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E-Commerce-Trends 15.06.16 Studie: Handel verschläft Digitalisierung

Der BVDW konstatiert beim Handel eine verzerrte Selbstwahrnehmung in Sachen Digitalisierung, Marley Spoon kooperiert in den USA mit Martha Stewart und Airbnb kämpft weiter um Berlin.

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- NEWS -

Der Berliner Kochboxenversender Marley Spoon expandiert in die USA und hat sich dafür prominente Unterstützung geholt. Amerikas beste Hausfrau Martha Stewart spendiert ihren Markennamen und macht das Startup jenseits des großen Teichs zu „Martha & Marley Spoon“. Auch Rezepte aus Stewarts Kochbüchern sollen ins Programm aufgenommen werden. >>>Handelsblatt.com

Airbnb gibt den Kampf um Berlin und andere Städte, die die Privatvermietung von Wohnraum verbieten wollen, nicht auf. Unter anderem will der Hotelschreck die chronisch klammen Städte mit Steuern locken, die die Plattform automatisch einsammelt. Im Fall von Amsterdam sind das immerhin 5,5 Millionen Euro pro Jahr. Darüber hinaus sucht das Unternehmen in Berlin „Community Organiser“, die Gastgeber kalt akquirieren und diese dann zu Pro-Airbnb-Lobbygruppen zusammenschließen sollen. >>>manager-magazin.de

Der Pop-Up-Styling-Salon der Plattform Zalon geht in die zweite Runde und eröffnet zur anstehenden Berlin Fashion Week in der Janinebeangallery in Berlin Mitte. Modeinteressierte und Fashion Week-Besucher sind während der Modewoche eingeladen, Profi-Stylisten der Zalando-Tochter kennen zu lernen und sich vor Ort persönlich und kostenlos beraten zu lassen. >>>Fashion United

Hitmeister wandert final unter das Dach der Metro Gruppe. Das Bundeskartellamt stimmte der Übernahme sämtlicher Anteile zu. Der Kaufpreis bleibt weiter im Dunkeln. >>>Onlinehaendler-News.de

Partech Ventures, Capnamic Ventures, NRW.BANK, InVenture Partners und Octopus Ventures investieren elf Millionen Euro in Chronext, eine Online-Plattform für Luxusuhren. Die neue Finanzierungsrunde soll es dem Start-up ermöglichen, sein Wachstum weiter auszubauen. >>>Deutsche-Startups.de

Die Stadt Fürstenfeldbruck baut ein regionales Online-Kaufhaus samt Lieferservice. Idee hatte der Brucker Philosoph und Berater Andreas Stöhle. Start soll im September sein. 30 Firmen machen bereits mit. >>>Merkur.de

Ein Online-Shop für Nahrungsergänzungsmittel mit Präsenzen in Deutschland und Österreich sucht einen neuen Besitzer. Der 2004 gelaunchte Shop erzielte 2015 einen Jahresumsatz von netto 300.000 Euro. Angeboten werden Nahrungsergänzungsmittel als Eigenmarke. Der Verkaufspreis liegt bei 90.000 Euro. >>>Shopanbieter.de

- INTERNATIONAL -

Net-a-Porter und Mr. Porter kooperieren mit dem Uber für Helikopter, Chopper, um seinen Same-Day-Delivery-Service in die Hamptons zu promoten. Im Shop können Kunden ein exklusives „Hamptons Getaway Kit“ kaufen, das für 1.400 US-Dollar zwei One-Way-Tickets für Blade zu den Hamptons sowie ein Set von Sommerferien-Essentials enthält. >>>WWD.com

FlexShopper.com hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Auf dem Portal können Kunden insgesamt 85.000 Elektronikprodukte auf Raten zahlen. Die Kreditsumme ist auf 2.500 US-Dollar limitiert. Kunden zahlen die Raten wöchentlich und nennen die abgestotterten Geräte nach einem Jahr ihr Eigen. >>>Internet Retailer

Der Schweizer Lingerie-Spezialist Beldona vertreibt seine Produkte ab sofort nicht mehr nur stationär, sondern auch online. Technisch basiert der Shop, der auch Multichannel-Services wie Click & Collect und Click & Return beherrscht, auf der Shop-Lösung von Shopmacher und dem Produktdatenmanagement-System iPIM von Novomind. >>>IT-Zoom.de

