil es bereits profitabel ist. Auch Pläne, wofür man die Millionen verwenden könnte, gibt es noch keine. >>>Pressemitteilung

Saks Fith Avenue, die US-amerikanische Mode-Kaufhauskette, setzt auf Social Commerce: #SaksStyle sammelt Bilder, die Fans auf Facebook, Twitter, Tumblr und Instagram hochgeladen haben, und verlinkt diese auf den Produktseiten des Mode-Unternehmens, wo die Kleidungsstücke gekauft werden können. >>>Clickz

Mit fragwürdigen Methoden zum Erfolg: Superfish zeigt Nutzern mit einer Browser-Erweiterung Affiliate-Links, zum Teil ohne das diese das Wissen. Und das Konzept funktioniert: Das US-amerikanische Start-up, das sich selbst als Anbieter von Technologie für "visuelle Suche" darstellt, konnte seinen Umsatz in den vergangenen drei Jahren um 26.000 Prozent auf zuletzt 35,3 Millionen US-Dollar steigern. >>>t3n

Das Fashion-Portal für Männer Frank & Oak erhält in seiner Serie-B-Finanzierungsrunde 15 Millionen US-Dollar von Goodwater Capital, Green Oaks Capital, Investment Quebec und John Currie. Mit dem neuen Kapital will die Shopping-Community mit 1,5 Millionen Mitgliedern ihre Präsenz in New York ausbauen. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal entwirft jeden Monat eine neue Kollektion. Außerdem schickt der Online-Händler seinen Mitgliedern jeden Monat einen personalisierten Newsletter mit Kleidungsstücken, aus denen sie fünf Teile auswählen können, die ihnen kostenlos zugesandt werden. Bezahlt wird nur, was behalten wird.   >>>Venture Beat, Techcrunch

- BACKGROUND -

Die Unterhaltungselektronik-Branche schöpft ihre Potenziale im Online-Marketing nicht aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hamburger Agentur JOM und dem Branchenexperten Thomas Dobberstein: Nur 44 Prozent der Unternehmen verwenden Suchmaschinenmarketing und die meisten Hersteller verzichten außerhalb der üblichen Kampagnenzeiträume, wie etwa vor Weihnachten, auf eine kontinuierliche Online-Werbepräsenz in abverkaufsnahen Umfeldern. >>>JOM
 
Webshopper glauben einer Studie des ECC Köln und des IFH zufolge, dass die gewählte Zahlungsart den Retourenprozess beeinflusst. Entsprechend positiv bewerten sie etwa den Kauf per Rechnung - der von Händlern indes eher kritisch gesehen wird. >>>Internetworld

- ZAHL DES TAGES -

Um durchschnittlich 30 Prozent will Uber offenbar die Preise in Berlin und München senken, um den Konkurrenzkampf weiter anzuheizen. Taxifahrer wird diese Nachricht nur wenig freuen - ebenso wenig die Uber-Fahrer. Die Einnahmen sollen weiter wie zuvor aufgeteilt werden: 80 Prozent für den Fahrer, 20 Prozent für Uber. >>>Techcrunch

- GEHÖRT -

"Digital ist wie ein großes Meer. Wie können budgetär und personell nicht überall dauerhaft mitschwimmen, aber wir müssen für neue Entwicklungen beweglich bleiben."

Tina Beuchler, neu ernannte Digital- und Media-Direktorin von Nestlé Deutschland, soll die digitale Transformation des Unternehmens orchestrieren. >>>Horizont

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