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Big Data und Talente "Wir nutzen die Daten noch nicht genug"

Daten können Unternehmen helfen, die richtigen Mitarbeiter zu finden und zu fördern. Noch wichtiger bei der Personalentwicklung ist aber immer noch der menschliche Faktor.

Big Data hat auch die Personalabteilungen der Konzerne erreicht. Spannend ist zum Beispiel der Ansatz, über die Auswertung von Daten zu erfassen, wer im Unternehmen Ideen ausheckt und wer diese verbreitet - und dann die Personen entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen.

"Talent-Management geht uns alle etwas an, denn die Mitarbeiter sind für den Erfolg einer Firma entscheidend", sagt Heidi Stopper, Personalvorstand von ProSiebenSat.1 auf einer Diskussionsrunde auf der DLD Conference in München. "Wir nutzen die Daten, die wir haben, noch nicht genug, aber wir dürfen auch den menschlichen Faktor nicht vergessen."

Siemens sei schon gut darin, Talente zu finden, glaubt Rosa Riera, Head of Employer Branding and Diversity beim Elektronikkonzern, doch in der Weiterentwicklung könne das Unternehmen noch besser werden. Wer sich heute bei einer Firma bewerbe, wolle für diese auch eine Bedeutung haben. "Deshalb versuchen wir, in einen Dialog mit den Bewerbern zu treten."

Der Markt habe sich gewandelt, heute müssten die Firmen um die Mitarbeiter bewerben, findet Stopper. "Da sitzen 25 -Jährige in Vorstellungsgesprächen und fragen: 'Was können Sie für mich tun?'" Für Frauen sei das die passende Gelegenheit, Arbeitsbedingungen auszuhandeln, die es ihnen ermöglichen, Berufs- und Privatleben zu koordinieren. "Firmen müssen sich bewegen."

Mit der Digitalisierung vieler Branchen ändert sich auch die Führungskultur. Was Manager heute können müssen, um auch künftig zu bestehen, war ein heiß diskutiertes Thema auf der DLD Conference.

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