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E-Commerce-Trends 18.04.16 Vente-Privée: Erfolglos in Deutschland?

Vente-Privée scheitert erneut in Deutschland, Thermomix-Shop von Internet-Piraten gekapert, Habitat profitiert vom Multichannel und Jet.com will Ende Mai eine Milliarde Dollar Handelsvolumen knacken.

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- NEWS -

Vente-Privée ist nach Informationen von Exciting Commerce auch mit dem x-ten Anlauf mit dem x-ten Deutschland-Chef in Deutschland gescheitert. Jochen Krisch spekuliert schon mal, wie lange es noch dauern wird, bis die Franzosen Brands4Friends von eBay übernehmen. >>>Exciting Commerce

United Internet startet zusammen mit anderen Unternehmen eine neue die neue Stiftung Internet Economy Foundation in Berlin. Ziel ist es, die deutsche Wirtschaft aktiv in Sachen digitale Transformation zu begleiten. Im Beirat sitzen neben UI-Gründer Ralph Dommermuth auch Oliver Samwer von Rocket Internet, die Risikokapitalgeber Kolja Hebenstreit von Team Europe und Klaus Hommels von Lakestar, der Ex-Telekom-Chef und heutige Warburg-Pincus-Partner René Obermann sowie Zalando-Mitgründer Robert Gentz. Gemanagt wird die Stiftung von Friedberg Pflüger. >>>Handelsblatt (Paid)

Vorwerk wurde Opfer von Internet-Piraten. Diese verkaufen in täuschend echt wirkenden Online-Shops wie www.thermomix-vorwerk.org die Kultküchenmaschine Thermomix zum Spottpreis von 845 Euro gegen Vorkasse, liefern diese jedoch niemals aus. Die Shops wurden unter Nutzung eines Anonymisierungsdienstes mit Sitz in Panama angemeldet. >>>Wiwo.de

Bei dem Möbelhändler Habitat hat eine interne Erhebung ergeben, dass 40 Prozent der Online-Bestellungen beim Erstbesuch der Website durchgeführt werden. Die anderen 40 Prozent werden nach zwölf Besuchen generiert. Der Händler schlussfolgert daraus, dass Kunden irgendwann im Kaufprozess auch mal in der Filiale waren. Ein klassischer Fall von Store to Web oder Web-to-Store-to-Web. >>>Absatzwirtschaft.de

Finanzspritze für die Ferienwohnungssuchmaschine HomeToGo: Die Luxemburger Holding HTG Insight investierte zusammen mit den Altinvestoren Acton Capital Partners und DN Capital 20 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup. Das kann damit den US-Konkurrenten Tripping.com auf Abstand halten, der Ende April nach Deutschland kommen will. >>>Gruenderszene.de

Home24 legt nach dem starken Wachstum in der Vergangenheit den Fokus nun stärker als bislang auf Profitabilität. Das sagt der Online-Möbelhändler nach Halbierung der Wachstumsquote jedenfalls selbst. Aktuell gehe es um die nachhaltige Ausrichtung der Prozesse und Systeme, so das Unternehmen gegenüber Neuhandeln.de. Welche Maßnahmen konkret unternommen wurde, verrät Home24 aber nicht. >>>Neuhandeln.de

Gerade erst hat das Münchner Modehandelsunternehmen Schustermann & Borenstein seinen eigenen Shopping-Club Best Secret durch die Übernahme des Schweizer Konkurrenten Swiss Online Shopping gestärkt. Jetzt soll das Unternehmen selbst zum Verkauf stehen. Die Beteiligungsgesellschaft Ardian will offenbar ihren Mehrheitsanteil versilbern. >>>Textilwirtschaft.de

Lidl bietet von 18. April 2016 an seine Lidl-Vorratsbox auch in der Fairtrade-Variante an. Diese ist komplett mit Fairtrade-zertifizierten  Produkten der Lidl-Qualitätseigenmarke "Fairglobe" gefüllt und exklusiv im Online-Shop auf www.lidl.de/fairtrade erhältlich. Pro verkaufte Box spendet Lidl einen Euro an ein Projekt im Anbaugebiet von "Fairglobe"-Produkten. >>>Pressemitteilung

Unter Etepetete-bio.de haben die selbst ernannten „Gemüseretter“ einen Online-Shop für hässliches Biogemüse gelauncht. Das Potenzial ist groß, denn bis zu 50 Prozent der Ernte wird auf dem Weg vom Feld des Bauern bis in die Regale aussortiert, weil sie nicht der Norm entspricht. Eine Kiste mit fünf Kilogramm saisonalem Gemüse kostet 20 Euro und wird versandkostenfrei geliefert. >>>Blogbuzzter.de

Das nachhaltige Modeunternehmen Lillika Eden hat seinen Online Shop gelauncht. Die Kollektion für Frauen ist vegan, nachhaltig, fair und in Deutschland hergestellt. >>>Pressemitteilung

Zalando Logistics ist dem Logistik Netzwerk Thüringen beigetreten. Dessen Standortleiter in Erfurt, Daniel Behlert, ist auch gleich in den Vorstand gewählt worden. Ziel des Vereins ist die Stärkung des Standorts Thüringen als europäische Distributionsdrehscheibe sowie dessen Etablierung als zentraler Logistikstandort für E-Commerce in Deutschland. >>>DVZ.de

