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E-Commerce-Trends 01.06.18 Würth eröffnet 24-Stunden-Supermarkt ohne Personal

Würth eifert Amazon Go nach, Douglas hübscht sich auf, die HypoVereinsbank rudert in Sachen Fintech zurück, Friday erhält eine Versicherungslizenz und Walmart kämpft mit einem teuren Personal-Shopping-Service gegen Amazon.

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- NEWS -

Würth: Der Schraubenhersteller testet in einem 13.000-Einwohner-Städtchen bei Ulm das erste 24-Stunden-Ladengeschäft ohne Personal. Wer einkaufen will, muss Würth-Kunde sein, die Smartphone-App als Türöffner nutzen und in einer Schleuse per Kamera überprüfen lassen, dass er alleine ist. Danach kann er einkaufen. Ein Tunnel-Scanner am Ende liest die RFID-Etiketten aus und schickt die Rechnung in die App. >>>FAZ.net

Douglas: Der Kosmetikhändler verschafft sich ein neues Logo. Jochen Krisch mutmaßt auf "Exciting Commerce", dass sich Douglas für das Geschäftsjahr 2018/19 so schick machen will, dass sich endlich ein Käufer findet. >>>Exciting Commerce

Conrad Electronic: Themenwelten und digitale Helfer gibt es eigentlich schon längst von vielen Händlern. Nun auch beim Elektronikhändler Conrad Electronic in der umgebauten Filiale in Berlin. Eine technische Selbstdarstellung soll der Laden aber nicht sein, alles dient dem Kundenutzen. Egal, ob man Smartphones kaufen oder etwas löten will. >>>Etailment.de

HypoVereinsbank: Einst verkündete die HVB stolz ihren Einstieg beim Finleap-Startup Moneymap. Nun wurde die Beteiligung verkauft – und auch andere Innovationsprojekte beendet. Wieso? >>>Gründerszene.de

Friday: Die Berliner Startup-Autoversicherung erhält ihre Versicherungslizenz. Damit kann das junge Unternehmen jetzt eigenständig seine Autoversicherung anbieten, die für Kunden kilometergenau bemessen werden soll. Hinter der jungen Plattform, die von Christoph Samwer geleitet wird, steht der Schweizer Versicherungskonzern Baloise. >>>Gründerszene.de

Rebelle: Der Hamburger Marktplatz für gebrauchte Designermode übernimmt seinen skandinavischen Wettbewerber The 2nd Edit. Mit diesem strategischen Schritt stärkt der Re-Commerce-Profi seine führende Position in Europa und sichert sich den Zugang zum wachsenden skandinavischen Luxus-Secondhandmarkt. >>>Deutsche-Startups.de

Amazon: Der E-Commerce-Riese berücksichtigt künftig automatisch gesetzliche Feiertage und korrigiert das Versanddatum entsprechend. Im vergangenen Jahr mussten Händler den Prime-Status ihrer Artikel beispielsweise am Fronleichnam selbst deaktivieren. >>>t3n.de

Thermondo: Die Berliner kommunizieren selten Zahlen. Jetzt ist klar: 2016 lag der Umsatz bei 20 Millionen Euro. Und das Unternehmen soll weiter wachsen, sagt der Gründer. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Walmart: Der US-Handelsriese launcht mit "Jetblack" einen neuen Personal-Shopping-Service. Kunden können darüber mit einfachen Textnachrichten Dinge bestellen und erhalten sie noch am selben oder am Folgetag geliefert. Günstig ist der Service allerdings nicht. 50 Dollar pro Monat will Walmart dafür haben. >>>Fast Company

Intersport: Alibabas Tochter Tmall hat in Peking (China) den ersten neuen Retail-Megastore für Intersport enthüllt - mit vielen informativen, unterhaltsamen und digitalen Tools. >>>Internetworld.de

Amazon: Dass Jeff Bezos gleichzeitig Gründer, CEO und Verwaltungsratspräsident von Amazon ist, sorgt in den USA für Unmut. Vor der Generalversammlung hat die Konsumentenorganisation SumOfUs einen Aktionärsvorschlag eingereicht, in dem ein unabhängiger Verwaltungsratspräsident gefordert wird. >>>Tagesanzeiger.ch

Jeff Bezos: Die einen feiern ihn als den grössten Unternehmer unserer Zeit und einen Beschützer der Demokratie. Andere halten Jeff Bezos, den Gründer des Onlinehandelsriesen Amazon und reichsten Menschen der Welt, für einen Verrückten. >>>NZZ.ch

Etsy: Der Online-Marktplatz schließt seinen Wholesale-Auftritt mit Wirkung zum 31. Juli. Der Grund: Mangelndes Interesse. Nur 5.000 der rund zwei Millionen Etsy-Händler haben ihre Waren über die Plattform an größere Händler verkauft. >>>Bloomberg

Uber: Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat bekräftigt, dass der Fahrdienst-Vermittler eine Schlüsselrolle beim Verkehr der Zukunft weit über das heutige Kerngeschäft mit Chauffeur-Angeboten anstrebt. Sein Ziel: Das Amazon der Beförderung werden. >>>Horizont.net

- BACKGROUND -

E-Commerce-Logistik: Städte müssen lebenswert bleiben. Deshalb überlegen die Kommunen, wie sich Lieferverkehre bündeln, in die Luft verlagern oder ganz vermeiden lassen. >>>Firmenauto.de

E-Commerce-Strategie: Marktplätze zählen im E-Commerce aktuell zu den dominierenden Plattformen. Besonders Händler sehen in ihnen ein großes Potenzial. Dennoch sollten sie auf den eigenen Onlineshop nicht verzichten. >>>Channelpartner.de

- ZAHL DES TAGES -

79 Prozent der deutschen Kunden nutzen E-Commerce-Plattformen. International liegt der Wert nur bei 60 Prozent. Dafür hinkt Deutschland bei der Nutzung von Marktplätzen für Essenslieferungen hinterher: Der internationale Schnitt liegt hier bei 21 Prozent, Deutschland kommt auf 14 Prozent, zeigt eine Studie von Stripe. >>>Marketing-Boerse.de

- GEHÖRT -

"Die Buying-Journeys werden viel komplexer. Ein durchschnittlicher Verbraucher hat heutzutage Hunderte Journeys im Jahr, die zum Teil über diverse Touchpoints laufen. Selbst jemand, von dem man sagen würde, dass er ein totaler Amazon-Kunde ist, durchläuft nicht alle seiner Journeys – und längst nicht alle Touchpoints – ausschließlich auf Amazon. Da ergeben sich sehr viele Punkte, an denen beratende Tools und andere Händler eine Rolle spielen können."

Idealo-Geschäftsführer Jörn Rehse erklärt auf Kassenzone.de, warum sein Business-Modell noch eine Zukunft hat. >>>Kassenzone.de

"People want jeans that fit or a dress to wear to a wedding. The part of the shopping experience the don't want ist shifting through literally millions of things that you can filter and sort through online."

StitchFix-Chefin Katrina Lake erklärt auf der Code-Konferenz, wie sie mit nur 42 Millionen Dollar Anfangsinvestment ein Unternehmen aufbauen konnte, das inzwischen eine Milliarde Dollar Umsatz erwirtschaftet und immer profitabel war. Während Amazons Asset das riesige Sortiment ist, konzentriere sich ihr Unternehmen darauf, Kunden genau die richtigen Produkte vorzuschlagen. >>>Recode.net

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