INTERNET WORLD Business Logo Abo

E-Commerce-Trends 04.10.16 Rocket will keine Startup-Schmiede mehr sein

Rocket Internet verlagert seinen Unternehmensfokus, Talanx gibt in Sachen Digitalisierung Gas, Zalando verstärkt die Forschung und Apple TV wird zur T-Commerce-Plattform.

Die E-Commerce-Trends des Tages liefern wir Ihnen auch gerne jeden Morgen vor 8.00 Uhr bequem und kostenlos in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum Gratis-Newsletter-Abo.

- NEWS -

Rocket-Internet: Das Samwer-Imperium verschiebt seinen Fokus offenbar stärker vom Aufbau von Startups hin zum Beteiligungsgeschäft eines klassischen Venture Capitalist. Das will „t3n“ aus Insiderkreisen erfahren haben. Damit wird Rocket zunehmend zu einer Konkurrenz seines Großinvestors Kinnevik. >>>t3n.de

Talanx:
Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern gibt in Sachen Digitalisierung Gas. Weil Vorstandschef Herbert Haas davon überzeugt ist, dass der Direktvertrieb über Online-Kanäle weiter zunehmen wird, hat das Unternehmen jetzt mit zwei Startups in den USA und Großbritannien Partnerschaften geschlossen. Parallel gründet Talanx ein eigenes Digitallabor. >>>Handelsblatt.com

Zalando (I): Der Berliner Modeversender gründet mit Zalando Research eine eigene Forschungsabteilung. Damit will man sich in Sachen Technologieentwicklung weiter an vorderster Front behaupten. Forschungsfelder sehen die Berliner in Data Science, Machine Learning und künstlicher Intelligenz. >>>Zalando-Blog

Zalando (II): Der Online-Modehändler peilt in einigen Jahren einen Umsatz von 20 Milliarden Euro an. Im laufenden Jahr liegt das Ziel bei 3,7 Milliarden Euro. Statt heute 150.000 bis 200.000 Artikel werde Zalando seinen Kunden in Zukunft fast eine Million Waren anbieten, sagte Finanzchef Rubin Ritter der Börsen-Zeitung. >>>Heise.de

Aponeo: Die Berliner Versandapotheke bietet mit der Einführung des Medikationsplans einen neuen Service an: Die „Medikamentenpackung mit dem vorsortierten und abgepackten Tagesbedarf“, die für Patienten individuell zusammengestellt wird. >>>Handelsblatt.com

Kaufland: Die Supermarktkette steht unmittelbar vor dem Start ihres Lieferdienstes in Berlin. Der Startschuss könnte Informationen der "Lebensmittelzeitung" zufolge schon im Oktober fallen. Derweil weitet Real sein Zustellgebiet auf die Rhein-Main-Region aus. >>>Lebensmittelzeitung (Paid)

Unister: Nach der Unister-Pleite in Leipzig wurde am Freitag für sieben weitere Tochtergesellschaften das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" aus Firmenkreisen betrifft dies unter anderem den Reiseveranstalter Urlaubstours, das Gutscheinportal U-Deals sowie weitere Gesellschaften mit insgesamt einigen hundert Mitarbeitern. Die Firmen befinden sich bereits seit Wochen im vorläufigen Insolvenzverfahren. >>>LVZ.de

Erdgas Schwaben: Bei dem Augsburger Energieversorger können Kunden künftig Gas- und Stromprodukte online einkaufen. "Unsere Gesellschaft ist digital. Die Kompetenzen, Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden an ihre Energiewelt sind hoch", sagt Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer Erdgas Schwaben: "Um hier als Partner akzeptiert zu werden, muss Erdgas Schwaben sich in allen Bereichen digitalisieren und Lösungen auf Augenhöhe anbieten." >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Amazon (I): Der E-Commerce-Riese baut in den USA einen Drive-In-Supermarkt. Dieses Gerücht kursiert schon länger, doch jetzt beweisen offizielle Dokumente der Stadt Seattle: Es stimmt. Unter dem Code-Namen "Project X" plant der E-Commerce-Riese einen Abholmarkt für online bestellte Artikel. >>>Geekwire

