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E-Commerce-Trends 28.04.16 Weltbild-Tochter Kidoh übernimmt Wummelkiste

Die Wummelkiste findet einen Käufer, TUI verkauft Hotelbeds, das Zweckentfremdungsverbot in Berlin sorgt für Aktionismus bei Vermietungsportalen und Rocket Internet muss GFG-Wert eindampfen.

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- NEWS -

TUI hat sein Online-Buchungsportal Hotelbeds für 1,2 Milliarden Euro an den britischen Finanzinvestor Cinven verkauft. Dem Besitzerwechsel müssen die zuständigen Aufsichtsbehörden allerdings noch zustimmen. Laut TUI habe die Tochter strategisch nicht zum Konzern gepasst. Außerdem werde sich der sehr fragmentierte Markt für Hotelbetten-Datenbanken den Erwartungen von TUI-Chef Friedrich Joussen zufolge konsolidieren. Als eigenständiges Unternehmen sei Hotelbeds mehr wert. >>>Wiwo.de

Die Spiel- und Bastelkiste Wummelkiste, die im Oktober 2015 Insolvenz anmelden musste, ist gerettet. Die Weltbild-Tochter Kidoh hat die Rechte an der Abo-Box erworben, teilte Insolvenzverwalter Torsten Martini dem bestehenden Kundenstamm per Mail mit. Das Berliner Startup hatte schon vor dem Insolvenzantrag versucht, Marke und Geschäftsmodell zu verkaufen. Allerdings zogen sich die Gespräche mit dem potenziellen Käufer zu lange hin und dem Unternehmen ging das Geld aus. >>>per Mail

Kurz vor Einführung des Zweckentfremdungsverbotes in der Hauptstadt bereinigt Airbnb sein Angebot und kündigt zahlreichen Gastgebern. Das ergeben Recherchen der ZEIT und des Portals airbnbvsberlin.de, das Daten von Airbnb ausgewertet hat. Insgesamt ist die Zahl komplett vermieteter Wohnungen von 11.000 im Februar 2016 auf um die 6.700 im März gesunken. >>>Zeit.de

Derweil zieht Konkurrent 9flats eine andere Konsequenz aus dem neuen Berliner Gesetz. Das Unternehmen, das 2010 mit Unterstützung von Deutscher Telekom und Otto gestartet ist, verkauft seine Marke, die Software und die Plattform an eine neue Gesellschaft in Singapur. >>>FAZ.net

Der Airbnb-Konkurrent Wimdu wehrt sich vor Gericht gegen das Verbot von Ferienwohnungen in Berlin. Jetzt steht der Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht Berlin fest: Das eintägige, öffentliche Verfahren soll am 8. Juni stattfinden. Ein sofortiges Urteil ist möglich, aber nicht garantiert. >>>per Mail

Lotto24.de feiert seinen einmillionsten Kunden und schenkt diesem 5.000 Euro Begrüßungsprämie. 2015 ist der Markt für Online-Lotto Unternehmensangaben zufolge um 33 Prozent auf 520 Millionen Euro gewachsen. Das sind sieben Prozent der deutschen Lotterieumsätze. In anderen europäischen Ländern liegt dieser Anteil deutlich höher. >>>per Mail

Der Möbeldiscounter Poco profitiert von Shopkick. Eine 15-Prozent-Rabatt-Kampagne, die vom 22. bis 28. Februar ausgespielt wurde, steigerte die Zahl der Walk-Ins um 130 Prozent. >>>Onlinehaendler-News.de

- INTERNATIONAL -

Pizza Hut integriert ein neues Service-Feature in seine Bestellplattform. Kunden können schon vor der Bestellung sehen, wann ihnen die Pizza zugestellt werden wird. Die angezeigte Zeit variiert je nach Bestellaufkommen, verfügbaren Fahrern und den Fahrzeiten zum Besteller. >>>Engadget.com

Amazon eröffnet in den USA Logistikzentren wie andere Händler Filialen. In New Jersey sollen zwei neue Logistikzentren entstehen. Dafür sollen 2.000 neue Vollzeitstellen geschaffen werden. Allein in diesem Jahr kündigte der E-Commerce-Riese bereits neue Logistikzentren für Kalifornien (das siebte im Bundesstaat), Kansas (das zweite) und Texas (das sechste) an. >>>eCommerceBytes.com

Der Online-Payment-Dienst Paypal hat das erste Quartal mit einem Umsatzplus von 19 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und einem Gewinnzuwachs von 43 Prozent auf 365 Millionen Dollar abgeschlossen. Vor allem ein Zuwachs an Kunden war für das gute Ergebnis verantwortlich. >>>Wiwo.de

Schlappe für Rocket Internet: Großinvestor Kinnevik hat den Wert seines Anteils an der Rockets Global Fashion Group um 38 Prozent auf 275 Millionen Euro abgeschrieben. Rocket Internet zog mit einer Mitteilung nach: Demnach ist die GFG statt drei Milliarden Euro nun nur noch eine Milliarde Euro wert. Um den Modeversender aber weiter auf Kurs zu halten, schießen Rocket und Kinnevik gemeinsam 300 Millionen Euro nach. Der Börsenkurs von Rocket brach nach der Bekanntgabe um mehr als 14 Prozent ein. >>>Internetworld.de

Rocket Internet hat offenbar einen Abnehmer für das Zalora-Geschäft in Thailand und Vietnam gefunden. Käufer soll der thailändische Mischkonzern Central Group sein, der im Juni 2015 auch das "Kaufhaus des Westens" in Berlin übernahm. >>>IT Times

- BACKGROUND -

Amazons "Gesponserte Produkte": Wer online verkaufen will, muss bei Amazon Präsenz zeigen. Denn wie schon bei Buch- und Medientiteln zu beobachten war, suchen jetzt selbst die Kunden bei Amazon, die dort gar nicht ­bestellen, sondern sich vorab informieren wollen und zum Kaufen in den Laden gehen oder anderswo ordern. Trotzdem schieben Marken und Händler den Großteil ihrer Marketingetats zu Google. Dabei bietet sich Amazon als effizientere Alternative an. >>>Internetworld.de

Alles über E-Payment: Die Internet World Messe hat die wichtigsten aktuellen Kennzahlen rund um das Thema E-Commerce Payment in Deutschland gebündelt und in einer Infografik zusammengefasst. Die Grafik gibt Aufschluss über die beliebtesten Zahlungsarten im deutschen Online-Handel, wie Händler mit Hilfe von Payment-Angeboten Kosten und Risiko steuern und ob das Trendthema mobile Payment überhaupt schon beim Konsumenten angekommen ist. >>>zum PDF

- ZAHL DES TAGES -

Auf 36 Prozent aller Android-Geräte in den USA ist die Shopping-App von Amazon installiert, zeigt eine Studie von SimilarWeb. >>>Twice

- GEHÖRT -

"I wouldn’t say Amazon opening physical retail sites is a cause for concern. What keeps us awake at night is just how easy they’ve made the one-click shop, the consistency of their fulfilment and the impact of Prime as the defailt choice for so many users."
Chris Bates, Head of Customer Marketing bei John Lewis, hat keine leichte Zeit. Kunden sind mehr interessiert an Freizeit und Unterhaltung als an Shopping - und dann ist da noch Amazon. >>>Marketingweek.com

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