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 (bis Ende März 2017) ein Umsatzplus von 48 Prozent. 12 Prozent des 48-Prozent-Wachstums sollen durch eingekaufte Firmen erzeugt werden. Damit liegt das natürliche eigene Wachstum ungefähr auf Vorjahresniveau. >>>Finanzmarktwelt.de

- BACKGROUND -

Schweizer E-Commerce: Auch wenn der Onlinehandel im Jahr 2015 in der Schweiz um weitere zehn Prozent zulegte, war es für manche Anbieter ein schwieriges Jahr, konstatiert der „E-Commerce-Report Schweiz“ des Online-Zahlungsverarbeiters Datatrans und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW. Die Wachstumsraten der Studienteilnehmer lagen tiefer als in früheren Jahren. Etwa ein Drittel musste sogar einen Umsatzrückgang hinnehmen. Einer der Gründe dafür ist der starke Wettbewerb, insbesondere aus dem Ausland. Auch Anpassungen am Geschäftskonzept können zunächst einen Umsatzrückgang bewirken. "Rentabilität und Nachhaltigkeit sind wichtiger geworden", erklärt Studienautor Wölfle. "Schweizer Unternehmen setzen im E-Commerce nicht mehr blind auf Wachstum.“ >>>Finanznachrichten.de

Amazon Locker: Amazon baut auch in Deutschland ein konkurrierendes System zu den Packstationen von DHL auf. Peer Schader vom "Supermarktblog" hat sich die Stationen schon mal angesehen. >>>Supermarktblog.de

Amazon-FBA: Zwei Podcast-Fans auf der Suche nach einer Geschäftsidee versuchen ihr Glück mit Amazon FBA. Im „Rocket Racer Radio“-Podcast treten sie gegeneinander an bei dem Versuch, mit 3.000 Euro Startkapital mehr Geld mit einem Amazon-FBA-Business zu erwirtschaften. >>>Basic Thinking

Nährwertdeklaration: Müssen sich auch Kleinstunternehmen an die Nährwertdeklaration halten? Die Antwort: Nein, wenn sie unter zehn Mitarbeitern beschäftigen. >>>Onlinehaendler-News.de

- ZAHL DES TAGES -

Nur 16 Prozent der Unternehmen aus Handel, Produktion und Herstellung befinden sich in Deutschland im höchsten Reifegrad der Digitalisierung, zeigt eine Studie des BVDW. So weit, so schlecht. Noch besorgniserregender ist der Studie zufolge aber die verzerrte Selbstwahrnehmung der Unternehmen. So geben bei den größeren Mittelständlern zwar 7 1Prozent an, die digitale Strategie in ihr oeratives Geschäft einzubeziehen. Den Plänen folgen nach Einschätzung der Experten aber oft keine Taten. >>>Wiwo.de

- GEHÖRT -

"Derzeit scheint der stationäre Store mehr vom hauseigenen Onlineshop zu profitieren als umgekehrt. Omnichannel muss im Store stärker verankert und vor allem gelebt werden. Hier sind auch die Store Planner und klassischen Bereiche gefordert.“
EHI-Omnichannel-Experte Lars Hofacker hat für die neue Studie "Omnichannel-Commerce 2016" die Kanalverknüpfung im Handel untersucht. Die beliebtesten Features bleiben Click & Return, Click & Collect sowie Online-Verfügbarkeitsanzeigen. >>>Der Handel

"Selbst wenn Amazon nur ein paar Prozent des Umsatzes der Branche abgreift, könnte das Lebensmittelgeschäfte schon in die Verlustzone treiben, weil der Markt so margenarm ist.“
Stephan Rüschen von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg kann die Angst der deutschen Lebensmittelhändler vor Amazon Fresh verstehen. >>>Zeit.de

"Wir haben auch kein Problem damit, missverstanden zu werden. Das ist eben manchmal so, wenn man Neues entwickelt."
Markus Schöberl, Director Sellers Services Germany bei Amazon, erklärt auf Internetworld.de noch einmal die Hintergründe zum paneuropäischen FBA-Programm, der Einlagerung von Produkten deutscher Händler in tschechischen und polnischen Logistikzentren und der neuen Funktion „Kauf meines Lagebestands durch Amazon genehmigen“. >>>Internetworld.de

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