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Fahrradfahrer fährt durch eine Landschaft

Praxis-Case

Warum der Radhersteller Canyon auf E-Commerce only setzt

shutterstock.com/oneinchpunch
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Die Fahrräder der Marke Canyon werden ausschließlich über das Internet verkauft. In der Kundenansprache setzt der Hersteller auf einen Mix aus Authentizität und Emotionen.

Das Jahr 2018 war für den Fahrradhersteller Canyon Bicycles aus Koblenz ein ­erfolgreiches Jahr. Zahlreiche Bike-Modelle erhielten von Fachzeitschriften hohe Auszeichnungen. Und daneben wurde das Unternehmen mit Testsiegen und Design-Preisen überschüttet, darunter dem Red Dot Design Award für ein Trail-Bike oder dem German Design Award für ein ­E-Mountainbike und ein Gravel-Bike. ­Begründung der Jury: "Ein bis ins Detail sehr sauber gestaltetes Design, das formal und technisch überzeugt."

Die Marke Canyon, so viel steht fest, hat sich unter den Fans hochwertiger Fahrräder ihren Platz erobert. Dies ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es sich bei dem Unternehmen um einen Direktanbieter handelt: Alle Bikes werden ausschließlich online vertrieben. Und das bei Preisen zwischen 650 und 13.000 Euro - je nachdem, ob es sich eher um ein Bike für "abenteuerliche Touren" oder eines der leichtesten Rennräder der Welt handelt. Damit bricht diese Erfolgsstory gleich mit zwei Gesetzen des E-Commerce: hochwertige Artikel lassen sich nur schwer über das Internet verkaufen und für den Verkauf von Produkten, die regelmäßig in eine Werkstatt müssen, braucht es unbedingt den Rückhalt durch ein örtliches Händlernetz - denn Canyon hat genau dies nicht. 

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