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E-Commerce-Trends 26.11.14 Zalando vermeldet ersten konzernweiten Break-Even

Im dritten Quartal 2014 schrieb Zalando erstmals konzernweit schwarze Zahlen. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 501 Millionen Euro. Außerdem: Conrad nutzt eBays Click & Collect.

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- NEWS -

Zalando meldet für das dritte Quartal ein Plus beim Konzernumsatz von 24 Prozent auf 501 Millionen Euro - nach 404 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Insbesondere in den internationalen Märkten legte der Modeversender stark zu: Im Segment "übriges Europa" vermeldet Zalando ein Plus von 39,9 Prozent auf 198 Millionen Euro (2013: 141 Millionen Euro). Im DACH-Segment stieg die Profitabilität auf eine um aktienbasierte Vergütung bereinigte EBIT-Marke von 3,9 Prozent. Für das Gesamtgeschäft lag sie im dritten Quartal bei 0,8 Prozent (nach -12,4 Prozent im dritten Quartal 2013). damit erzielte Zalando den ersten konzernweiten Break-Even. Die Entwicklung begründet das Unternehmen mit verbesserten Kostenpositionen für Logistik, Marketing und Verwaltung. Mehr dazu in Kürze. >>>per Mail

Mit seinem Click & Collect-Service scheint eBay im Handel gut anzukommen. Nach A.T.U. gestern nutzt jetzt auch Conrad das Angebot. Kunden können über eBay Produkte bestellen und anschließend in einer Filiale abholen. >>>CRN.de

In den USA scheint die SDL-Euphorie von eBay ordentlich abgeebbt zu sein, schließlich wurde gestern die "eBay Now"-App aus allen App-Stores entfernt. In Deutschland will man den Service jetzt erstmal testen - und zwar in Berlin. Von Montag bis Freitag bis 14 Uhr können die Berliner ausgewählte Artikel teilnehmender Händler über eBay erwerben und sich diese für fünf Euro noch am selben Tag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr mit dem DHL Kurierservice an den von ihnen angegebenen Ort in der Stadt liefern lassen. Sechs Händler sind zum Start des Pilotprojekts bereits dabei, diese sind Fashion For Home (Möbel und Wohnen), MAPCO (Autotechnik), StreetwearTuning (Kfz Tuning), Shoedeal (Schuhe), Foto Wichern (Foto und Zubehör) und Prestige Europe (Parfüm und Kosmetik). >>>Internetworld.de

Gravis motzt seine Filialen jetzt auch mit digitalen Schnickschnack auf. "Solution Tisch" heißt das bei dem Apple-Reseller. Der Clou darauf soll ein Rechner sein, der über RFID-Technologie Infofilme zu Produkten auf dem Tisch abspielt. Pro Filiale werden sechs bis zehn Produkte dergestalt präsentiert. Der Streit um den Monitor kann beginnen. >>>Neuhandeln.de

Saturn wurde Opfer einer Mitarbeiterindiskretion - und dadurch zum Facebook-Star. Auf dem Rabattportal Dealz.com plauderte ein Mitglied aus, dass er von einem Freund, der bei Saturn arbeitet, erfahren habe, dass der Elektronikriese eine "drei für zwei"-Aktion plant. Saturn schlug zurück und bestätigte mit einem Post auf Facebook die Aktion indirekt mit dem Kommentar "He myDealz - Schnäppchen, Gutscheine, Preisfehler macht mal das Leck zu!" Bebildert war der Kommentar mit dem Hinweis "Wir sagen nix! #3F2Leak." 300 Likes waren die Belohnung. Am Dienstag legte Saturn nochmal nach und produzierte ein Video mit dem Titel "Helft uns bei der Suche nach dem #3F2Leak Verräter." Deutschland sei schockiert ob des größten Skandals seit Buttgate. >>>Internetworld.de

Otto testet offenbar die Vermarktung seiner Shop-Reichweite durch Werbung. "Online Marketing Rockstars" hat erste Banner-Einblendungen entdeckt, die entweder zu Produkten bei Otto oder zu Drittanbietern wie einem Reiseportal führen. Auch die Media-Saturn-Holding will Werbung als Umsatzquelle anzapfen. >>>Online Marketing Rockstars

Thomas Cook bringt Datenbrillen mit virtuellen Urlaubsinhalten in die Reisebüros und lässt seine Kunden auf diesem Weg mit dem Helikopter über New York fliegen. Der Konzern beginnt das Pilotprojekt in Deutschland, Großbritannien und  Belgien. In Deutschland werden im ersten Schritt drei Reisebüros Anfang  2015 mit den Datenbrillen ausgestattet. >>>Internetworld.de

Der Kinder-Shopping-Club Kidisto will sich bei Seedmatch frisches Kapital aus der Crowd beschaffen. Bis zu 300.000 Euro sind das Ziel. Seit dem Launch im Juli 2013 erwirtschaftete das Startup Umsätze in Höhe von 150.000 Euro, lieferte 3.000 Bestellungen aus und kooperierte mit mehr als 200 Lieferanten. Jetzt soll mit deutlich mehr Tempo an der Mitgliedergewinnung gearbeitet werden. >>>ecommerce-news-magazin.de

