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E-Commerce-Trends 04.12.14 Wöhrl stellt SinnLeffers-Webshop ein

Wöhrl will seine Webshops vereinheitlichen, Webhändler sollten Kunden auf Lieferverzögerungen vor Nikolaus einschwören und Media Markt / Saturn müssen noch an der Pricing-Logik ihrer Logistik feilen.


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- NEWS -

Wöhrl will nach der Übernahme von SinnLeffers für beide Handelsmarken eine gemeinsame Online-Plattform bauen, der Online- und Offline-Kanäle optimal vernetzt. Der aktuelle SinnLeffers-Online-Shop soll am 22. Dezember eingestellt werden. Langfristig soll der gemeinsame Online-Auftritt, wenig überraschend, eine "deutlich messbare Performancesteigerung" hervorrufen. >>>Textilwirtschaft.de

Media Markt und Saturn bauen ihr Same-Day-Delivery-Angebot aus. In 22 Städten können Kunden nun innerhalb von 30 Minuten bis drei Stunden ihre Online-Bestellungen zuhause in Empfang nehmen. Alternativ ist auch eine Zustellung zum Wunschtermin innerhalb von vier Tagen nach Bestelleingang und mit einem Zeitfenster von zwei Stunden möglich. Kooperationspartner ist Tiramizoo. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Service in allen Regionen Deutschlands ausgerollt werden. Allerdings ist der SDL-Service noch an Bedingungen geknüpft. So dürfen Empfänger nicht weiter als acht Kilometer von der nächsten Media-Markt- oder Saturn-Filiale entfernt wohnen und das gewünschte Produkt muss dort auch verfügbar sein. Auch im Pricing herrscht noch Chaos. Während die Standard-Lieferung einer Spülmaschine im Online-Shop 35 Euro (sic!) kostet, ist die SDL-Lieferung für 9,95 Euro zu haben. Immerhin funktioniert die Kanalverknüpfung: Wer im Laden steht, kann ebenfalls SDL buchen. >>>Internetworld.de

Conleys bedankt sich bei seinen 150.000 besten Kunden mit einem Weihnachts-Katazin. Die Mischung aus Katalog und Magazin soll als urbanes Lifestyle-Magazin wahrgenommen werden. Die Fotos stammen unter anderem von Andreas Ortner, der sonst für "Vogue", "Harpers Bazaar" oder "Elle" arbeitet. Für Kommerz sorgen Wunschlisten mit Geschenkideen für Männer und Frauen. >>>wuv.de

Wie Zalando seine 360-Grad-Ansichten von Schuhen produziert, ist aktuell im Zalando-Tech-Blog nachzulesen. Wo der Modeversender in den vergangenen Wochen und Monaten sonst noch an der Customer Experience feilte, hat uns Zalando bei einem Besuch in Berlin verraten. Ab morgen können Abonnenten gemeinsam mit uns im Vorab-PDF einen Blick über die Schultern der Zalando-Macher werfen. >>>Zalando-Tech-Blog / zum Probeabo

- INTERNATIONAL -

Der Supermarktdiscounter Lidl verkauft sein Deluxe-Sortiment in Spanien künftig auch online. Damit soll die Eigenmarke gepusht werden. >>>Lebensmittelzeitung.net

Airbnb knabbert am Schweizer Tourismus-Markt und ist dort präsenter als angenommen, zeigt eine Studie des Walliser Tourismus Observatoriums. Der Vergleich der Marktpräzenz von Airbnb mit der Hotelbettenzahl in den jeweiligen Kantonen zeigt: In Basel-Stadt liegt Airbnbs Anteil bereits bei 21 Prozent, in Genf bei 16 und in Zürich bei 12 Prozent. Der Landesdurchschnitt beträgt acht Prozent. In den Bergkantonen können Vermieter für Chalets auf Airbnb auch 2.000 Franken pro Nacht berechnen. >>>Pressemitteilung

Abercrombie & Fitch hat im dritten Quartal seine Online-Umsätze um 6,8 Prozent gesteigert. 187,5 Millionen US-Dollar flossen über den E-Commerce-Kanal in die Kassen des Modelabels. Insgesamt allerdings sah es so duster aus wie in den stationären Geschäften: Der Gesamtumsatz brach um 11,8 Prozent auf 911,5 Millionen US-Dollar ein. Auf vergleichbarer Fläche sank das Geschäft um sieben Prozent. Der Online-Anteil am Gesamtumsatz liegt nun bei 20,6 Prozent - nach 17 Prozent im Vorjahresquartal. >>>Internet Retailer

eBay gibt im stationären Handel Gas. Fast täglich gibt es inzwischen neue Meldungen über Kooperationen mit stationären Händlern, die das Einkaufserlebnis über digitale Gadgets wie virtuelle Spiegel verbessern sollen. Jüngster Kooperationspartner ist Simon, ein Betreiber von US-Shopping-Centern. In Palo Alto wurde jetzt eine so genannte "Connected Mall" eröffnet, die Nutzern personalisierte Einkaufserlebnisse bieten soll. Was großartig klingt, ist dann aber doch wieder eher klein-klein: Die Kooperation umfasst unter anderem Point-to-Point-Navigation sowie personalisierte Angebote und Deals. >>>Retail Info System News

Die 15.000 Logistik-Roboter, mit denen Amazon die diesjährige PR-Maschinerie vor Weihnachten anschob, gibt es nicht für lau. Das merken jetzt die FBA-Partner des E-Commerce-Riesen, denen eine Preiserhöhung ins Haus flatterte. Picken und Packen wird teurer, auch die Lagergebühren steigen. Vor allem Produkte, die länger als sechs Monate die Amazon-Lagerregale verstopfen, kommen Händler teuer zu stehen. >>>eCommerce Bytes / zum PR-Video von Amazon für die achte Generation seiner Logistik-Zentren