Amazon (II): Um seine Assistenz-KI Alexa konversationssicher machen, hat der E-Commerce-Riese den jährlich stattfindenden Wettbewerb "Alexa Prize" ausgerufen. Damit sollen Studenten motiviert werden, bei dem ambitionierten Vorhaben zu helfen. Jedes Jahr sollen die Gewinner des Wettbewerbs mit 500.000 US-Dollar belohnt werden, bis zu zehn weitere Teams bekommen ein Stipendium von jeweils 100.000 US-Dollar. >>>Heise.de

Amazon (III): Rund 50 Gewerkschaftsvertreter aus mehreren Ländern haben am Freitag vor der europäischen Amazon-Zentrale in Luxemburg für bessere Arbeitsbedingungen bei dem US-amerikanischen Versandhändler demonstriert. Sie übergaben einen Brief, in dem sie den Online-Händler aufforderten, "endlich mit den Gewerkschaften zu verhandeln", sagte ein Sprecher von Verdi vor Ort. >>>derStandard.at

Takeaway.com: Der niederländische Essenslieferdienst ist ab sofort börsennotiert. Der Gang auf das Amsterdamer Börsenparkett spülte der Lieferando-Mutter 328 Millionen Euro in die Kasse. Mit dem frischen Kapital sollen Schulden zurückgezahlt und in Deutschland expandiert werden. Die Marktkapitalisierung von Takeaway.com liegt bei fast einer Milliarde Euro. >>>Onlinehaendler-News.de

WalMart: Personal Shopper, die regelmäßig die Online-Bestellungen von Kunden erledigen und so nach und nach ihre Vorlieben kennenlernen, kommen bei WalMart-Kunden gut an. Das ist eines der Learnings, die Wal-Mart-CIO Karenann Terrell aus ihren Daten in Sachen Online-Lebensmittelkauf zog. Das zweite: Online-Kunden sind generell zufriedener als die im Store. Für die Zukunft erwartet sich Terrell viel vom Internet of Things. Damit lasse sich die Echtzeit-Verfügbarkeit von Produkten verbessern, glaubt sie. >>>WSJ.com

WalMart Labs: Die Technologieentwickler von Walmart setzen zunehmend auf Open Source. Aktuell stellt der Handelsriese seine Application-Plattform Electrode, die für den Migrationsprozess von Walmart.com auf React und Node.js gebaut wurde, auf Open Source um. >>>TechCrunch

Coop: Seine Schweizer Marche-Autobahnraststätten will der Schweizer Supermarkt Coop zu Click & Collect-Schaltern für Online-Einkäufe machen. Wer bis 9.00 Uhr bestellt, kann die Einkäufe um 13.00 Uhr abholen. Erste Tests laufen in Würenlos AG. >>>derStandard.at

Mr Porter: Der Online-Shop für Luxusherrenmode launcht eine eigene App für Apple-TV. Darin finden sich kurze Filme und exklusive Videos aus dem Digitalmagazin "The Journal". Im Januar veröffentlichte bereits Burberry eine eigene Apple-TV-App, um seine Modeschauen darüber zu streamen. >>>The Drum

StubHub: Schafft Apple TV den Durchbruch für T-Commerce? Zumindest testen immer mehr Firmen die Akzeptanz von Shopping-Apps auf der Settop-Box. Neben Mr. Porter launcht auch der Ticketing-Verkäufer StubHub eine Ticketing-App für Apple TV. Dort können sich Nutzer über Events informieren und schauen, wo ein freier Sitz wäre. Der Kauf allerdings muss mobil abgeschlossen werden. >>>TechCrunch

Facebook: Das Social Network imitiert Craigslist und launcht einen eigenen Online-Marktplatz. Mitglieder können in einem Produktfeed analysieren, welche Dinge in ihrer Nachbarschaft verkauft werden und selber ganz leicht Sachen auflisten, die sie selbst verkaufen möchten. >>>TechCrunch

Bonobos: Die Online-Herrenmarke eröffnet ihre fünfte Filiale in Manhattan. 26 Filialen betreibt das Unternehmen inzwischen insgesamt. Neben Shops von Porsche Design, Tourneau, Dino Baldini und Lladro können sich Kunden inspirieren lassen. >>>Chainstoreage.com