- INTERNATIONAL -

Neuer Service für Amazon Prime: Der E-Commerce-Riese kommt Kundenwünschen nach und bietet künftig die Prime-Mitgliedschaft nicht nur für einen jährlichen Einmalbetrag, sondern auch für ein monatliches Abo von 10,99 US-Dollar an. Dass Kunden dafür viel bekommen, suggeriert ein weiterer Schritt: Amazon macht Prime Video künftig nämlich auch Nicht-Prime-Abonnenten an. Diese müssen allerdings monatlich 8,99 US-Dollar bezahlen, um dafür unter anderem Zugriff auf exklusive Serien wie „Mozart in the Jungle“ oder „The New Yorker Presents“ zu erhalten. >>>CNet.com

Der Amazon-Schreck Jet.com, im Juli vergangenen Jahres online gegangen, zählt mittlerweile eigenen Aussagen zufolge 3,6 Millionen Kunden und 1.600 Händler. Bis Ende Mai will das Unternehmen Produkte im Wert von einer Milliarde US-Dollar verkauft haben. Die eigene Provision liegt bei acht bis 15 Prozent. 20 bis 25 Prozent der verkauften Waren sind Elektronikprodukte, Heim und Garten kommt auf einen Anteil von 15 Prozent. >>>Internet Retailer

Für die Metro Group läuft es online in China offenbar grandios: In den Monaten von September 2015 bis Februar 2016 sollen sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdreißigfacht haben. Vor allem die Einführung von Click & Collect in 82 Filialen habe die Umsätze auf MetroMall.cn beschleunigt, heißt es von Unternehmensseite. Auch der neue Shop auf Tmall Global sei ein Wachstumstreiber. >>>Internet Retailer

Amazon spreizt sich weiter in den Online-Markt für Mode und hat mit dem High-Fashion-Startup Moda Operandi einen weitreichenden Deal abgeschlossen. Kunden des Modehändlers, der bislang rund 130 Millionen US-Dollar an Risikokapital einsammelte und komplette Kollektion von aufstrebenden und etablierten Modedesignern vom Laufsteg weg verkauft, können in einem ersten Schritt die Bestellung im Online-Shop via Amazon-Login abschließen. In den Läden werden die Verkäufer über eine Amazon-App informiert, wenn eine Kundin in den Laden kommt, um sich online ausgewählte Ware vor Ort anzusehen. Darüber hinaus können Kunden die Ware auch stationär mit ihrem Amazon-Login bezahlen. >>>Internet Retailer

Amazons eigener Luxusmodeshop Shopbop.com hat nach einem Jahr endlich wieder einen Modechef gefunden. Caroline Maguire kommt von Neiman Marcus und Bergdorf Goodman und war auch schon bei Bloomingdales.com und Macy’s. Der Fashion Director bei Amazon agiert als Markenbotschafter, der Kunden in aller Welt die neuesten Must-haves und Trends aufdeckt. Shopbop kooperiert aktuell mit rund 1.000 Marken in aller Welt und liefert kostenlos in 165 Länder. >>>WWD.com

Der Alibaba-Konkurrent JD.com hat eine Online-Plattform für internationale Möbelmarken gelauncht. Bekannt gegeben wurde der Schritt auf der Designwoche in Mailand. JD.com nahm daran erstmals teil und präsentierte eine Reihe von Möbeln und Einrichtungsgegenständen chinesischer und italienischer Designer. >>>WWD.com

Der Schweizer Bike-Outfitter Qloom hat einen eigenen Webshop gelauncht. Eine umfangreiche Content-Marketing-Strategie soll auch die Marke digital erlebbar machen. >>>pedelec-elektro-fahrrad.de

Starbucks promoted seine neu überarbeitete App mit einer gesponserten Linse bei Snapchat. Damit lassen sich Selfies schießen, bei dem die eigenen Augen erst vergrößert und dann in Sterne transformiert werden, die anschließend explodieren. Damit will das Unternehmen auf sein neues Kundenbindungsprogramm hinweisen, bei dem man Sterne sammeln muss. >>>Adweek.com

Die Fastfoodkette Domino's arbeitet aktuell in Australien an einem Ofen, der eine Pizza in drei Minuten backt. Ausliefern könnte diese dann ein Roboter. Für Konzernchef Don Meij, der seine Karriere als Fahrer im Lieferservice begonnen hat, ist „das Wachstum, das daraus entsteht, überwältigend.“ >>>Handelsblatt.com

- BACKGROUND -

Online-Marktplätze: Bei rund 60 Onlinemarktplätzen im deutschen E-Commerce verliert man leicht den Überblick. iBusiness hat die Branche erstmals analysiert und eine große Marktübersicht erstellt. Außerdem zeigt die Analyse, wo es sich - abgesehen vom Marktplatzboliden Amazon - für welche Händler lohnt zu verkaufen. >>>ibusiness.de

Chat-Bots: Erfüllen Chat Bots von Unternehmen wirklich Bedürfnisse von Nutzern – oder eher die der großen Plattform-Konzerne? Marketing-Experte Björn Sjut analysiert in einem Gastbeitrag für Online Marketing Rockstars die Hintergründe des aktuellen Bot-Hypes, zeigt aber auch seine Chancen und Potenziale für Marketing auf. >>>Online Marketing Rockstars

- ZAHL DES TAGES -

84 Prozent der in einer Studie des Marktforschers IPSOS im Auftrag von PayPal untersuchten Online-Shops sind inzwischen mobil-optimiert. Doch nur 35 Prozent der Händler tracken die Geräte, über welche Konsumenten auf die Website zugreifen. >>>Etailment.de

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