Tchibo verkauft im Weihnachtsgeschäft einen 3D-Drucker für 500 Euro. Mit ihm lassen sich von einfachen Haushaltsartikeln bis zu ausgefallenen Schmuck- und Deko-Kreationen zahlreiche Gegenstände erschaffen. Vorlagen können aus dem Internet geladen oder selbst kreiert werden. >>>ibusiness.de

Die Berliner Modedesignerin Antonia Goy verkauft jetzt auch im Web. Zunächst nur in Deutschland, bald aber auch in Österreich und der Schweiz. Wie so oft gilt auch in ihrem Shop: Streichen Sie das Logo raus und Sie haben keine Ahnung, bei welchem Händler Sie sich gerade befinden. >>>Fashion United

Mit fünf Millionen US-Dollar beteiligt sich Hubert Burda Media an der US-amerikanischen Plattform Gift Connect. Der Social-Commerce-Anbieter hat sich auf das Erlösmodell "Gift-izing" spezialisiert. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Nordstrom testet internetfähige digitale Spiegel in seinen Umkleidekabinen. Die Technik stammt von eBay. Kunden können darüber Produktempfehlungen erhalten, Verfügbarkeiten überprüfen und Hilfe von einem Verkäufer anfordern. >>>Internet Retailer

Der US-Haushaltswarenhändler Williams-Sonoma verkaufte im dritten Quartal 2014 mehr über das Internet als über seine Filialen. Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 52 Prozent. >>>Internet Retailer

Amazon (I) hat mit der britischen Post Royal Mail eine Kooperation vereinbart. Online-Bestellungen können künftig auch in den Royal-Post-Filialen abgeholt werden. Damit erweitert sich das Pickup-Netzwerk von Amazon in Großbritannien um 10.500 Lokalitäten auf insgesamt 16.000. Erst kürzlich hatte die Royal Mail ihre Gewinnerwartung für die kommenden zwei Jahre halbiert, weil Amazon in Großbritannien die Logistik verstärkt in Eigenregie abwickeln will. >>>Internet Retailing

Amazon (II) will mit kaufbaren Anzeigen in den U-Bahnhöfen in New York City die Weihnachtsumsätze ankurbeln. Auf Touchscreen-Kiosk-Terminals können die Passagiere durch Geschenkvorschläge browsen und über QR-Codes mit ihrem Smartphone Produkte ordern. >>>Adweek

Der Online-Kleiderverleih Rent the Runway ist seit 2013 auch mit einer stationären Filiale präsent, in der Kunden auf Termin Outfits anprobieren können. Vor allem Kunden, die schon länger Mitglied bei Rent the Runway seien aber noch nie Kleider geliehen hätten, kämen vor Ort vorbei, so das Unternehmen. Auch die durchschnittliche Bon-Höhe sei stationär höher als im Web. >>>emarketer.com

Spotify meldet für das Geschäftsjahr 2013 Umsätze in Höhe von 747 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verluste sanken von 92,4 Millionen Euro auf 64,3 Millionen Euro. 70 Prozent aller Einnahmen werden an die Plattenverlage ausbezahlt. >>>NYTimes.com

- BACKGROUND -

Same Day Delivery: Der Same-Day-Dienstleister Liefery, eine Tochter von Lufthansa Cargo, hat drei Ansatzpunkte für SDL herauskristallisiert: SDL werde eingesetzt, um in Geschäften getätigte Einkäufe nach Hause zu transportieren, um per Internet oder Telefon eingehende Bestellungen auszuliefern sowie zur Erledigung von regelmäßigen Lieferungen. SDL sei nicht zwingend mit E-Commerce verbunden, sondern auch für Unternehmen geeignet, die keinen Multichannel-Handel betreiben. Und damit ist es nicht neu, Kurierfahrer gab es schließlich schon vor der Einführung des Internet. >>>Location Insider

Logistik: UPS investiert eine Milliarde US-Dollar, um seine Präsenz in Europa zu stärken. Insgesamt sollen die Auslandserlöse von 13 auf 20 Milliarden US-Dollar steigen. Köln ist weltweit das zweitwichtigste Drehkreuz der Firma. Um das Weihnachtsgeschäft in den USA zu bewältigen, investierte UPS zusätzlich 175 Millionen US-Dollar und stellte 95.000 Saisonarbeiter ein. 585 Millionen Pakete sollen im Dezember verschickt werden. Im vergangenen Jahr hatte UPS die Kapazitäten unterschätzt und zahlreiche Pakete zu spät ausgeliefert. >>>Wiwo.de

Media-Budgets: Rund 2,5 Prozent vom Bruttoumsatz investiert der deutsche Handel in Werbung, zeigt eine Studie des EHI. Noch werden die Werbegelder im Handel vor allem für Klassiker wie gedruckte Handelswerbung und Anzeigen ausgegeben. Doch der Anteil additiver Handelswerbung mit Instore-Marketing, Online-Marketing, Direktmarketing, TV-Werbung und Radio-Werbung steigt und soll laut Prognose 2017 den größten Teil vom Kuchen ausmachen. >>>ecommerce-news-magazin.de

- ZAHL DES TAGES -

In den USA liegen die bisherigen Web-Weihnachtsumsätze elf Prozent über Vorjahresniveau - und das nur für Desktop-Webshopper, ermittelte Marktforscher Comscore. 17,5 Milliarden US-Dollar sollen schon erwirtschaftet worden sein. >>>Internet Retailer

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