- BACKGROUND -

E-Commerce-Rentabilität: Die Schweizer Unternehmensberatung Carpathia Consulting hat eine Wirtschaflichkeitsrechnung von E-Commerce- und Omnichannel-Investitionen aufgestellt. Die Excel-Tabelle kann kostenlos heruntergeladen werden. >>>Carpathia-Blog

Web-Weihnachten: Mit welcher Adwords-Strategie starten die Top-Händler ins Weihnachtsgeschäft? iBusiness hat in einer umfangreichen Datenanalyse untersucht, wie die verschiedenen Händler vorgehen - und ganz unterschiedliche Strategien entlarvt. >>>iBusiness.de

Web-Weihnachten (II): Spätestens Anfang Oktober heißt es für alle Web-Händler: Der Online-Shop muss schnellstens für das Weihnachtsgeschäft fit gemacht werden. Wir geben fünf Tipps, damit die Technik zum Fest gut aufgestellt ist. >>>Internetworld.de

Voice Commerce: Lautsprecher, die sich mit ihren Nutzern unterhalten, werden laut Marktforscher Gartner zum Milliardengeschäft. Bis 2020 sollen in 3,3 Prozent der Haushalte weltweit derartige Geräte zu finden sein. Von Google wird erwartet, heute einen Alexa-Konkurrenten vorzustellen. Auch Apple feilt an einem smarten Lautsprecher. >>>derStandard.at

Handelsinnovationen: Die Location based Marketing Association liefert in ihrem „Kompendium“ auf 56 Seiten Praxisbeispiele für ortsbasierte Dienste und andere Handelsinnovationen. Location Insider stellt einige ausgewählte Projekte vor. >>>Location Insider

E-Logistics: Die Hinweise darauf, dass Amazon zielstrebig zum Verkäufer von Logistik-Dienstleistungen wird, verdichten sich. Sichtbare Zeichen sind eigene Lkw-Trailer-Flotten und Frachtjets in den USA, sowie die Kontrolle über innerstädtische Lieferdienste auch in Deutschland. >>>Lebensmittelzeitung (Paid)

Polen: Wer in Polen erfolgreich online verkaufen will, sollte bei polnischen Preisvergleichsportalen gut vertreten sein. Zu den vier bei den polnischen Online-Kunden bekanntesten und am liebsten verwendeten Preisvergleichportalen gehören: Ceneo, Skapiec, Okazje.info und Nokaut, wobei Ceneo mit fast 7 Millionen Unique Usern pro Monat unbestrittener Marktführer ist. >>>Shopbetreiber-Blog.de

- ZAHL DES TAGES -

Amazon setzt in den USA heute schon sechs Mal mehr mit Online-Lebensmitteln um als der Branchenprimus Walmart. Und der Markt wächst zweistellig. >>>Lebensmittelzeitung (Paid)

- GEHÖRT -

"Wir haben tiefe Einblicke in den Bedarf, die Wünsche und Anforderungen von Kunden, aber auch in die Machbarkeit und den wirtschaftlichen Erfolg derartiger Formate, erhalten. (...) Für den Online-Handel sehe wir aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit keine Zukunft."
Eine Metro-Sprecherin will den Einstieg bei Emmas Enkeln nicht als Flop verstanden wissen, auch wenn der Online-Händler jetzt vom Markt verschwindet. >>>Neuhandeln.de

"Das ist für uns ein Marketingkanal wie SEA. Wir sind ganz klar Online-Pure-Player und kein Offline-Retailer."
About-You-Mitgründer Tarek Müller will mit den drei stationären Filialen von Edited nicht die Innenstädte retten, sondern effizient Neukunden gewinnen. Onlinemarketingrockstars.de hat nachgerechnet. Für das Geld, das Tarek monatlich in eine Filiale investiert, könnte er bei Google 13.000 Klicks und - bei einer angenommenen Konversionsrate von drei Prozent - 390 Verkäufe erzielen. Im Laden entspräche dies zwei Verkäufen pro Stunde. Ein erreichbares Ziel - zumal in Offline-Shops die Warenkörbe häufig höher seien, so die Autoren. >>>Onlinemarketingrockstars.de

Das könnte Sie auch interessieren