Während eBay ganz offensiv auf den lokalen Handel schielt, baut Amazon sein lokales Standbein eher heimlich auf. Nachdem Pläne zum Launch einer Hotelbuchungsplattform durchgesickert waren, melden Medien jetzt, dass Amazon am Wochenende einen Restaurant-Lieferservice finalisierte, der mit Diensten wie Seamless oder Eat24 konkurrieren soll. Auch er sitzt auf dem Local-Business-Portal auf, das ursprünglich für lokale Deals konzipiert war. >>>Fast Company


Amazon hatte mit seinen Black-Friday-Rabatten auch in China Erfolg. Bei dem zweitägigen Event lagen die Umsätze des US-E-Commerce-Riesen eigenen Aussagen zufolge 400 Prozent über denen des chinesischen Shopping-Festivals Singles' Day. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Web-Weihnachten: Am Nikolaustag droht Ungemach. Diesmal nicht in den Amazon-Logistikzentren, sondern direkt bei der Post. Laut Gewerkschaft Verdi soll es am Vorabend bei der Post Betriebsversammlungen geben, um gegen befristete Arbeitsverträge zu protestieren. Mindestens 31 von bundesweit 33 Paketzentren seien betroffen. Gestreikt wird von 18.00 bis 21.00 Uhr - dem Hauptzeitfenster der Paketbearbeitung. Die Folge sind erhebliche Beeinträchtigungen für die Paketzustellung am bevorstehenden Nikolaustag. Webhändler sollten proaktiv reagieren udn auf etwaige Verspätungen hinweisen. >>>Wiwo.de

Amazon-Tax: Großbritannien will eine 25-Prozent-Steuer für Unternehmen einführen, die in Großbritannien Gewinne erzielen, ihre Steuern aber irgendwo in Europa abführen. Das kündigte jetzt George Osborne, Schatzmeister in der Regierung von David Cameron, an. Mit der Maßnahme will Osborne in den kommenden fünf Jahren Zusatzeinnahmen von einer Milliarde Pfund generieren. >>>Internet Retailing

Mode-Multichannel: "Warum machen die denn nix?", werfen Branchenbeobachter den großen stationären Modeketten gerne vor, wenn es um den Ausbau des Online-Handels geht. Wirtschaftsprüfer Deloitte kennt eine Antwort: Die Nettoumsatzrendite der größten deutschen Händler lag zuletzt bei mageren 3,3 Prozent. Nichtstun ist aber auch keine Antwort, denn große, international operierende Händler beweisen, dass mittels Omnichannel-Handel der Marktanteil erheblich wachsen kann. Der Rat von Deloitte lautet: Interne und externe Finanzierungskraft besser nutzen, Cash-Flow optimieren sowie Kostensenkungspotenziale und alternative Finanzierungsinstrumente nutzen. >>>Pressemitteilung

Social Commerce: Web-Händler, die noch keine vorweihnachtliche Pinterest-Strategie haben, verschenken Potenzial, zeigt eine Studie von Adobe. Denn die Umsätze, die das Bilder-Netzwerk am Black Friday pro Nutzer an Webhändler vermittelte, stiegen um 16 Prozent. Spitzenreiter blieb allerdings Facebook mit durchschnittlichen Bestellwerten von 114,45 US-Dollar. >>>Mobile Commerce Daily

- ZAHL DES TAGES -

51 Pakete mit einem Warenwert von fast 5.000 Euro hat ein 22-jähriger britischer Student von Amazon erhalten. Als dieser bei Amazon anrief, wurde ihm dort mitgeteilt, dass es sich bei dem Samsung-Fernseher, einem Samsung-Tablet, einer Grafikkarte und einer Sony-Spielekonsole vermutlich um Geschenke handele, die andere für ihn gekauft hätten. In Wirklichkeit allerdings waren es Retouren. Der Student meldete sich erneut bei Amazon - und erhielt das Geschenk seines Lebens: Als Wiedergutmachung für die postalische Belästigung durfte der Student alle Pakete behalten. >>>Der Standard

- GEHÖRT -

"Am Samstag hab ich gesehen, wie viele Leute ihre Zalando-Schachtel-Berge heimschleppen, deshalb: Bitte kauft mehr in den (kleinen) Läden am Ort....die packen das ganze Graffl nett ein, geben gern Rabatt, beim Umtauschen gibts kein Gschiss und bei Zalando hab ich noch nie ein Glasl Prosecco (oder zwei) zusätzlich zur Komplett-Verarztung bekommen! Ausserdem: Wenn wir den Einzelhandel nicht unterstützen, schauen in 5 Jahren alle Städte gleich aus...da kann man/frau sich dann zwischen zwei Drecks-Handy-Läden, 18 Bankfilialen, einem Ein-Euro-Shop, vier Wett-Cafés aussuchen, ob er/sie eine indische Döner-Pizza im Stehen oder doch lieber ein kaffeeähnliches Gwasch im Plastikbecher und einen nach PU-Schaum schmeckenden sogenannten Cup-Cake in sich reinstopfen will. Pfui Deife....in diesem Sinne: scheene Weihnachtseinkäufe!"

Kabarettistin Monika Gruber plädiert auf ihrer Facebook-Seite ganz ernsthaft für Weihnachtseinkäufe bei den Händlern vor Ort. In den Kommentaren erklären Fans, warum sie dies nicht tun werden und der Handel sich seine Existenz selbst verbockt. >>>Facebook

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